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18.04.2016

17:51 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger bleiben von Doha unbeeindruckt

Die Dax-Anleger lassen sich durch das gescheiterte Doha-Treffen nicht die Laune vermiesen. Zwar war der Start in den Tag verlustreich, aus dem Handel geht der Index aber im Plus.

Börse am Abend

„Ölpreis bringt Börse ins Schlingern“

Börse am Abend: „Ölpreis bringt Börse ins Schlingern“

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FrankfurtDie Anleger haben das Scheitern der Opec-Gespräche über Maßnahmen gegen den Ölpreisverfall gefasst aufgenommen. Der Dax war am Montag zunächst um mehr als ein Prozent gefallen und hatte damit die Marke von 10.000 Punkten deutlich gerissen. Gegen Mittag schaffte der Index aber die Wende ins Plus. Den Tag beendete das Börsenbarometer 0,7 Prozent höher bei 10.120 Punkten – und damit so hoch wie seit Januar nicht mehr.

Nach den geplatzten Gesprächen über eine Begrenzung der Ölförderung verbilligte sich die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee um bis zu sieben Prozent auf 40,10 Dollar je Barrel. Gegen den Nachmittag hatte sich die Situation auf den Rohstoffmärkten jedoch wieder beruhigt, beide Ölsorten notierten rund ein Prozent im Minus. „Offen ist jetzt die Frage, wie die Erdöl exportierenden Länder ihre Haushaltsdefizite in den Griff bekommen wollen“, schrieben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. Es sei zu erwarten, dass deren Staatsfonds Wertpapiere verkaufen, um diese Löcher zu stopfen. Die Förderländer sind außerdem wichtige Handelspartner Deutschlands.

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Vor diesem Hintergrund hat sich der Dax wacker geschlagen. Unter den Favoriten im Dax legten die Aktien von BMW um rund 2,6 Prozent zu. Der Rückgang der Eigenkapitalrenditen sei inzwischen mehr als angemessen im Kurs berücksichtigt, stellte Analyst Stefan Burgstaller von der US-Bank Goldman fest. Auch die Commerzbank zählte am Montag zu den Favoriten. Die Aktien des Geldinstituts gewannen 2,4 Prozent.

Die Versorger waren dagegen besonders schwach. RWE standen am Tagesende 1,3 Prozent tiefer. Auch die Aktien von Eon verloren zeitweise mehr als ein Prozent, schafften aber am Nachmittag die Wende ins Plus. Größter Verlierer war Lufthansa. Die Aktien der deutschen Fluggesellschaft fielen um 1,8 Prozent.

Der nach dem gescheiterten Doha-Treffen erwartete Kursrutsch ist also ausgeblieben. Es sieht so aus, als könnten die Dax-Anleger nun wieder ein wenig durchatmen und womöglich wieder auf steigende Kurse setzen. In der Vorwoche war das Börsenbarometer noch um fast 4,5 Prozent gestiegen und hatte dabei auch die Marke von 10.000 Punkten zurückerobert.


Von

rtr

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