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28.08.2015

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax beendet Chaos-Woche versöhnlich

Mit moderaten Minus kurvte der Dax durch den Freitag. Nach dem schwindelerregenden Handel der vergangenen Tage herrschte heute Zurückhaltung, die sich im Späthandel aber lockerte. Am Ende bleibt ein gutes Wochenplus.

Trotz Börsencrash: Dax steuert auf Wochenplus zu

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Frankfurt Europas Börsen haben einen versöhnlichen Wochenausklang gefunden. Nach dem heftigen Auf und Ab der vergangenen Tage musste der Dax seine gestern eingeschlagene Erholung zwar unterbrechen. Doch mit 1,4 Prozent blieb das doch überraschende Wochenplus komfortabel. Weder solide Konjunkturdaten, noch Entspannungssignale aus den fernöstlichen Börsen vermochten es indes am Freitag, die Anleger im großen Stil aufs Parkett zu locken. Den Börsianern war ihre Kraftlosigkeit nach fünf aufgeregten Handelstagen deutlich anzusehen. Kurs vor Wochenschluss konnten sich die Kurse aber fangen. Am Ende ging der Dax mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent bei 10.298 Zählern ins wohlverdiente Wochenende.

Trotz einiger Tiefen im Freitagshandel fiel die Wochenbilanz weiter positiv aus. Das könnte den einen oder anderen Anleger überraschen, vermittelten die vergangenen fünf Tage mit ihren zeitweise fast historischen Ausbrüchen, doch ein anderes Bild des Geschehens. Inzwischen konnte sich der abrupt einsetzende Konjunkturpessimismus, der in schwachen Indikatoren aus China seinen Ursprung gefunden hatte, aber abschwächen. Freilich, die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Die Erholung bleibt fragil, denn die Sorgen um das globale Wachstum, vor allem in den Schwellenländern, bestehen weiterhin. „Der Frieden ist trügerisch und kann schnell wieder vorbei sein“, schrieb etwa Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin „Index-Radar“ in einem Marktkommentar. Erst wenn die Fundamentaldaten aus dem Reich der Mitte wieder einen Aufwärtstrend vorgeben, werden sich die Anleger nachhaltig beruhigen.

Doch zum Wochenausklang standen keine neuen Zahlen aus Peking an. Einzige Daten aus Fernost zum Verarbeiten waren die Börsenkurse. Und die konnten überzeugen. Nachdem Chinas Regierung weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Wertpapierturbulenzen abgesegnet hatte – unter anderem die Ausstattung der Stabilitätsbehörde mit weiteren Geldern, um die Wertpapierpreise zu stützen und die Erlaubnis des Markteinstiegs für chinesische Pensionsfonds –, schritt die Erholung raschen Schrittes voran. In Shanghai notierte der Leitindex Composite 4,9 Prozent fester. Auch in Japan kehrten die Anleger aufs Parkett zurück. Der Der Nikkei stieg um knapp drei Prozent auf 19.136 Zähler.

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In Europa sorgte das aber nicht für Freudensprünge. Die zweite Frankfurter Reihe trat weitestgehend auf der Stelle. Der Dax schloss 0,2 Prozent leichter bei 19.623 Punkten, der TexDax gab minimal nach – ein Minus von 0, 1 Prozent bedeuteten 1691 Zähler. Der Leitindex der europäischen Währungsunion, der Euro-Stoxx-50, konnte sich wie die anderen Kurse in Europa, auch die Frankfurter, im Späthandel fangen und beendete den Handel letztlich 0,1 Prozent niedriger bei 3277 Stellen.

Für ein weitere Zukäufe konnten auch soliden Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum nicht haften. Trotz der Turbulenzen in China legte Geschäftsklima-Barometer für die Stimmung in den Chefetagen überraschend um 0,2 auf 104,2 Punkte zu, wie die EU-Kommission am Vormittag mitteilte. Ökonomen hatten mit einem leichten Rückgang auf 103,8 Zähler gerechnet. Seine Spuren hinterließ das chinesische Beben aber in der exportabhängigen Industrie, die sich gegen den Trend eintrübte. Darüber hinaus erfolgte aus Brüssel die Bestätigung der griechischen Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal. Das Bruttosozialprodukt hatte sehr überraschende 0,9 Prozent betragen. Viel Beachtung fand die Zahl aber nicht.

Kommentare (2)

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Herr walter rehm

28.08.2015, 09:11 Uhr

Geht weiter wie immer, vor Xetrastart gab es Tiefskurse im Dax und jetzt wird wieder hochgezogen
schnelles Geld die Programme laufen. Gestern nach Xetraschluss noch einmal das Tagestief
erreicht und innerhalb von 30 Minuten wieder hoch, die Derivate waren schon das 2. Mal wertlos
und nun sind sie wieder 1,50 Euro wert. Irre was hier passiert. Das ist Börse, ist das wirklich Börse?

Herr Dr. Walter Benedikter

28.08.2015, 10:36 Uhr

Das ich nicht lache ... Gewinnmitnahmen .... nicht bei DAX 12400 sondern DAX 10300 und angefuehrt von Werten die am meisten gelitten haben ...

Persoenlich denke ich es zeugt von gutem Gespuer, jetzt zu verkaufen, denn die guten Daten, die die US Kurse gestern getrieben haben werden m.E. heute der Grund fuer 'Gewinnmitnahmen' sein.

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