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18.02.2015

17:41 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger setzen auf Lösung der Hellas-Krise

Athen kündigt einen Antrag zur Kreditverlängerung an. Ob die Euro-Partner diesen akzeptieren, ist unklar. Doch an den Börsen feiert man bereits vorsichtig diesen Vorstoß. Der Dax nähert sich wieder den 11.000 Punkten.

Börse am Abend

Sind die Griechen bereit zum Fasten?

Börse am Abend: Sind die Griechen bereit zum Fasten?

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FrankfurtVorsichtige Zuversicht macht sich an den Börsen breit. Es deutet sich immer mehr eine Kompromiss im griechischen Schuldenstreit an. Laut dem Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis will Athen ihre Euro-Partner um eine Verlängerung der laufenden Rettungskredite bitten. „Lassen sie uns heute auf einen Antrag zur Verlängerung des Kreditabkommens warten, den Finanzminister Yanis Varoufakis stellen wird“, sagte er. Es liefen Beratungen, um eine gemeinsame Basis für den Antrag zu finden. „Wir glauben, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte er.

An den Börsen sorgte die immer näher rückende Einigung für steigende Kurse. Der Dax notierte am Ende 0,6 Prozent fester auf 10.961 Punkten. Zwischenzeitlich lag der Leitindex bei 10.981 Zählern. Der Athener Leitindex ASE General kam auf ein Plus von 1,1 Prozent, der griechische Bankenindex drehte satte 5,9 Prozent ins Plus. Der europäische Auswahlindex Euro Stoxx 50 legte 0,7 Prozent zu. In Paris lag der CAC 40 0,9 Prozent im Plus. Der italienische FTSE MIB machte einen Satz von 1,9 Prozent nach oben.

Auch an den Anleihemärkten sorgten die Spekulationen für eine leichte Entspannung. Die Rendite zehnjährige Staatsbonds sank auf 10,348 Prozent. Dreijährige Anleihen sanken um mehr als einen Prozentpunkt auf 17,75 Prozent.

„Wir sind an einem entscheidenden Punkt dieser Verhandlungen“, sagte Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras. Er hoffe, dass Schwierigkeiten bewältigt werden könnten. Erstmals sei es gelungen, eine „positive Haltung zu unseren Wünschen“ zu erzeugen.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Ungewiss blieb jedoch, ob die Euro-Partner sich mit dem angekündigten Antrag aus Athen zufriedengeben. Sie pochen auf eine Verlängerung des am 28. Februar auslaufenden kompletten Hilfsprogramms, das auch Spar- und Reformauflagen enthält. Dazu hatten sie der Regierung in Athen ein Ultimatum bis Freitag gestellt. Dies lehnt der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bislang ab, weil seine Regierung die Reformauflagen wegen zu großer sozialer Härten für inakzeptabel hält.

Daher warnten viele Analysten vor zu viel Optimismus: „Vor einer endgültigen Bewertung des griechischen Vorstoßes sollten (...) erst einmal alle Fakten auf dem Tisch liegen“, schrieben die Analysten der Essener Nationalbank.

Nach Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, Marcel Fratzscher, ist Griechenland deswegen dabei, sich „zu verzocken“. Er sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, die Regierung in Athen sitze am kürzeren Hebel: „Sie kann Europa nicht erpressen.“

Kommentare (25)

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Account gelöscht!

18.02.2015, 07:52 Uhr

Nicht nur der Dax gibt sich optimistisch,ich bin es natürlich auch.
Was soll der Dax auch anderes machen als steigen. Denn Aktien sind SACHWERTE UND ALTERNATIVLOS.
Das Motto lautet: Jeden Schwäche nutzen und kaufen,natürlich nur die Marktführer, und nicht handeln sondern halten.

Jupp Zocker

18.02.2015, 08:26 Uhr

Grüß Gott, Herr Bauer.

Die Grammer AG ist ein bissl zurückgekommen die Tage. Marktführer. Würden Sie die auf dem jetzigen Niveau kaufen?

Ich gehe heute erstmal von einer kleinen Hellas-Rallye aus. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Account gelöscht!

18.02.2015, 08:44 Uhr

Ihnen auch einen guten Morgen,

Sie haben sich schon selbst die Antwort gegeben:
Grammer ist ein Marktführer - Sachwert - Aktie - alternativlos.

Einen Marktführer kann man zu jedem Zeitpunkt kaufen.Wenn der Kurs fällt dann hat man noch die Div.
Als Langfristanleger hat man mit dieser Strategie kein Risiko.

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