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17.09.2014

18:08 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger greifen zu

Weltweit rätseln Anleger, wie die künftige Zinspolitik der Federal Reserve aussehen wird. Eine Antwort bekommen sie erst heute Abend. In Frankfurt herrschte gespanntes Warten. Der Dax schloss leicht im Plus.

Börse am Mittag

Dax profitiert von bevorstehender Fed-Sitzung

Börse am Mittag: Dax profitiert von bevorstehender Fed-Sitzung

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FrankfurtIn der Hoffnung auf eine längerfristig lockere US-Geldpolitik haben Anleger am Mittwoch bei Aktien zugegriffen. Genährt wurden die Spekulationen von einem Zeitungsbericht, dem zufolge sich die US-Notenbank mit der erwarteten Zinserhöhung mehr Zeit lassen könnte als bislang gedacht. Außerdem fiel die US-Inflation geringer aus als gedacht.

Der Dax verabschiedete sich daraufhin mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 9661,50 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 gewann 0,5 Prozent auf 3237 Punkte. An der Wall Street kletterte der Standardwerteindex Dow Jones zeitweise sogar auf ein Rekordhoch von 17.173 Stellen.

Für Fed-Chefin Janet Yellen gebe es keinen zwingenden Grund, eine vorzeitige Zinserhöhung anzudeuten, betonte Gary Jenkins, Chef-Zinsstratege bei LNG Capital. „Die Fed wird nicht das Risiko eingehen, die Wirtschaft kurzfristig negativ zu beeinflussen. Sie wird wohl lieber zu spät als zu früh handeln.“ Die meisten Börsianer rechnen bislang damit, dass die Fed Mitte 2015 die Zinsen anhebt.

Im August stiegen die US-Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent. Experten hatten ein Plus von 1,9 Prozent. Zum Vormonat fielen sie sogar um 0,2 Prozent. Das ist der erste Rückgang seit fast eineinhalb Jahren.

Ein zusätzlicher Stimmungsaufheller war ein Zeitungsbericht, dem zufolge die chinesische Notenbank der schwächelnden heimischen Konjunktur mit umgerechnet 63 Milliarden Euro unter die Arme greift. Diese Nachricht verhalf Kupfer zeitweise zu einem Kursgewinn von einem Prozent auf 6969,25 Dollar je Tonne. China ist der weltgrößte Verbraucher dieses für Stromkabel und Wasserrohre verwendeten Metalls.

„Für Europa mindestens genauso wichtig wie die Fed-Entscheidung heute Abend ist der Ausgang des morgigen Referendums Schottlands über eine Unabhängigkeit von Großbritannien“, betonte Jens Klatt, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses DailyFX. Umfragen zufolge liegen Gegner und Befürworter einer Loslösung fast gleichauf. Daher verlor der Londoner Auswahlindex FTSE 0,2 Prozent.

Das britische Pfund legte dagegen auf 1,6321 Dollar zu und profitierte dabei von einer Umfrage, der zufolge eine knappe Mehrheit gegen eine schottische Unabhängigkeit stimmen wird. Der Euro stagnierte bei 1,2951 Dollar, ebenso wie der Bund-Future, der bei 148,34 Punkten lag.

Für welche Geldanleger die Börse geeignet ist

Eigenverantwortung

Sie Wissen, dass Sie selbst die Verantwortung für Ihre Geldanlage übernehmen und schieben Verluste nicht auf die Tipps anderer.

Interesse

Sie beobachten das wirtschaftliche Geschehen national und international regelmäßig und scheuen sich nicht, weiteren Informationen gezielt nachzugehen und nach zu fragen.

Einsicht

Sie sind gewohnt, einmal getroffene Entscheidungen auch wieder zurückzunehmen, wenn Sie erkennen, dass sie falsch waren.

Eigensinn

Sie lassen sich nicht allzu leicht durch die Stimmung anderer anstecken und folgen niemals blindlings Empfehlungen, ohne sie selbst zu hinterfragen.

Vermögen

Sie verfügen über genügend liquide Mittel neben Ihrer Anlage an der Börse, um auch unvorhergesehene Probleme lösen zu können, ohne sofort auf Ihr angelegtes Geld zurückgreifen zu müssen (Faustregel: zwei Monatsgehälter als Reserve)

Quelle: Börse für Dummies

Am deutschen Aktienmarkt stand Adidas im Rampenlicht. Dem „Manager Magazin“ zufolge planen mehrere angelsächsische Hedgefonds den Einstieg beim kriselnden Sportartikel-Hersteller. Im Fall eines Anteilskaufs wollten sie radikale Änderungen bewirken, insbesondere die Ablösung von Vorstandschef Herbert Hainer. Adidas-Titel gewannen 3,5 Prozent.

Gefragt waren auch Stahlwerte, nachdem US-Steel ein Quartalsergebnis deutlich über den bisherigen Markterwartungen in Aussicht gestellt hatte. ThyssenKrupp, Salzgitter, Klöckner & Co, AK Steel und der weltweite Branchenprimus ArcelorMittal legten daraufhin zwischen 1,5 und 3,3 Prozent zu. US-Steel schossen um bis zu 12,4 Prozent in die Höhe und waren mit 46,54 Dollar zeitweise so teuer wie zuletzt im Juli 2011.

Daneben gehörte FedEx mit einem Kursplus von 3,3 Prozent zu den Favoriten. Dank eines boomenden Internet-Handels verbuchte der Paketdienst ein 24-prozentiges Plus des operativen Gewinns. Die Konkurrenten UPS und Deutsche Post rückten jeweils etwa 1,5 Prozent vor.

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