Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.04.2014

17:54 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger im Bann der Krise

Die Anleger blicken auch weiterhin mit Sorge auf die Ukraine. Viele entscheiden sich deswegen zu Gewinnmitnahmen. Die Krise belastet allerdings nicht nur die Börsen. Auch die Konjunktur bekommt erste Kratzer.

Börse am Abend

Video: Börse am Abend

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtDie Krise in der Ukraine spitzt sich zu und auch an der Börse in Frankfurt wird es ungemütlich. Schwach gestartet kam der Dax nie wirklich in Fahrt. Selbst die zunächst stärker eröffnenden US-Börsen vermochten die Stimmung nicht anzuheben. Nachdem sich Meldungen über Schüsse auf einem Flugplatz in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk mehrten, wuchs hierzulande die Skepsis sogar noch weiter an.

Am Ende kapitulierte der Dax vor der pessimistischen Stimmung an den Märkten. Er schloss rund 1,8 Prozent im Minus auf 9174 Punkte. Die zweite Reihe, die sich lange robuster als der Dax präsentierte, konnte sich zu Handelsschluss ebenfalls nicht gegen den negativen Markttrend erwehren. Der MDax ging mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 15.662 Punkte aus dem Handel. Der TecDax beendete den Tag mit einem Abschlag in Höhe von 1,7 Prozent auf 1157 Zähler.

Die Spannungen in der Ukraine überschatteten den Markt, sagte Anita Paluch, Händlerin bei der Varengold Bank. „Das ist die alte Geschichte, wenn es im Osten brenzlig wird, ist der deutsche Markt aufgrund seiner geografischen und wirtschaftlichen Nähe zur Ukraine gekniffen“, fügte ein Händler hinzu.

Investmentexperte Jack de Gan von Harbor Advisory sagte, das mögliche Eingreifen Russlands gebe Anlass zur Sorge. „Das wäre für den Markt ein Grund für eine weitere Kurskorrektur.“

Die Krise in der Ukraine hat auch die Stimmung der deutschen Finanzexperten belastet. Die ZEW-Konjunkturerwartungen fielen im April zum Vormonat um 3,4 auf 43,2 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Der neuerliche und deutliche Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen liefere klare Signale, schrieb Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Bislang deute alles darauf hin, dass die Wachstumsraten im Jahr 2015 kleiner ausfielen.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

„Offensichtlich bereiten die Ereignisse in der Ukraine so manchem Börsianer Sorgen,“ erläuterte Ralph Solveen von der Commerzbank, „Ob der Rückgang des ZEW-Index tatsächlich ein Anzeichen dafür ist, dass sich die Konjunktur abschwächen wird, ist aber eine andere Frage. Hier erhalten wir kommende Woche mehr Aufschluss durch den Einkaufsmanagerindex und das Ifo-Geschäftsklima, bei denen wir eine Stabilisierung erwarten.“

An der Börse in Moskau machen sich die negativen Auswirkungen der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine ebenfalls bemerkbar. Der Micex-Index, dessen Werte in Rubel notiert sind, verlor am Dienstag 2,6 Prozent. Der auf Dollar lautende RTS-Index brach um 3,2 Prozent ein. Auch der Rubel gab nach: Ein Dollar verteuerte sich auf 36,1650 Rubel.

Eon will seine angeschlagene Kraftwerkssparte fusionieren. „Wir wollen die konventionelle Stromerzeugung mit den erneuerbaren Energien zusammenlegen. In 'Next Generation' werden wir rund 8000 Mitarbeiter aus den konventionellen Kraftwerken und 1000 von den Erneuerbaren Energien zusammenfassen“, sagte Mike Winkel, Vorstand für Erzeugung und Personal, der „Rheinischen Post“. Von den Aktionären wurden diese Neuigkeiten mit wenig Begeisterung aufgenommen. Die Papiere wechselten mehrfach das Vorzeichen und notierten am Ende 1,3 Prozent leichter.

Kommentare (17)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

15.04.2014, 07:54 Uhr

Eine für den DAX wichtige Sache fehlt im Text glaube ich. In China ist das Kreditwachstum auf das Niveau der Jahrtausendwende zurückgefallen. Wenn in China weniger Geld verliehen wird, ist das für Die Märkte Von Exportländer eine relevante Nachricht. Zumindest die Ölpreise Haben schon reagiert.

Account gelöscht!

15.04.2014, 08:24 Uhr

ACHTUNG:
China: Geldmengenwachstum fällt auf 13-Jahrestief


Das gesamte Finanzierungsvolumen, das auch die Kreditvergabe außerhalb des Bankensektors umfasst, ging im Jahresvergleich von 2,55 auf 2,07 Billionen Yuan zurück

Account gelöscht!

15.04.2014, 08:31 Uhr

Überschrift "Dax probt Erholung"

Ich gehe weiter davon aus, dass der Dax erstmal einen Rückgang auf 9000 "probt" bevor wir irgendwann die 10000 sehen werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×