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02.01.2013

17:53 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger feiern die Zwischenlösung

Der Dax schließt deutlich im Plus. Auslöser ist die vorübergehende Einigung zwischen Demokraten und Republikaner im US-Haushaltsstreit. Besonders stark davon profitieren konnten die Finanzwerte.

Keine Spur von Neujahrskater beim Dax

Video: Keine Spur von Neujahrskater beim Dax

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FrankfurtDer Dax legt einen fabelhaften Jahresstart hin. Am Mittwoch zeigte das Handelstableau bei einem Kurs von 7.779 Punkten ein Plus von 2,2 Prozent an. Die 7.800 Punkte scheinen nur noch eine Zwischenetappe zu sein. Die zweite Reihe zeigte sich ebenfalls glänzend in Form. Der MDax stieg um zwei Prozent auf 12.149 Punkte und der TecDax notierte 1,8 Prozent fester auf 843 Zähler.

Die Jahresbilanz liest sich atemberaubend. Der Deutsche Aktienindex liegt gegenüber seinen Anfangskurs 2012 ganze 29,06 Prozent höher, der MDax sogar knapp 34 Prozent. Der kleine Bruder des Dax konnte letztes Jahr sogar zum ersten Mal in seiner Geschichte die 12.000 Punkte-Marke durchbrechen.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Auf europäischer Ebene ist die Performance nicht ganz so beeindruckend aber angesichts der Probleme in den Euro-Ländern Italien, Spanien, Portugal und Griechenland mehr als zufriedenstellend. Im laufe des letzten Jahres stieg der europäische Branchenindex EuroStoxx 50 um 14 Prozent. Heute setzte er seine Hausse mit einem Plus von 2,7 Prozent fort.

Ausschlaggebend für den kapitalen Jahresauftakt an den Börsen war die vorübergehende Einigung im US-Haushaltsstreit. Das Thema hatte die Aktienmärkte in den vergangenen Tagen verunsichert und weitere Gewinne in Grenzen gehalten. Durch den Kompromiss könnten ein Rückfall der USA in die Rezession und die damit verbundenen Belastungen für die Weltwirtschaft vermieden werden, sagte Aktienstratege Shane Oliver von AMP Capital.

Die US-Börsen machten heute da weiter, wo sie am Montag aufgehört haben. Am Mittwoch lag der Dow Jones satte 1,8 Prozent im Plus auf 13.336 Punkte. Der S&P-500 legte 1,7 Prozent zu und der Nasdaq 2,3 Prozent.

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Krasse Ausreißer in beide Richtungen haben die Börsianer überrascht.

"Die Politiker haben einen Weg gefunden, die 'Fiskalklippe' um 'fünf nach zwölf' zu umschiffen", sagte Marktanalyst Roger Peeters vom Bankhaus Close Brothers Seydler. Nach stundenlangen Verhandlungen stimmte in der Nacht zum Mittwoch das Repräsentantenhaus für einen Kompromissvorschlag des Senats, der viele automatisch in Kraft getretene Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufhebt. Allerdings werden zahlreiche Sparmaßnahmen mit einem Volumen von mehr als eine Billion Dollar zunächst nur um zwei Monate verschoben, so dass neuer Streit im Kongress programmiert ist.

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Genau deswegen warnen einige Händler vor übertriebener Freude. Denn noch ist das Gröbste nicht aus der Welt. "Man sollte den Kompromiss nicht überbewerten", schrieben die Analysten der National-Bank in einem Kommentar. "Die nächsten Probleme sind bereits vorgezeichnet." In den kommenden Monaten müssen sich die US-Politiker auf Einsparungen einigen, um die überbordende Staatsverschuldung langfristig in den Griff zu bekommen. Außerdem stoßen die USA bald an ihre selbst gesetzte Schulden-Obergrenze. Ohne deren Anhebung droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit.

"Eine kurzfristige Einigung in den USA ist kein Wendepunkt für die globalen Märkte, weder im Guten noch im Schlechten", sagte indes Stratege Max King von Investec Asset Management. Poltisches Durcheinander, Fehler und Irrglaube seien 2013 genauso ein Bestandteil des Investitionsklimas wie 2012 und sollten kein Hindernis für ähnlich solide Kursgewinne sein. "Viel wichtiger wird die Frage sein, ob sich die Weltwirtschaft stabilisiert und ob die Unternehmen nach 18 enttäuschenden Monaten wieder Umsatz und Gewinn steigern können."

Kommentare (18)

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123

02.01.2013, 07:25 Uhr

"Der Dax steigt vorbörslich bis auf 6.650 Punkte ..."

Aha. Neben der unerträglich hohen Anzahl von Schreibfehlern, sollte es doch im Profi-Journalismus möglich sein, wenigstens grundlegende Daten richtig abzuschreiben.

Knappe

02.01.2013, 08:54 Uhr

Peter Scholl-Latour sagte nach dem Anschlag 9/11, das sei das Ende der Spaßgesellschaft, der 3. WK habe begonnen und würde asymmetrisch geführt werden.

Interessant ist doch, alle Welt hält sich seither für den geborenen Geld-, Gold-, Wirtschaftsexperten, obwohl die meisten Zahlen mit ziemlicher Sicherheit Erfindung sind. Keine Site im Netz ohne Dax-Chart und Gold-Prophetie.
Mit dem Internet trat ein weiteres Phänomen auf: das private Broker-Konto. Und was wenig Beachtung findet, die Kritker der EU wollen angeblich das Beste für Deutschland, zocken jedoch eifrig mit und festigen so die Hegemonie der Kriegstreiber über die Völker. Die Kollaborateure sind das, was der Rostfraß fürs Schiff; und sie wollen es auch noch selber steuern.
Der Krieg wird asymmetrisch geführt und es ist kaum mehr zu unterscheiden zwischen Freund und Feind.

Was retten könnte, ist soldatisches Wissen: im Krieg sind die meisten Nachrichten falsch. Und eine klare Prioritätenliste. Ganz oben sollte das Land stehen.

(Rostfraß entsteht durch elektrische (galvanische) Ströme, welche von der Wasserreibung angeregt werden; ausgebrachtes Zink ist die Lösung, es legt sich über die betroffenen Stellen - falls doch jemand eine Idee hat)

Für mich ist der Krieg gegen die Selbstzerstörung ab heute beendet. Ich habe seit meiner Kindheit gewußt, was meine Priorität ist und mich gleich auf den Weg gemacht. Ich habe mehr gefunden, als ich gesucht habe.
Manchmal ist es doch besser, seine Ziele zu erreichen. Dann kann man die Erde verbrennen, ohne selbst betroffen zu sein.

Denk' nach 123. Scheinst ein vernünftiger Typ zu sein.

Account gelöscht!

02.01.2013, 09:30 Uhr

Ich frag mich schon, wann das Eröffnungsgap geschlossen wird.

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