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09.02.2017

17:41 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger sind wieder mutig

Vielversprechende Firmenbilanzen und steigende Ölpreise sorgten am Donnerstag für gute Stimmung an den Aktienmärkten - auch wenn die Commerzbank ihre Anleger nicht überzeugen konnte. Der Dax schließt aber deutlich höher.

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FrankfurtDie Börsen in Europa haben die politischen Unsicherheiten der vergangenen Tage überwunden und sich wieder ihrem Brot- und Buttergeschäft zugewandt: Vielversprechende Firmenbilanzen und steigende Ölpreise sorgten am Donnerstag für gute Stimmung an den Aktienmärkten. Der Dax legte 0,9 Prozent auf 11.642 Punkte zu, der Euro Stoxx 50 gewann 1,2 Prozent auf 3277 Zähler. „Die Stabilisierung der Ölpreise nach den jüngsten Rückgängen und solide Quartalszahlen einiger Unternehmen machen Anlegern wieder Mut“, sagte Portfoliomanager Andy Sullivan vom Vermögensverwalter GL Asset Management.

In Asien waren die Börsen zeitweise auf den höchsten Stand seit über 18 Monaten geklettert. Auch an der Wall Street ging es aufwärts. An den Rohstoffmärkten legte der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee um ein Prozent auf 55,59 Dollar je Fass (159 Liter) zu. Grund dafür war ein unerwartet starker Rückgang der US-Benzinvorräte.

Die besten Anlagen 2016

Zucker

Die Preise vieler Agrarrohstoffe sind 2016 deutlich gestiegen. Am deutlichsten stieg der Preis für Rohrzucker – auch wenn über die Hälfte der Performance seit dem Herbst wieder abgeschmolzen ist. Wer an den Terminbörsen zu Jahresbeginn 100.000 Euro in Zucker anlegte, hat jetzt 132.950 Euro auf dem Konto. Grund für den Anstieg sind Aussichten auf eine sinkende Produktion. Ähnlich ist es bei Kaffee, Baumwolle und Kakao. Ein höheres Angebot ließ dagegen die Preise für Mais und Weizen fallen.

Aktien Russland

Vom Absturz zu Beginn des Jahres erholten sich sowohl der Leitindex Micex als auch der Rubel deutlich. Hauptgründe dafür sind der steigende Ölpreis und nach der Trump-Wahl die Hoffnung auf ein besseres politisches Verhältnis zwischen den USA und Russland. Aus 100.000 in Russland angelegten Euro wurden so im vergangenen Jahr 152.950 Euro. Zum Vergleich: Aus 100.000 angelegten Euro wurden im amerikanischen Dow Jones - inklusive des Dollar-Anstiegs - „nur“ 116.140 Euro, im deutschen Dax waren es 106.780 Euro und im Euro Stoxx 50 der Standardwerte im Euro-Raum 100.770 Euro.

Öl

Der weitere Verfall des Ölpreises schockte die Anleger zu Jahresbeginn. Bis auf das Zwölfjahrestief von 27 Dollar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Bren bis zum Februar. Er erholte sich aber deutlich, in der Hoffnung darauf, dass die Ölstaaten die Fördermengen begrenzen. was sie Ende 2016 tatsächlich machten. Aus 100.000 in Öl-Terminkontrakte investierten Euro wurden bis am Jahresende 161.080 Euro.

Zink

Zink war 2016 der Rohstoff mit dem höchsten Preisanstieg. Im vergangenen Jahr stieg der Preis von Zink, das vielfach in der Industrie eingesetzt wird in Euro gerechnet um 62,84 Prozent.

Aktien Kasachstan

Das zentralasiatische Land ist der zweitgrößte Ölexporteur im postsowjetischen Raum und profitierte damit deutlich vom seit Mitte Februar wieder gestiegenen Ölpreis. Wer 100.000 Euro in den gerade mal neun Werte umfassenden Kase-Index investierte, machte einen Gewinn von 66,27 Prozent.

