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22.03.2013

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax Anleger setzen auf ein „Happy End“

Das Gezerre um die Rettung Zyperns belastete den Dax nur wenig. Der große Kurssturz blieb aus. Die Anleger ließen sich auch vom schwachen Ifo-Index nicht verunsichern. Einige Einzelwerte schmierten jedoch ab.

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Investoren am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag sehr dickhäutig gezeigt. Die Zypern-Krise und ein gefallener Ifo-Index konnten den Dax nur leicht ins Minus drücken. Die Hoffnung auf eine Lösung im Streit um das Zypern-Hilfspakets half auch dem Euro. In der Spitze stieg die Gemeinschaftswährung am Freitag bis auf 1,3010 US-Dollar.

Der Dax schloss 0,3 Prozent schwächer bei 7.911 Punkten. Auf Wochensicht hat der Leitindex mehr als 100 Punkte verloren. Der Dow-Jones verzeichnete am Freitag Abend ein Plus von 0,5 Prozent.

Showdown in Zypern

Die Regierung in Nikosia sucht nach einer Lösung für ein Rettungspaket und spielt alle Möglichkeiten durch (Hier zum Live-Ticker). Unter anderem erwägt die Regierung die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen sowie die Einrichtung eines Solidaritätsfonds über staatliche Vermögenswerte vor. Zuletzt kam auch wieder die Zwangsabgabe wieder ins Gespräch.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Zypern stehe kurz vor einer Einigung mit der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds, sagte der stellvertretende Chef der konservativen Partei Demokratische Gesamtbewegung, Averof Neofytou am späten Freitagnachmittag. Gleichzeitig rief er die Bürger auf, Ruhe zu bewahren. Wann das zyprische Parlament zusammenkommt, um ein Rettungspaket zu beschließen, blieb weiterhin unklar. Die Rede war zuletzt von Freitagabend.

Das größte zyprische Geldhaus, die Bank of Cyprus, warnte vor einem Austritt aus der Euro-Zone und warb für die von der EU vorgeschlagene Sonderabgabe auf Bankeinlagen über 100.000 Euro. Die Europäische Zentralbank drohte den Banken damit, ab Dienstag den Geldhahn zuzudrehen, sollte bis dahin kein Programm zur Sanierung von Staat und Großbanken vorliegen.

Anleger jedenfalls gingen von einem glimpflichen Ausgang der Zypern-Krise aus. Genährt wurde die Hoffnung der Anleger auch davon, dass Griechenland die Töchter zyprischer Banken kaufen will und sich damit gegen die Krise auf dem benachbarten Inselstaat abzuschirmen versucht.

Kommentare (40)

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Pro-Europa

22.03.2013, 07:35 Uhr

Nein es droht kein Crash.

Zypern ist vermutlich nicht systemrelevant - wobei das sehr schwierig als Aussenstehender zu beurteilen ist. Insgesamt verhalten sich die Zyprioten dennoch dumm.

An den Preisen der gestrigen Auktionen für Spanien und Portugal kann man erkennen, dass keine Ansteckung von Zypern ausgehen dürfte. Die EU wird sich nicht erpressen lassen.

EU_Zusammenbruch

22.03.2013, 07:37 Uhr

Europa bereitet sich auf den EU-Kollaps vor - alles andere ist Hinhaltetaktik bzw. gelogen!!! Die Eurozone ist definitiv am Ende, alle Länder (inkl. BRD) und Banken sind Megapleite - Armaggedon wird in Kürze eintreten.

Account gelöscht!

22.03.2013, 07:44 Uhr

Wie schon den nächsten comic fertig?

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