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10.11.2014

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger entscheiden sich spät

Der Leitindex erlitt einen lahmen Wochenstart und kam kaum vom Fleck. Schließlich kam beim Dax aber doch noch Kauflaune auf. Anleger warten auf weitere Impulse: Von der EZB und auch von Seiten der Unternehmen.

Börse am Abend

Dow Jones beflügelt Dax

Börse am Abend: Dow Jones beflügelt Dax

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FrankfurtDeutsche Anleger schauen mit Sorgenfalten auf die Konjunkturentwicklung in Deutschland, Europa und China, hoffen andererseits aber auf Geldspritzen der EZB und auch der Bank of Japan. Die Europäische Zentralbank hatte vergangenen Donnerstag zugesichert ihre Bilanz deutlich auszuweiten, was auch heute noch den Konjunkturpessimismus übertönte. Der deutsche Leitindex ging schließlich 0,65 Prozent höher bei 9.351 Punkten aus dem Handel – während den Rest des Tages die Dax-Kurve an einen Herzstillstand erinnerte.

Am Montag fehlte es schlicht an Impulsen. Die restliche Woche bietet mit zahlreichen Firmenbilanzen allerdings noch genügend Stoff – zahlreiche US-Unternehmen und auch Dax-Konzerne werden ihre Quartalszahlen veröffentlichen. Der positive Grundtenor der Berichtssaison vor allem in den USA deute auf ein „gut geöltes Triebwerk der Wirtschaft“ hin, schreibt Analystin Ann-Katrin Petersen von Allianz Global Investors in einem Kommentar.

Ganz so gut geölt ist die Lage in China allerdings nicht. Die vergleichsweise niedrige Inflation deute auf eine Abkühlung der aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaft hin. Mit 1,6 Prozent liegt die Teuerung weiterhin nahe ihres Fünf-Jahres-Tief. Parallel dazu fielen die Erzeugerpreise überraschend stark und den 32. Monat in Folge. Dies sei ein Hinweis auf anhaltende Überkapazitäten in China, betonte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research.

Sorgen bereitet auch die Euro-Zone: In Deutschland sei das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal erneut zurückgegangen, schreibt die Commerzbank (die offiziellen Zahlen kommen am Freitag). Damit werde Deutschland voraussichtlich unter den großen Euro-Ländern zusammen mit dem Dauer-Sorgenkind Italien das Schlusslicht bilden. Insgesamt dürfte die Euro-Zone um 0,1 Prozent gewachsen sein. „Die meisten Zeichen weisen darauf hin, dass die Länder des Euro-Raums noch immer zu kämpfen haben“, sagt Howard Archer, Chefökonom für Europa bei IHS Global Insight in London.

Für welche Geldanleger die Börse geeignet ist

Eigenverantwortung

Sie Wissen, dass Sie selbst die Verantwortung für Ihre Geldanlage übernehmen und schieben Verluste nicht auf die Tipps anderer.

Interesse

Sie beobachten das wirtschaftliche Geschehen national und international regelmäßig und scheuen sich nicht, weiteren Informationen gezielt nachzugehen und nach zu fragen.

Einsicht

Sie sind gewohnt, einmal getroffene Entscheidungen auch wieder zurückzunehmen, wenn Sie erkennen, dass sie falsch waren.

Eigensinn

Sie lassen sich nicht allzu leicht durch die Stimmung anderer anstecken und folgen niemals blindlings Empfehlungen, ohne sie selbst zu hinterfragen.

Vermögen

Sie verfügen über genügend liquide Mittel neben Ihrer Anlage an der Börse, um auch unvorhergesehene Probleme lösen zu können, ohne sofort auf Ihr angelegtes Geld zurückgreifen zu müssen (Faustregel: zwei Monatsgehälter als Reserve)

Quelle: Börse für Dummies

Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, rät Anlegern dennoch dazu, Aktien zu kaufen, „sobald der Index auf oder unter das Niveau von 9000 fallen sollte“. Seine Begründung: „Pessimisten, die weiterhin eine Rezession für wahrscheinlich halten, werden den Dax-Anstieg lediglich als eine technische Erholung in einem anhaltenden Bärenmarkt interpretieren. Wir halten dieses negative Dax-Szenario jedoch weiterhin für unwahrscheinlich“, so Krämer.

Kommentare (33)

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Herr wulff baer

10.11.2014, 09:08 Uhr

Der Wirtschaft in der Eurozone geht es schon lange nicht mehr gut, warum dann immer wieder zum Kauf von überbewerteten Aktien geraten wird, ist leicht zu erklären:
Der Ahnungslose, der auf dem Höchststand in die Falle gelockt wird, verliert Geld und der, der ihm dazu geraten hat, verdient Geld.
Aus diesem Grund verdienen unsere "Finanzberater" auch kein Vertrauen, denn sie beraten ihre Kunden falsch und eigennützig.

Herr Tom Bauer

10.11.2014, 10:02 Uhr

Wenn Sie die Wirtschaft als Ganzes meinen haben Sie natürlich recht.
Am Aktienmarkt kaufen Sie aber nicht einen diffusen Teil der Gesamtwirtschaft sondern Sie sind frei in der Entscheidung einen ganz differnzierten Teil einer Branche oder Sparten als Invest zu kaufen.

Als weiteres Argument will ich gerne anführen, dass weil es der Wirtschaft schlecht geht die Politik alles dafür tun wird, dass die wieder in die Gänge kommt.

Jegliche Wirtschaftsankurbelung wird (wahrscheinlich) dazu führen , dass wieder die Stärksten einer Branche am meisten profitieren werden.

Das ist für die Steuerzahler bedauerlich, für die sowieso schon starken Vertreter der jeweiligen Branche eine weitere Chance.

Herr thomas oldendorp

10.11.2014, 10:40 Uhr

WER ZU SPÄT KOMMT....
.....................
..
der DAX hat nach heutigen stand nur noch ca. 700 punkte
bis zum allzeithoch..
..
viele langfristanleger werden dann ihre gewinne reali -
sieren.
..
es wird also zeit, sich nach alternativen umzusehen.!!
..

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