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24.08.2011

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax arbeitet sich nach oben

Bis zum Nachmittag herrschte gähnende Langeweile. Der Dax kam nicht von der Stelle. Nach Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten erlebte der Dax dann einen Höhenflug - und hielt sich weit oben.

Börsenhändler im Handelssaal der Wertpapierbörse in Frankfurt. dpa

Börsenhändler im Handelssaal der Wertpapierbörse in Frankfurt.

Ein wechselhafter Tag an der Börse: Der Dax startete am Morgen schwach. Die Herabstufung Japans durch die Ratingagentur Moody's belastete hierzulande den Leitindex zu Handelsbeginn. Gegen 10.00 Uhr kam dann noch der schwache Ifo-Geschäftsklimaindex hinzu. Der deutsche Leitindex stieg unbeirrt von den schlechten Meldung etwa ein Prozent ins Plus. Auf dieser Marke verharrte er dann bis zur Eröffnung der US-Börsen. Innerhalb kürzester Zeit verdoppelte der Leitindex dann seinen Gewinn und notierte in der Spitze fast vier Prozent fester. Grund für den plötzlichen Schwung nach oben waren überraschend positiv ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA. Die Auftragseingänge für langlebige Güter waren im Juli um vier statt der erwarteten zwei Prozent gestiegen. Zwar zerstreue dies noch nicht die Rezessionsängste, doch sei es immerhin mal ein positives Signal, erklärte ein Börsianer.

Gegen Handelsschluss gab der Dax dann etwas von seinen Gewinnen ab, beendete aber mit 2,7 Prozent im Plus auf 5.681 Punkte immer noch mit kräftigen Gewinnen den heutigen Handelstag.

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In der zweiten Reihe der Indizes fielen ebenfalls deutliche Gewinne an: Der MDax lag mit 3,1 Prozent auf 8.741 Punkten im Plus und der TecDax notierte 2,4 Prozent auf 718 Zähler fester.

Die US-Börsen konnten von den positiven Konjunkturdaten zunächst nicht profitieren: Alle drei wichtigen Indizes verzeichneten zur Handelseröffnung Verluste. Später erholten sie sich aber. Der Dow Jones konnte 0,1 Prozent auf 11.179 Punkte zulegen, der S&P-500 lag mit 0,1 Prozent auf 1.163 Zähler im Plus und der Nasdaq-100 gewann 0,7 Prozent auf 2.115 Punkte.

Dass dieser Kurssprung nicht nur kurzfristig sein muss, beweist eine Studie von Cognitrend und der Deutschen Börse. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung hervorgeht, ist die Zahl der Optimisten im Vergleich zur Vorwoche um elf Prozentpunkte auf 54 Prozent gestiegen. Entsprechend schrumpfte die Zahl der Pessimisten um elf Prozentpunkte auf 22 Prozent. Das Lager der neutral gestimmten Anleger verharrte bei 24 Prozent. Laut Cognitrend-Analystin Christin Stock halten auch die mittelfristig orientierten Anleger die Korrektur für übertrieben. „Ihr Optimismus steigt wieder - auf den dritthöchsten Stand dieses Jahres“, fügte sie hinzu.

Der Tag an den Märkten (Stand 11:00 Uhr)

Dax

+ 0,6 Prozent

Euro-Stoxx 50

+ 0,7 Prozent

Dow Jones

+ 0,3 Prozent (20.10.)

Nikkei

+ 1,7 Prozent

CSI 300 (China)

- 0,3 Prozent (30.09.)

Euro

1,3774 Dollar (+ 0,01 Prozent)

Öl (Brent Barrel)

110,47 Dollar (- 0,3 Prozent)

Gold

1.621 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Auf dem deutschen Handelsparkett waren heute überwiegend Gewinner vorzufinden. Deutsche Börse-Aktien zeigten sich dabei besonders stark. Sie waren mit plus 5,6 Prozent auf 39,40 Euro Spitze im Dax am heutigen Tag. Begründet wurde dies mit einer Gegenbewegung, nachdem die Titel des Frankfurter Marktbetreibers am Vortag als Abstiegskandidat aus dem EuroStoxx 50 genannt worden und als schwächster Dax-Wert um 2,6 Prozent abgerutscht waren.

An den vorderen Plätzen zeigten sich auch die Automobilhersteller. Volkswagen, BMW und Daimler beendeten den Handelstag mit Zuschlägen zwischen 4,3 und 5,2 Prozent.

Zu den wenigen Verlieren gehörten bis zum Nachmittag die Deutsche Bank, Fresenius Med.Care und Beiersdorf. Nach Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten wurde dann der Gesamtmarkt zunehmend freundlicher und die Anzahl der Verliererwerte reduzierte sich. Nach Handelsschluss notierten lediglich die Anteilsscheine von Fresenius Med. Care mit 2,1 Prozent auf 46,85 Euro in der Verlustzone.

Im MDax gaben die Papiere von Deutsche Euroshop am Morgen nach. Die Aktien sanken nach einer am Vorabend gesenkte Zielspanne für die branchenwichtige Kennziffer FFO (Funds From Operations) und waren zeitweise einziger Verlierer im MDax. Grund dafür war ein Steuerrechtsurteil. Am Nachmittag konnten sich die Papiere dann aber erholen und zu Handelsschluss notierten sie mit 1,4 Prozent im Plus auf 27,03 Euro unter den Gewinnerwerten.

Kommentare (74)

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Account gelöscht!

24.08.2011, 07:39 Uhr

wenn der s&p-future so weiter fällt, schaffen wir das gap-close noch vor 900h...

Account gelöscht!

24.08.2011, 07:41 Uhr

schwache Eröffnung im Verglaeich zum XDax Abendverlauf. Dax Future=5569 L&S sagt 5559. Direkter Weg zum Vortagesschluss, dann Stabilisierung

donolli

24.08.2011, 07:59 Uhr

ist ja gestern abend noch gut gelaufen der long! ich würde short öffnen und ab Mittag wieder long sein. Wie gesagt Freitag spricht Bernake. Schon Gestern wurden erste größere shortpositionen glatt gestellt. Bei einem unsichern Markt treibt das die Kurse! Schwachsinn wenn ich wieder lese, "ist das die Wende??" Totaldeppen!!

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