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07.11.2011

20:36 Uhr

Börse Frankfurt

Berg- und Talfahrt im Dax

Der deutsche Leitindex hat heute mehrfach sein Vorzeichen gewechselt, ging schließlich aber mit Abschlägen aus dem Handel. Die Deutsche Telekom wirft Drillisch Betrug vor, deren Aktien brechen dramatisch ein.

Blick in den Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt. Zuletzt waren die Vorzeichen wieder rot. dpa

Blick in den Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt. Zuletzt waren die Vorzeichen wieder rot.

FrankfurtDeutsche Aktien haben am Montag im späten Handel ihre Verluste etwas reduziert. Der L-Dax schloss bei 5941,13 Punkten, nachdem der Dax im Hauptgeschäft 0,63 Prozent auf 5928,68 Punkte verloren hatte. Der L-MDax ging bei 9034,63 Punkten aus dem späten Geschäft. Im Xetra-Kernhandel hatte der Index mittelgroßer Werte 0,48 Prozent auf 9032,78 Punkte eingebüßt. Der L-TecDax beendete den Handel mit 690,73 Punkten. Zuvor war es für den Technologiewerte-Index um 2,43 Prozent auf 689,60 Punkte nach unten gegangen. Griechenland und Italien beschäftigten einmal mehr die Anleger und sorgten für eine anhaltend hohe Nervosität. So konnte der Dax über den Handelstag auch keinen klaren Trend entwickeln.

In Griechenland gehen die Sondierungen zur Bildung einer Übergangsregierung mühsam weiter. Griechische Medien gingen davon aus, dass es eine lange Nacht werden könnte. Am Nachmittag sah es vorübergehend so aus, als stünde eine Einigung unmittelbar bevor. Am frühen Abend erfuhr die dpa aus Kreisen der Sozialisten und der Konservativen, es gebe doch noch Probleme mit der Zusammensetzung der Regierung.

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte zuvor aufgekommene Gerüchte über seinen Rücktritt zurückgewiesen. Derlei Annahmen seien „unbegründet“ und er verstehe nicht, wie solche Gerüchte in Umlauf geraten können, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa am Montag Äußerungen des Regierungschefs gegenüber seinem Umfeld. Zuvor hatten sich die Finanzmärkte angesichts der Gerüchte spürbar bewegt.

Da passt es ins Bild, dass die Europäische Zentralbank in der ersten Woche unter ihrem neuen Präsidenten Mario Draghi deutlich mehr Staatsanleihen von Krisenländern gekauft hat. Sie habe Papiere im Wert von 9,5 Milliarden Euro am Sekundärmarkt erworben, teilte die EZB am Montag in Frankfurt mit. In der Woche zuvor waren es rund vier Milliarden Euro gewesen. Seit Mai 2010 hat die Zentralbank damit Bonds im Gesamtwert von 183 Milliarden Euro aufgekauft.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:40 Uhr)

Dax

- 0,7 Prozent

Euro Stoxx 50

- 0,7 Prozent

Dow Jones

- 0,4 Prozent

Nikkei

- 0,39 Prozent

CSI 300

- 0,99 Prozent

Euro

1,3741 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

114,49 Dollar (+ 1,6 Prozent)

Gold

1.782 Dollar (+ 1,6 Prozent)

Die Deutsche Telekom hat den Mobilfunk-Dienstleister Drillisch wegen angeblichen Betrugs angezeigt. Es bestehe der schwerwiegende Verdacht auf Provisionsbetrug durch Simply, ein Tochterunternehmen von Drillisch, das Prepaid-Mobilfunkverträge vermarkte, teilte die Telekom am Montag mit. Die Telekom verlange deshalb Provisionszahlungen in einstelliger Millionenhöhe zurück, hieß es. Bei Drillisch war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Drillisch-Aktie baute ihre Verluste auf ein Minus von 40 Prozent aus und ging mit 5,00 Euro aus dem Handel.

Es gab aber auch Gewinner: ein positiver Analystenkommentar hat Porsche-Titel angeschoben. Die in keinem der großen Indizes gelisteten Aktien des Sportwagenbauers zogen um 3,4 Prozent auf 43,87 Euro an. Laut Händlern hatten die Analysten von Morgan Stanley ihr Kursziel für die Aktien auf 65 von 62 Euro angehoben und ihre „oveweight“-Empfehlung bekräftigt. Porsche seien für die Anleger eine attraktive Investition, zitierten Händler aus der Studie.

Hatte sich der Wert der Aktien des Solarherstellers Q-Cells in der vergangenen Woche bereits verdoppelt, so konnten sie heute wiederum über zwölf Prozent hinzugewinnen. Das Unternehmen möchte auf dem ehemaligen Gelände des Militärflughafens in Brandenburg-Briest bis zum Jahresende den größten Solarpark Europas bauen. Darüber hinaus werden Solartitel zur Zeit in großem Umfang short gehandelt. Investoren, die so investeiert seien, müssten nun bei steigenden Kursen ihre Positionen glattstellen, meinte ein Händler. Dies gebe der Aktie weiteren Auftrieb.

Kommentare (48)

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Account gelöscht!

07.11.2011, 08:18 Uhr

Morgen @all

Ich kann dieses Griechenland Desaster nicht mehr hören, erzählt mir mal bitte was neues liebes Handelsblatt.

Handelsblatt-Redaktion

07.11.2011, 08:24 Uhr

@Electric007

Otto Walkes hat seine Frau Eva seit 3 Monaten nicht gesehen, und es kommt vllt. zur Scheidung.

Account gelöscht!

07.11.2011, 08:40 Uhr

Gäbe es einen "gefällt mir" Button würde ich ihn anklicken:)

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