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26.04.2011

18:03 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger im Zahlenrausch

Quartalsbilanzen von UBS und Ford beflügelten den deutschen Aktienmarkt. Der Dax schließt so hoch wie seit Februar nicht mehr. Merck und Infineon führten den Dax an. Welche Aktien sonst noch zulegen konnten.

Börse Frankfurt: Die Umsätze waren wegen der Osterferien waren heute zwar mager. Wer handelte, konnte aber ein ordentliches Plus verbuchen. Quelle: Reuters

Börse Frankfurt: Die Umsätze waren wegen der Osterferien waren heute zwar mager. Wer handelte, konnte aber ein ordentliches Plus verbuchen.

Düsseldorf/FrankfurtDer wichtigste deutsche Index legte heute langsam aber sicher um 0,84 Prozent zu und schloss bei 7.356 Punkten. Er schloss erstmals seit Mitte Februar wieder über 7.300 Punkten. Nach einem Start mit leichten Verlusten erholte sich der Dax am Vormittag und bekam am Nachmittag dank der Unternehmenszahlen aus den USA noch einen kleinen Auftrieb. „Die Anleger sind angesichts der bislang veröffentlichten Bilanzen guter Dinge“, sagte ein Händler. In der Karwoche hatten vor allem US-Unternehmen wie Apple die Börsen mit positiven Geschäftszahlen überrascht. Börsenhändler Jörg Heineke von der Investmentgesellschaft TAO Capital GmbH sprach von einem lustlosen Handel mit sehr geringen Umsätzen. Heute führte die UBS die Serie der guten Bilanzen in Europa fort. Dies kam vor allem vielen Bankenwerten europaweit zugute. Die UBS-Aktien kletterten in Zürich um 5,8 Prozent auf 17,66 Franken und führten damit die Gewinnerliste im Stoxx50 an.

„Was vonseiten der Unternehmen hereinkommt, ist sehr positiv für den Markt“, sagte ein Händler. "Ford hilft europaweit den Autowerten.“ Europaweit verbuchten Autowerte die größten Gewinne. Volkswagen mit einem Plus von 1,8 Prozent und Daimler mit einem Gewinn von 1,3 Prozent profitierten auch von den guten Ford-Bilanzen.

Infineon beendete den Tag als Anführer der Gewinnerliste mit einem Gewinn von 3,16 Prozent auf 7,65 Euro. Die Aktien hatten bereits in der Vorwoche von starken Geschäftszahlen des weltgrößten Chipkonzerns Intel profitiert. Zu den größten Gewinnern des ersten Handelstages der verkürzten Woche gehörten die Werte von Merck dank eines positiven Analystenkommentars. Die Aktien schlossen 3,1 Prozent fester bei 69,17 Euro. Die Commerzbank hatte ihre Anlageempfehlung auf „Add“ von „Hold“ heraufgenommen und das Kursziel um sieben Euro angehoben. Im zweiten Halbjahr 2011 sei ein Restrukturierungsprogramm für die Pharmatochter Merck Serono zu erwarten, erklärten die Analysten. Das werde die Aktien unterstützten.

Sie erhöhten zudem ihre Gewinnschätzungen für Merck Serono. Deutsche Börse-Aktien verliefen am Vormittag besonders gut und führten zweitweise den Dax an, verloren zum Mittag hin jedoch und schlossen mit einem schwachen Plus von 0,25 Prozent. Die Frankfurter und ihr US-Fusionspartner Nyse Euronext erwarten durch den Zusammenschluss hohe Einsparungen. „Viele Investoren gehen nun davon aus, dass die Fusion mit der Deutschen Börse nun auch tatsächlich durchgezogen wird“, sagte ein Börsianer. Die Aktien der Deutschen Bank legten im Schlepptau der UBS um 1,25 Prozent zu.

Trotz der verbesserten Branchenstimmung beendeten die Aktien der Commerzbank mit einem Abschlag von 1,43 Prozent auf 4,30 Euro beinahe als Schlusslicht das Dax den Tag. Die Anteilsscheine hatten bereits in einem Zeitraum von drei Monaten gut 22 Prozent verloren. Nur die Papiere von Beiersorf von schlossen schwächer. Fresenius-Aktien zählten vormittags zu den Gewinnern beendeten den Handelstag jedoch in der Verliererliste mit einem Minus von 0,46 Prozent.

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