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01.09.2016

18:09 Uhr

Börse Frankfurt

Dämpfer für den Dax

Die Furcht vor einer Abkühlung der US-Konjunktur hat Aktienanlegern am Donnerstag schlagartig die Kauflaune verdorben. Nach positivem Verlauf dreht der Dax kurz vor Handelsschluss ins Minus.

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Nach einem bislang harten Jahr stellen sich die Banken und ihre Chefs der Diskussion auf der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“. Von Bankern, die das Wort Bankenkrise nicht mehr hören können und Fusionsgerüchten.

FrankfurtNach anfänglich ruhigem Handelsverlauf dreht das deutsche Aktienbarometer am späten Nachmittag überraschend ins Minus. Von 10.600 Punkten fiel das Barometer und schloss 0,6 Prozent tiefer bei 10.534 Punkten. Gleichzeitig zog der Eurokurs deutlich an, wodurch sich die Aussichten deutscher Exporteure außerhalb der Eurozone verschlechtern können. Anhaltende Spekulationen auf eine Fusionswelle in der Bankenbranche verhinderten allerdings größere Rücksetzer. An der Wall Street büßten Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 bis zu 0,4 Prozent ein.

Ursache sind enttäuschende US-Konjunkturdaten. Am Nachmittag war in den USA der ISM-Index veröffentlicht worden. Das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus der US-Industrie ging im August überraschend stark auf 49,4 Punkte zurück. Damit rutschte es unter der Schwelle, die Wachstums signalisiert. Darüber hinaus drückten stagnierende Bauausgaben auf die Stimmung.

Sollten die am Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten ebenfalls enttäuschen, wären die Aussichten für eine US-Zinserhöhung im September noch unsicherer, sagte ING-Analyst James Knightley. „Dann gäbe es mehr Argumente für eine Verzögerung bis zum ersten Quartal 2017.“ Diese Spekulationen setzten der US-Währung zu: Der Euro verteuerte sich im Gegenzug um einen Dreiviertel US-Cent auf 1,1194 Dollar.

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Besser als der Dax hielten sich die Nebenwerte-Indizes: Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen behauptete ein Plus von 0,3 Prozent auf 21.453 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,3 Prozent auf 1.733 Punkte.

Neben der US-Geldpolitik sorgte die Zukunft der europäischen Finanzbranche für Gesprächsstoff. „Es ist nicht so, als ob jemand unmittelbar mit einer Bankenfusion rechnet“, sagte ein Händler. „Aber die Not in der Branche ist da, und es wird Zusammenschlüsse geben müssen.“ Am Mittwoch hatten die Chefs der Deutschen Bank und der Commerzbank, John Cryan und Martin Zielke, diese Spekulationen angeheizt, indem sie für ein Ende der „Kleinstaaterei“ plädierten.

Dabei stehen die beiden deutschen Geldhäuser im Mittelpunkt der Diskussion. Einem Insider zufolge haben sie zwar lose über ein Zusammengehen gesprochen, aus dem „Sommerflirt“ sei aber nichts geworden. Wegen des deutlich geringeren Börsenwertes der Commerzbank wäre das Ganze eine Übernahme, die voraussichtlich an regulatorischen Einwänden scheitern würde, betonten die Analysten der Berenberg Bank.

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