Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.07.2013

17:54 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger machen Kasse

Gemischte Konjunkturprognosen haben am Dienstag für Zurückhaltung an Europas Börsen gesorgt. Anleger nutzten die Situation zu Verkäufen. Besonders hohe Verluste mussten Fresenius, Lanxess und RWE einstecken.

Börse in Frankfurt. Reuters

Börse in Frankfurt.

FrankfurtAus Verunsicherung über die Aussichten für die Weltwirtschaft sind einige Anleger in Europa am Dienstag auf Nummer sicher gegangen und haben Kasse gemacht. Ermutigenden Konjunkturdaten aus den USA und Japan stand eine enttäuschende Entwicklung in China gegenüber. Der Dax gab bis Börsenschluss 0,9 Prozent auf 7910 Punkte nach.

Verluste gab es auch in der zweiten und dritten Reihe: Der MDax verlor 0,6 Prozent auf 13.726 Punkte, der TecDax büßte 0,4 Prozent auf 951 Stellen ein. Auch europaweit zeigte der Trend nach unten. Der EuroStoxx50 verlor 0,8 Prozent auf 2602 Zähler. Der Euro bröckelte auf 1,3025 Dollar ab, nach 1,3062 Dollar zum New Yorker Vortagesschluss.

Halbjahresbilanz: Diese Aktien rocken die Börse

Halbjahresbilanz

Diese Aktien rocken die Börse

Hier Kursfeuerwerke, dort Stürze ins Bodenlose: Das erste Börsenhalbjahr wird einigen Unternehmen wohl länger in Erinnerung bleiben – positiv oder negativ. Die Tops und Flops im deutschen Börsenhalbjahr 2013.

Für positive Signale sorgten die US-Industrie und -Bauwirtschaft, die wieder langsam an Fahrt gewinnen. Der Konjunkturbericht der Bank von Japan signalisiert eine verbesserte Stimmung der heimischen Wirtschaft. Der von der Bank HSBC ermittelte Konjunkturindex der chinesischen Einkaufsmanager fiel dagegen auf ein Neun-Monats-Tief von 48,2 Zählern.

„Alles dreht sich um die in den kommenden Tagen anstehenden Konjunkturdaten“, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Von diesen Zahlen erhofften sich Anleger Hinweise darauf, ab wann und wie stark die US-Notenbank ihre Wertpapier-Käufe drosselt. Bislang pumpt die Fed monatlich 85 Milliarden Dollar in die Finanzmärkte. Sofern sich die US-Konjunktur weiter erholt, will sie den Geldhahn ab Ende 2013 langsam zudrehen.

Die Woche an den Märkten

Dienstag

Die Auftragseingänge in der amerikanischen Industrie und Zahlen zum Autoabsatz geben Aufschluss über die konjunkturelle Entwicklung der USA. Aus Brüssel kommen neue Daten zu den Erzeugerpreisen im Euro-Raum. Der Versicherungskonzern Gothaer und der Rüstungskonzern Diehl stellen ihre Bilanzen vor.

Mittwoch

In Brüssel wird der Einzelhandelsumsatz für die Euro-Zone im Mai publik, aus den USA kommen neue Daten zu den Erstanträgen für Arbeitslosenhilfe und der Handelsbilanz. Die Schwedische Zentralbank entscheidet über den Leitzins. Die Unternehmen Dic, Voestalpine und Berthold Hermle laden ihre Aktionäre zur Hauptversammlung.

Donnerstag

Für die Konjunktur im Euro-Raum veröffentlichen drei Institute ihren gemeinsamen Ausblick. In Frankfurt entscheidet die Europäische Zentralbank über den Leitzins für die Euro-Zone. Auch die Londoner Notenbank trifft ihren Zinsentscheid. Spanien und Frankreich verschaffen sich mit Anleiheauktionen frisches Kapital. Die US-Börsen bleiben wegen des Nationalfeiertages geschlossen.

Freitag

Hierzulande werden neue Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Juni und zu den Auftragseingängen der Industrie im Mai veröffentlicht. In Washington dürfte der Arbeitsmarktbericht für den Juni mit Spannung erwartet werden, nachdem die Notenbank ihre Geldpolitik an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt hat. Der Baumarktkonzern Hornbach lädt zur Hauptversammlung.

Für Nervosität unter den Investoren sorgten außerdem die europäischen Krisenstaaten Griechenland und Portugal. Der griechische Wirtschaftsminister Kostis Hatzidakis rechnet ungeachtet einer gegenteiligen Aussage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit einem weiteren Schuldenschnitt für sein Land nach der Bundestagswahl. Die Verluste an der Athener Börse hielten sich allerdings in Grenzen: Der dortige Leitindex gab 0,8 Prozent nach.

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Paulchen

02.07.2013, 07:43 Uhr

Ich glaube, der Crash fällt komplett aus. Weder heute, noch morgen, noch im nächsten Jahr...

Die Geldschleusen bleiben offen und in absehbarer Zeit kommt wieder ein Aktienboost, vielleicht bis 10000, vielleicht mehr.

realist

02.07.2013, 09:15 Uhr

...............ja Paulchen, da bist Du auch einer von Vielen, die es immer noch nicht glauben und wissen, daß über 8000 sich nichts mehr tun wird. Jedenfalls für die nächsten Monate. Um das einzuschätzen, mußt Du Dich rundum informieren und belesen sein. Die Fakten in den USA und China sind nicht so gut, daß man dort mit einer weiteren Entwicklung nach oben rechnen kann. Und dann ist die Rede vom Crash der alle Börsen noch einholen wird. Er steht schon mit einem Fuß in der Türe. Es wird so sein, denn die ungehempte Geldschwemme in die Märkte findet im Crash die Antwort natürlich in Verbindung mit anderen Faktoren. Es gibt Paulchen nicht einen einzigen Zweifel, daß er kommen wird. Von 10 000 kannst Du weiter träumen. Vielleicht in 1-2 Jahren. Perspektiven dazu sind ohnehin unmöglich. Also mein Junge, Du scheinst ein Neuling auf dem Börsenparkett zu sein, darum agiere mehr als vorsichtig und lese Dich durch die Wirtschaftspresse und höre Meinungen auf den jeweiligen Kanälen.
Wir befinden uns in einer verdammt schlechten Phase.

Account gelöscht!

02.07.2013, 09:19 Uhr

Ach Paulchen!

Der Crash ist doch lange da: Heute einige Hundert Punkte unter dem Stand zur Jahrtausendwende vor 13,5 Jahren.

Der Trader interessiert nur die Voilatilität. Die ist derzeit doch sensationell gut da - nicht jeden Tag, aber prinzipiell.

Also sollte bei den wenigen erfolgreichen Tradern Freude sein. Die Mehrheit der Trader macht auf lange Sicht keine guten Geschäfte. Das jedenfalls behauptete und belegte die FAZ kürzlich in einer ausführlichen Analyse. Viele der sogenannten Trader, so die Analyse, leben letztlich von den Erträgen des insgesamt vorhandenen und teilweise beim Trading eingesetzen Eigenkapitals (daher der Gedanke an die Erben.)

Das klang ausgesprochen schlüssig und nachvollziehbar in der FAZ. Es deckt sich auch mit meinen vielfältigen Erfahrungen in der Spezialfondsbegleitung. Die "aktiv gamanagten" waren durch die Bank schlechter, als die "Buy and Hold Fonds" mit ähnlichem Anlageportfolio.

... und das, unabhängig von den gestrigen Globalbeschimpfungen des Hohlhead oder wie der Anonymus sich nannte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×