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05.09.2013

17:40 Uhr

Börse Frankfurt

Dax beendet Berg- und Talfahrt im Plus

Die EZB hält die Zinsen weiter niedrig. Gleichzeitig droht in den USA ein baldiges Ende der Geldschwemme. Dax-Anleger zeigten sich heute daher erleichtert und besorgt zugleich. Größter Gewinner waren die Autowerte.

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FrankfurtErmutigende US-Konjunkturdaten und die Aussicht auf längerfristig niedrige Zinsen in der Euro-Zone haben die europäischen Börsen am Donnerstag gestützt. Enttäuschende EZB-Aussagen zur europäischen Konjunktur und die Angst vor einem baldigen Ende der Geldschwemme in den USA verhinderten allerdings größere Kursgewinne. Der Dax notierte am Ende 0,48 Prozent bei 8234 Punkte im Plus.

EZB-Chef Mario Draghi hatte in einer Pressekonferenz bekräftigt, dass die Zinsen "für einen längeren Zeitraum auf dem jetzigen oder niedrigeren Niveau bleiben werden." Als Reaktion darauf fiel der Euro auf 1,3120 Dollar, nach 1,3206 Dollar zum New Yorker Vortagesschluss.

In ihrer Beurteilung der europäischen Konjunkturaussichten bleibt die Europäische Zentralbank (EZB) vorsichtig: Im laufenden Jahr rechnen die Experten zwar nur noch mit einem 0,4-prozentigen Rückgang (zuvor: minus 0,6 Prozent) der Wirtschaftskraft, für 2014 nahmen sie aber ihre Wachstumsvorhersage auf plus eins von plus 1,1 Prozent zurück.

Besser läuft es dagegen in den USA: Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fielen mit 323.000 (Prognose: 330.000) geringer aus als von Analysten erwartet. Gleichzeitig stieg die Produktivität im zweiten Quartal auf 2,3 Prozent. Hier hatten Experten lediglich mit einem Plus von 1,5 Prozent gerechnet. Die Zahlen untermauerten einem Börsianer zufolge den Trend einer kontinuierlichen Erholung der US-Konjunktur. Damit bestehe weiterhin die Möglichkeit, dass die US-Notenbank Fed bereits im September die geldpolitischen Zügel anziehe.

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Zweistellig raste im August so manch eine Aktie nach unten – darunter auch Werte, die zuvor den Anlegern viel Freude machten. Selbst bei verschiedenen Top-Aktien des Monats haben Analysten einiges zu bemängeln.

Bislang kauft die US-Notenbank zur Ankurbelung der Konjunktur monatlich Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Volumen von 85 Milliarden Dollar auf. Fed-Chef Ben Bernanke hatte angekündigt, den Geldhahn ab Jahresende allmählich zuzudrehen, sofern sich die US-Konjunktur weiter erholt. Seither wird an den Finanzmärkten heiß darüber diskutiert, ab wann und wie stark die Notenbank ihre Käufe drosselt.

Vor diesem Hintergrund trennten sich einige Anleger von ihren US-Staatsanleihen. Daraufhin stieg die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Papiere auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 2,958 Prozent. Auch Bundestitel standen auf den Verkaufslisten. Die Rendite der deutschen zehnjährigen lag mit 2,024 Prozent so hoch wie zuletzt im März 2012. Im Gegenzug fiel der Bund-Future auf ein Zwölf-Monats-Tief von 138,75 Punkten.

Kommentare (55)

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Born_to_be_a_Trader

05.09.2013, 08:24 Uhr

Spricht einiges für einen etwas turbulenten Tag heute. Draghi & Zahlen dürften für (kurzzeitiges) Plus sorgen, Syrien wieder für ein dickes Minus.

Wieso wird hier eigentlich nirgendwo erwähnt, dass der US-Senat bereits gestern Abend dem Militäreinsatz zugestimmt hat und die wichtigsten Vertreter des Kongresses ebenfalls schon Ihr "ok" über die Presse gegeben haben?

Birdi

05.09.2013, 08:44 Uhr

Heute geht es wieder auf 8300. Notenbank sorgt dafür und die Finanzwerte sollten eigentlich stärker im Plus sein als die Autowerte.

Android

05.09.2013, 09:21 Uhr

der Rückfall auf die 8100 sollte heute definitiv drin sein. Syrien schwebt über allem.

Guter Tag seine Shortpositionen auszubauen.

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