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19.02.2014

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Anlegern fehlt der Mut

Der Dax geht nahezu unverändert aus dem Handel. Im Vorfeld der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls am Abend hielten sich die Anleger lieber bedeckt. Für die Commerzbank ging es dagegen kräftig abwärts.

Anleger gespannt vor Fed-Protokollen

Video: Anleger gespannt vor Fed-Protokollen

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FrankfurtDie Aktienanleger haben sich am Mittwoch kaum aus der Deckung gewagt. Der Dax schloss auf dem Niveau vom Vortag bei 9660 Punkten. Der EuroStoxx50 legte um 0,1 Prozent zu. Für Unsicherheit sorgte vor allem die künftige US-Geldpolitik. Nachdem zuletzt einige Daten enttäuscht hatten, häuften sich die Zweifel am Zeitplan der US-Notenbank für die Drosselung der Geldflut, erklärten Händler. Dies belastete zeitweise den Dollar.

„In den vergangenen drei Wochen sind die US-Daten relativ regelmäßig hinter den Erwartungen zurückgeblieben", sagte Simon Smith, Chef-Analyst des Brokerhauses FxPro. Es sei daher alles andere als ausgemacht, dass die Fed den Geldhahn im gleichen Tempo wie bisher zudrehen werde. Die Notenbank hatte das Volumen ihrer monatlichen Wertpapierkäufe im Januar und Februar um jeweils zehn auf nunmehr 65 Milliarden Dollar verringert

Die Immobiliendaten fielen schlechter als erwartet aus, was Analysten auf die heftigen Winterstürme in den USA zurückführten. Besondere Aufmerksamkeit dürfte nun die nach Handelsschluss in Europa anstehende Veröffentlichung des FOMC Protokolls auf sich ziehen. „Von diesem erhoffen sich die Marktteilnehmer weitere Aufschlüsse über die Geldpolitik der US-Notenbank und das Tempo, mit der die Fed ihre Wertpapierkäufe zurückfahren möchte", erklärte LBBW-Investmentanalyst Ralph Herre.


Am Rentenmarkt warfen Anleger wegen der Kämpfe zwischen Sicherheitskräften und Regierungsgegnern ukrainische Anleihen aus ihren Depots. Der Kurs der auf Dollar lautenden Staatspapiere mit einer Laufzeit bis 2023 fiel auf ein Rekordtief von 78,75 Punkten. Die wachsende Nervosität der Investoren verteuerte auch die Absicherung von Krediten. Dem Datenanbieter Markit zufolge erreichten sie den höchsten Stand seit Dezember 2009.

Der Kursverfall der Landeswährung Hryvnia zum Dollar setzte sich fort. Die politischen Unruhen in Kiew hielten die Investoren auch an den europäischen Aktienmärkten etwas zurück, erklärten Händler. Dies zeige, dass die Risiken weiter hoch blieben.

Kommentare (38)

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Optimalist

19.02.2014, 07:45 Uhr

"Der Dax kommt nicht von der Stelle"

So richtig überraschend ist das nicht. Man kann sich das mal über den Daumen gepeilt ohne komplizierte Modelle überlegen:

Wer heute bei 9650 Punkten einsteigt und mit einer überschlagsmäßigen Rendite von 7% rechnet, muss darauf hoffen, dass sich bei 10320 Punkten noch viele Käufer finden, die - bei gleicher Kalkulation - auf einen Anstieg auf rund 11000 Punkten spekulieren. Ist das realistisch?

Wie sollen denn diese Gewinne im Dax im Laufe des Jahres entstehen, die den Einstieg auf diesem Niveau im großen Stil rechtfertigen könnten? Welcher Trottel nimmt denn aufgrund dieser Kalkulation denn noch hohe Kredite auf um angesichts offensichtlich lukrativerer und sicherer Alternativen hier mitzugehen?

alexfiftyfour

19.02.2014, 07:59 Uhr

Ja, das ist realistisch. So haben die Anleger auch bei 6000,7000,8000 und 9000 gedacht, alles Trottel,aber erfolgreiche.

Handkaes_mit_Musik

19.02.2014, 08:05 Uhr

Sie versuchen etwas Irrationales logisch zu erklären. In einer anderen Meldung steht heute "Griechenland ist bankrott". Normalerweise müsste solch eine Meldung auf Grund des damit verbundenen Schadens für private Investoren für einen mittelschweren Kursrutsch sorgen.

Es gibt zudem Anleger, die "müssen" investieren, egal wie hoch der Dax steht - Investmentfonds (dürfen i.d.R. max. 10% Cash halten), Pensionsfonds/-kassen, Versicherungen (um die Mindestverzinsung zu erzielen) etc.

Dax 10.000 ist für mich nur eine Marke, die früher oder später fallen wird. So wie die 10.000 und irgendwann mal die 20.000 im Dow.

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