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23.01.2013

18:02 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anleger werden aus Unternehmensdaten nicht schlau

Siemens enttäuscht mit schwachen Zahlen, SAP überzeugt, Google verzeichnet ein verbessertes Weihnachtsgeschäft, Apple steht in den Startlöchern. Die Flut an Zahlen irritiert einige Börsianer und bremst den Dax.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtHeute ließen es die Anleger gemütlich angehen. Der Dax zeigte den gesamten Handelstag über kaum Lebenszeichen. Am Ende ging er mit einem kläglichen Plus von 0,2 Prozent auf 7.708 Punkte aus dem Handel. Der TecDax hingegen beendete, getrieben von stark notierenden Aktien von Aixtron und Drägerwerk, den Handel mit einem satten Plus 1,9 Prozent auf 888 Zähler deutlich stärker. Der MDax wiederrum zeigte sich ähnlich träge wie der Dax. Er ging mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 12.606 Punkte aus dem Handel.

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Die deutschen Börsen-Schwergewichte im Härtetest: Bei welchen der 30 Dax-Werte sich ein Kauf für Anleger lohnt, von welchen Werten sie 2013 erst einmal die Finger lassen sollten - in alphabetischer Reihenfolge.

Allerdings herrschte bei den Einzelwerten mehr Bewegung, als die Dax-Tafel erahnen ließ. Denn heute hatten vor allem die Schwergewichte das Sagen. Banken, Siemens und SAP waren im Fokus und lenkten das Börsengeschehen.

Lange nahmen gegenläufige Kursbewegungen von Siemens und SAP dem Leitindex den Wind aus den Segeln. Denn während Siemens mit mauen Quartalszahlen die Anleger enttäuschte und dementsprechend schwach notierte, konnte SAP seine Investoren mit erreichten Zielen zufriedenstellen. Am späten Nachmittag holte das größte Unternehmen Deutschlands dann ein wenig auf. Die Pläne vom Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher, Siemens wieder zum Branchenführer machen zu wollen, bewog einige Börsianer zu Nachkäufen. Am Ende gingen die Siemens-Papiere unverändert aus dem Handel heraus.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Bei SAP reichte es für ein Plus von 2,4 Prozent. Nur Merck-Papiere stiegen mit 2,44 Prozent stärker als SAP. Die Software-Lizenz- und Wartungs-Erlöse legten 2013 ohne Sondereffekte bei konstanten Wechselkursen voraussichtlich um elf bis 13 Prozent zu. 2012 hatten sich diese Erlöse auf 13,25 Milliarden Euro summiert und lagen damit 13 Prozent über Vorjahr.

Der mit milliardenschweren Zukäufen aufgebaute Geschäftsbereich Cloud-Software werde voraussichtlich einen Umsatz von rund 750 Millionen Euro beisteuern, 2012 waren es 342 Millionen Euro. Der operative Gewinn werde im laufenden Jahr ohne Sondereffekte bei konstanten Wechselkursen in der Spanne von 5,85 bis 5,95 Milliarden Euro liegen, 2012 waren es 5,21 Milliarden Euro.

Die starke SAP-Performance ließ auch die Aktien des Chipherstellers Infineon steigen. Die Papiere des Münchner Unternehmens stiegen um ein Prozent und positionierten sich damit direkt hinter SAP. Auftrieb bekamen sie zudem von einem verbesserten Rating der Commerzbank.

Commerzbank zählt Infineon zu Top-Anlageideen

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Die Bank-Aktien zeigten sich heute in schwacher Form und sorgten, zusammen mit der bescheidenen Performance der Siemens-Aktien, weitgehend für Stagnation im Dax. Mit einem Minus von 1,5 Prozent rutschten die Titel der Commerzbank zu den Verliererwerten. Die Deutsche Bank schloss sich mit einem Abschlag in Höhe von 1,5 Prozent den schwächsten Titeln an. "Offenbar fürchten vor allem angelsächsische Investoren, die Aufsicht in Deutschland könnte es mit der Einführung eines Trennbanksystems ernst meinen", kommentierte ein Börsianer. Die "Börsen-Zeitung" hatte am Dienstag berichtet, die BaFin habe zwei große Banken - Deutsche Bank und die LBBW- aufgefordert, so etwas mal durchzuspielen.

Kommentare (14)

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Albatros

23.01.2013, 07:23 Uhr

Na was soll man sagen???, kaufen selbstverständlich ,kaufen, immer nur kaufen und das Leben ist ein Spiel. Es gibt seit Draghi nur einen Weg an der Börse und der ist nach oben.

Account gelöscht!

23.01.2013, 09:37 Uhr

Bei 2,1% Minus im Nikkei sllte man sich mal gedanken machen weshalb - ganz sicher ist NICHT alleine die Verzögerung der Geldschwemme (ab 2014) ausschlaggebend, viel mehr ist die Unsicherheit über die Stabilität der Eurozone (Stichwort GB) ein weitaus wichtigerer Faktor.
Cameron hat ein Stein ins rollen gebracht der hoffentlich auch anderen EU-Diktaturen die Augen öffnet.

Account gelöscht!

23.01.2013, 09:51 Uhr

Die Korrelation zw. Nikkei und dem DAX ist seit 10 Jahren gleich Null. Wieder einmal Ahnungslosigkeit pur hier im Forum.

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