Aktien Peru

Die Aktie in Peru profitierte von der Wahl des neuen Präsidenten Pablo Kuczynski, der als liberal und wirtschaftsfreundlich gilt. Dazu sind im Leitindex Peru General S&P/BVL viele Minenwerte notiert – und die profitierten vom Anstieg der Minenpreise. Auch die Landeswertung Sol stieg. Das machte bei einer Investition von 100.000 Euro für hiesige Investoren einen Gewinn von 67.210 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Börse allerdings ein Drittel verloren.

Aktien Brasilien

Vor allem das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatschefin Dilma Rousseff trieb Brasiliens Aktienkurse und den Real nach oben, weil dadurch die Präsidentin abgelöst wurde, die das Land in die Rezession und den größten Korruptionsskandal aller Zeiten getrieben hatte. Dass inzwischen auch gegen die Regierung und Ihren Präsidenten Michel Temer Korruptionsvorwürfe bestehen, bremste die Hausse nicht – ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Land immer noch in der Rezession feststeckt. Unter dem Strich machten Anleger, die Anfang vergangenen Jahres 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investierten einen Gewinn von 76.160 Euro. So viel gab es in keiner anderen Anlageklasse.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand: 30.12.2016

Der Trend zu überwiegend positiven Bilanzzahlen von Firmen in Europa wird nach Ansicht der Bank of America Merrill Lynch erst einmal anhalten. Vor allem für rohstoffabhängige Firmen und Finanzinstitute, die in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatten, seien die Aussichten besser, schrieben die Analysten in einer Studie. Bislang hätten mehr Firmen als üblich mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen der Experten übertroffen. Die Entwicklung der Ergebnisse europäischer Firmen sei tendenziell besser als die von US-Unternehmen. „Bis jetzt sind die Signale positiv. Wir erwarten für 2017 einen Anstieg der Gewinne je Aktie im zweistelligen Prozentbereich.“

Angetan waren Anleger von den Geschäftszahlen der Societe Generale - die Titel stiegen an der Pariser Börse um 2,9 Prozent und waren einer der Favoriten im Euro Stoxx 50. Die französische Bank will Teile ihrer Auto-Leasing-Sparte an die Börse bringen und übertraf mit ihrem Quartalsgewinn von 390 Millionen Euro die Erwartungen von Analysten.

Ebenfalls in Paris gewannen Total gut ein Prozent. Der Ölkonzern trotzte dem Branchentrend und verdiente dank eines strikten Sparkurses im vergangen Quartal mehr.

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Vier renommierte Charttechniker sind sich einig: In der ersten Jahreshälfte dürften die Börsen weiter steigen. Vor allem den MDax sehen sie in Hochform. Doch die Sorglosigkeit der Anleger könnte zum Problem werden.

Sanofi legten um 4,4 Prozent zu, nachdem ein US-Gericht den Verkaufsstopp für den Cholesterinsenker Praluent aussetzte. Bayer waren mit einem Plus von 2,5 Prozent unter den größten Dax-Gewinnern. Anleger freuten positive Studiendaten zum Gerinnungshemmer Xarelto, dem umsatzstärksten Medikament des Pharma- und Chemiekonzerns.

Die rote Laterne im Dax hielt der Chiphersteller Infineon, dem bei der fast abgeschlossenen Übernahme der US-Firma Wolfspeed Steine in den Weg gelegt wurden. Die Titel gaben 2,2 Prozent nach. Die Aktien des LED-Herstellers Cree, dem Infineon Wolfspeed abkaufen will, rutschten in New York um rund sechs Prozent ab.

Die Commerzbank konnte mit ihrem Zahlenwerk die Anleger nicht nachhaltig überzeugen: Die Papiere rutschten um 1,9 Prozent nach unten. Der anstehende Konzernumbau und die Krise in der Schifffahrt überschatten das Geschäft des zweitgrößten deutschen Geldhauses.

Lange Gesichter gab es auch bei den Aktionäre des Hamburger Hafenbetreibers HHLA : Ein Gericht fordert bei einem Teil der Pläne zur Elbvertiefung Nachbesserungen, wodurch für HHLA höhere Kosten entstehen könnten. Die Aktien brachen um 11,5 Prozent ein.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.02.2017, 17:12 Uhr

"Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
@ Marc Hofmann
Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

@Max Marx
ich poste keine Märchen,
sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
Danke

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