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15.11.2012

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger auf dem Rückzug

Trübe Aussichten für die Weltkonjunktur belasten momentan die Aktienmärkte. Die Anleger befürchten das Schlimmste und gehen sicherheitshalber in Deckung. Der Dax sank am heutigen Handelstag auf ein Zweimonatstief.

Krise ist nicht ausgestanden

Dirk Müller kommentiert die Dax-Bilanzsaison

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FrankfurtTrübe Aussichten für die Weltkonjunktur haben einige Anleger am Donnerstag zum Rückzug aus den europäischen Aktienmärkten bewogen. Der Dax ging mit einem Verlust 0,82 von Prozent auf 7043 Punkte aus dem Handel. Die Umsätze blieben allerdings bei beiden Indizes dünn.

"Der Weltwirtschaft bläst der Wind heftig ins Gesicht", sagte Abi Oladimeji, Chef-Investmentstratege des Vermögensverwalters Thomas Miller. So rutschte die Euro-Zone trotz eines leichten Wachstums ihrer beiden größten Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich im dritten Quartal in die Rezession.

Den USA droht ein ähnliches Schicksal, falls die Politik sich nicht auf einen neuen Haushalt einigen und damit die sogenannte "Fiskalklippe" umschiffen kann. Zum Jahresende laufen in den USA Steuererleichterungen aus, gleichzeitig drohen automatische Ausgabenkürzungen. US-Präsident Barack Obama enttäuschte auf seiner ersten Pressekonferenz nach der Wiederwahl am Mittwoch aber alle diejenigen, die auf Hinweise für eine mögliche Lösung des Schuldenstreits gehofft hatte.

Gleichzeitig stärkten enttäuschende Arbeitsmarkt-Daten die Position derjenigen US-Notenbanker, die laut dem Protokoll der Fed-Sitzung von Mitte Oktober für eine Ausweitung der Anleihekäufe plädiert hatten. In der vergangenen Woche beantragten statt der erwarteten 375.000 insgesamt 439.000 US-Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:35 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt war am Donnerstag so trüb wie das Novemberwetter. Konjunkturängste, Schuldenkrisen in den USA und Europa und seit Mittwoch auch noch eine Eskalation der Gewalt im Nahen Osten halten viele Anleger weiter vom Aktienmarkt fern. "Der Markt ist sehr schwierig zu greifen. Niemand will sich wirklich positionieren. Alle warten nur noch ab", fasste ein Börsianer zusammen. Am Mittwoch hatte Israel den Militärchef der im Gazastreifen regierenden Hamas gezielt getötet und angekündigt, die Angriffe auszuweiten.

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Zu den wenigen Dax-Gewinnern zählte Merck. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern legte nach Ansicht von DZ-Bank-Analyst Peter Spengler exzellente Zahlen vor, die über den Erwartungen lagen. Die Darmstädter hatten ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Merck profitiert von Sparerfolgen und der kräftigen Nachfrage nach Flüssigkristallen. Die Aktien verteuerten sich um 1,62 Prozent auf 99,61 Euro.

Schlusslicht der ersten deutschen Börsenliga waren Lufthansa mit einem Minus von fünf Prozent auf 11,92 Euro. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen. Die Titel der Fluggesellschaft hatten in den vergangenen beiden Wochen unter anderem dank starker Geschäftszahlen und der Diskussion um einen engeren Zusammenschluss mit Turkish Airlines um gut 16 Prozent zugelegt - deutlich mehr als jeder andere Dax-Wert in diesem Zeitraum.

Soros Portfolio

Micron Technology

Anleihe

Anzahl der Anleihen: 816 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 11,62 Prozent

Lucent Technologies

Anleihe

Anzahl der Anleihen: 390 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 5,55 Prozent

Wal Mart

Anzahl der Aktien: 4,8 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 4,86 Prozent

Sandisk

Anleihe

Anzahl der Anleihen: 266 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 3,79 Prozent

Webmd Health Corp

Anleihe

Anzahl der Anleihen: 280 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 3,78 Prozent

JDS Uniphase Corp

Anleihe

Anzahl der Anleihen: 246 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 3,51 Prozent

Adecoagro

Anzahl der Aktien: 25 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 3,36 Prozent

Digital River

Anleihe

Anzahl der Anleihen: 233 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 3,15 Prozent

Ciena Corp

Anleihe

Anzahl der Anleihen: 207 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 2,96 Prozent

General Electric

Anzahl der Aktien: 8,6 Millionen

Anteil in Soros Portfolio: 2,58 Prozent

Stand: 30.06.12 / Quelle: http://www.insidermonkey.com

Im Nebenwerte-Index MDax stachen Fuchs Petrolub mit einem Kursminus von 5,9 Prozent heraus. "Einige Anleger verabschieden sich aus dem Papier, nachdem Fuchs es nicht in den MSCI-Index geschafft hat", erklärte ein Händler. Anleger hätten darauf gehofft, dass Fuchs in einen der MSCI Global Standard-Indizes aufsteigt. Auf europäischer Ebene gehörten Hennes & Mauritz (H&M) zu den größten Verlierern. Die Papiere des schwedischen Bekleidungseinzelhändlers brachen angesichts eines überraschenden Umsatzrückgangs um bis zu vier Prozent ein. Mit 211 Kronen waren die Titel so billig wie zuletzt Anfang Juni.

Unter Verkaufsdruck gerieten auch Zurich Financial. Wertberichtigungen und die Aufstockung der Schadenreserven in Deutschland verhagelten dem Schweizer Versicherer die Bilanz. Der Netto-Gewinn brach um fast zwei Drittel ein. Die Aktie fiel daraufhin um bis zu 4,2 Prozent auf ein Drei-Monats-Tief von 222,30 Franken. Im Sog von Zurich gab der Index der europäischen Versicherungsbranche um 1,5 Prozent nach.

Kommentare (15)

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FaehnchenimWind

15.11.2012, 09:41 Uhr

Wo ist die Euphorie des Handelsblattes bzgl. der Jahresendralley geblieben, es wird wieder nur die Fahne in den Wind gehengt - ein Kontraindikator.

GeBe

15.11.2012, 09:52 Uhr

Rette sich wer kann – first sell = first save.

Daxomat

15.11.2012, 10:34 Uhr

Zitat aus "Die Zeit", ist sonst nirgendwo zu lesen.

Straßenschlachten in Rom, Lissabon, Madrid und Barcelona
In den EU-Krisenländern haben Hunderttausende gegen die Sparpolitik ihrer Regierung demonstriert. Einige Protestmärsche eskalierten. Dutzende Menschen wurden verletzt.
Dies!!! hat den Dax und die US-Märkte gestern belastet.

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