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22.09.2014

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Dax 10.000? Von wegen!

Noch am Freitag sprachen Experten von der Jagd auf die 10.000-Punkte-Marke. Am Montag war von einer Rally allerdings keine Spur. Für Furore sorgten dagegen zwei Milliardendeals, die die Kurse tanzen ließen.

DAX 10.000: Was spricht dafür, was dagegen?

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FrankfurtDas war wohl nichts. Von einem „Spurt auf die 10.000“ war am Montag (noch) nichts zu sehen. Der Dax kam nicht in die Gänge und dümpelte den Handelstag über im Minus. Kurz vor Handelsschluss verstärkte er seine Talfahrt und schloss 0,5 Prozent schwächer bei 9.749 Punkten.

Experten sind sich über den weiteren Kurs des Dax uneinig. Die einen verweisen auf die lockere Geldpolitik der Fed und der EZB und damit auf steigende Kurse. Andere warnen vor den politischen Krisen und der Terrorgefahr und erwarten Rückschläge für die Märkte.

Für Ernüchterung sorgte am Montag vor allem die Angst um die Weltwirtschaft. Anleger sorgten sich um die schwächelnde chinesische Konjunktur, die am Montagmorgen schwache Zahlen vorgelegt hatte. Außerdem hatte die chinesische Regierung trotz des lahmenden heimischen Aufschwungs weiteren Konjunkturhilfen eine Absage erteilt. Damit habe sie die Hoffnung auf gute Nachrichten für die Aktienmärkte im Keim erstickt, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black.

Börsianer warten nun gespannt auf das Stimmungsbarometer der chinesischen Einkaufsmanager am Dienstag. Sollte es unter die Marke von 50 Punkten fallen und damit eine schrumpfende Wirtschaftskraft signalisieren, wäre diese eine erhebliche Belastung für die Anlegerstimmung, warnte Mitul Kotecha, Chef-Devisenstratege für den asiatisch-pazifischen Raum bei der Barclays Bank. Von Reuters befragte Analysten sagten einen Wert von 50,0 Zählern voraus.

Für welche Geldanleger die Börse geeignet ist

Eigenverantwortung

Sie Wissen, dass Sie selbst die Verantwortung für Ihre Geldanlage übernehmen und schieben Verluste nicht auf die Tipps anderer.

Interesse

Sie beobachten das wirtschaftliche Geschehen national und international regelmäßig und scheuen sich nicht, weiteren Informationen gezielt nachzugehen und nach zu fragen.

Einsicht

Sie sind gewohnt, einmal getroffene Entscheidungen auch wieder zurückzunehmen, wenn Sie erkennen, dass sie falsch waren.

Eigensinn

Sie lassen sich nicht allzu leicht durch die Stimmung anderer anstecken und folgen niemals blindlings Empfehlungen, ohne sie selbst zu hinterfragen.

Vermögen

Sie verfügen über genügend liquide Mittel neben Ihrer Anlage an der Börse, um auch unvorhergesehene Probleme lösen zu können, ohne sofort auf Ihr angelegtes Geld zurückgreifen zu müssen (Faustregel: zwei Monatsgehälter als Reserve)

Quelle: Börse für Dummies

Die Konjunktursorgen belasteten auch die Rohstoffpreise: Die richtungsweisende Öl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 97,71 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für Kupfer fiel zeitweise sogar um 1,7 Prozent auf ein Drei-Monats-Tief von 6722 Dollar je Tonne.

Kommentare (8)

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Carl Icahn Jr.

22.09.2014, 07:48 Uhr

Altbekannte klassische Nachwirkungen/wehen vom Großen Verfall am Freitag.

Erklärung: Wenn man Puts geschrieben hat (= Stillhalter in Geld mit der Markterwartung steigend oder zumindest gleichbleibend -> Theta/Zeitwertverlust der Option) und die Ware durch den Drop in der CA am Freitag (von 9815,03 um 17:30 auf den SK von 9799,26) angedient bekommt, aber eigentlich gar nicht haben will, dann liquidiert man den Mist am nächsten Börsentag einfach wieder. Nächster Börsentag ist heute. Fertig. Nicht mehr, und nicht weniger.

Verstanden, ist doch im Prinzip ganz simple ?!


Grüße aus Downtown-Mainhattan. Der schönsten Stadt Deutschlands. And the heartbeat of financial €urope.

Carl Icahn Jr.
- selbst. Börsenhändler -
Algo- und System-Trading

Herr Thomas Albers

22.09.2014, 09:32 Uhr

"Wird es der Dax in Kürze wieder über die magische Marke von 10.000 Punkten schaffen? Diese Frage bewegt viele Anleger, die nicht wissen, ob sie dem Frieden an den Börsen tatsächlich trauen sollen. "

Der Kursrückgang bei den Rohstoffen spricht eher für deflatorische Tendenzen. Wenn Öl und mit der Konjunktur positiv korrelierte Edelmetalle wie Silber und Palladium sowie der sichere Hafen Gold so einknicken, sieht das für mich erstmal nicht nach guten Aussichten aus. Zeichnet sich hier (stimmungsmäßig) eine ungute Mischung zwischen Zinsangst und Abschwung ab? Das wäre dann das umgekehrte Szenario zu den vielzitierten 'Goldilocks'.

Ich denke allerdings, dass die Rohstoffhändler und Dollaraspiranten nur etwa zu früh dran sind.

Herr Kurt Küttel

22.09.2014, 09:48 Uhr

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