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20.08.2013

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Börsen vor Fed-Protokoll auf Talfahrt

Der geldpolitische Kurs der US-Notenbank hat am Dienstag für steigende Nervosität bei den Anlegern gesorgt. Nach negativen Vorgaben aus Übersee rutschten auch Europas Börsen ins Minus. Gut lief es für GSW-Aktionäre.

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FrankfurtAngesichts der anhaltenden Spekulationen um den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed sind Anleger am Dienstag auf Nummer sicher gegangen und haben sich aus den europäischen Aktienmärkten zurückgezogen. Der Dax verlor 0,79 Prozent auf 8300 Zähler, der EuroStoxx50 büßte 1,22 Prozent auf 2788 Zähler ein.

Je näher die Veröffentlichung des Fed-Sitzungsprotokolls rücke, desto nervöser würden Investoren, hieß es von Händlern. Die Anleger erhoffen sich von dem Papier neue Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Im Moment spekulieren viele darauf, dass die Fed schon im September anfangen könnte, die Geldflut zu drosseln. Derzeit kauft die Fed für monatlich 85 Milliarden Dollar Anleihen und Immobilienpapiere. Das Protokoll wird am Mittwochabend veröffentlicht.

Die Woche an den Märkten

Dienstag

Das Statistische Bundesamt informiert über die Erzeugerpreise im Juli und die Zahl der Erwerbstätigen. Der österreichische Baustoffkonzern Wienerberger veröffentlicht das Quartalsergebnis, ebenso wie die Baumarktkette Home Depot in den USA.

Mittwoch

Wie steht es um die Auftragslage in der britischen Industrie? Die Antwort gibt die August-Umfrage des britischen Industrieverbandes. In Deutschland steht die Neuemission von Bundesschatzanweisungen im Volumen von fünf Milliarden Euro an. Am Abend veröffentlicht die Fed das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses von Ende Juli. Der Autoverleiher Sixt veröffentlicht Quartalszahlen. Darüber hinaus erfahren Anleger, ob sich der heiße Sommer für die Braukonzerne Carlsberg und Heineken bezahlt gemacht hat. Außerdem präsentieren der australische Rohstoffkonzern BHP Billiton und der US-Computerhersteller Hewlett-Packard ihre Halbjahresergebnisse.

Donnerstag

Rückschlüsse auf die Konjunktur in Euroland lassen sich aus dem vorläufigen Einkaufsmanagerindex für die Eurozone für August ziehen. In Washington werden die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe fortgeschrieben, also jene Daten, die in der Vorwoche überraschend stark die Wall Street bewegten, ergänzt um weitere Konjunktur-Frühindikatoren. In Jackson Hole treffen sich die Notenbankgouverneure.In den Blickpunkt der Aktionäre treten die deutschen Unternehmen Indus, Ströer Media, WMF und die ausländischen Gesellschaften RTL sowie Ahold.

Freitag

Es gibt Konjunkturdaten satt, angefangen beim deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP), der BIP-Schätzung für Großbritannien, jeweils für das zweite Quartal, und das Neueste vom Bauhauptgewerbe. Wie es um das Geschäftsklima in Belgien und das Verbrauchervertrauen in der Euro-Zone bestellt ist, wird aus Brüssel vermeldet.

Die hohe Unsicherheit führte zu einem Anstieg des VDax – er misst die Nervosität der Anleger – um bis zu 9,8 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 18,70 Punkten. Der VStoxx legte in der Spitze sogar um 11,9 Prozent zu und notierte mit 19,57 Zählern so hoch wie zuletzt Mitte Juli.

„Das ist ein guter Zeitpunkt, um Kasse zu machen“, sagte ein Händler. Kurzfristig dürfte es mit den Indizes daher weiter nach unten gehen. Längerfristig dürften die Euro-Börsen das Jahr aber noch mit einem Plus beenden, sagte der Händler. Der Dax notiert derzeit rund neun Prozent über dem Vorjahresschluss, der Ibex in Madrid etwa 3,5 Prozent und der Mailänder Mib über vier Prozent. Der EuroStoxx hat bisher ein Jahresplus von 5,7 Prozent vorzuweisen.

Gewinner im Dax war die zuletzt stark gebeutelte Aktie von K+S mit einem Plus von 0,79 Prozent. Am stärksten geben die Papiere der Commerzbank nach mit einem Abschlag von 3,36 Prozent. Aktien von Infineon verloren 2,6 Prozent.

Kommentare (45)

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Programmierer

20.08.2013, 07:22 Uhr

Natürlich rutscht der DAX runter, und zwar Richtung 8250.
Da wollen es die Großen wieder hinhaben. Das ist ihr Wunschkurs um schnell wieder in den Markt einzusteigen.
Die Hochfrequenzhandelsmaschinen sind schon auf Gewinn programmiert. Es ist wie ein Schneeballsystem.
Bis zu den Wahlen passiert nichts, aber danach hat der Algotradinghandel ein Ende.
Solange ist das Casino weiter geöffnet.
Jeder kann mitmachen,keiner muß arbeiten gehen.
Der normale Mensch kann sich da nur wundern,aber nicht ich, ich bin nicht normal,ich habe das System verstanden.

Spieler

20.08.2013, 07:33 Uhr

The same procedure as every day
Erst schön runter, ist ja alles so schlecht, dann kaufen,absichern,Stop mitziehen,verdienen
Man muß nur wissen das die Märkte technisch getrieben sind
Es ist so einfach
Gewinne von 200 % und mehr

Boersenfuzzi

20.08.2013, 08:35 Uhr

Ich hab meinen ON Gewinn schon gesichert. Eventuell long bei 8270.

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