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19.04.2016

18:16 Uhr

Börse Frankfurt

Dax beendet den Tag mit höchstem Schlusskurs des Jahres

Der Dax ist in Bestform – die guten Konjunkturdaten und die steigenden Ölpreise schieben die Aktienpreise wieder nach oben. Der Leitindex schließt mit mehr als zwei Prozent im Plus. Und die Anleger hoffen auf mehr.

Börse am Abend

10.349 Punkte: Der beste Börsenwert in diesem Jahr

Börse am Abend: 10.349 Punkte: Der beste Börsenwert in diesem Jahr

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Die guten Konjunkturdaten und der stabile Ölpreis haben den um 2,27 Prozent auf 10.349,59 Punkte geschossen. Damit schloss er so hoch wie noch nie in diesem Jahr. Anfang Januar waren die Anleger wegen des Verfalls der Ölpreise in Scharen aus den Aktienmärkten geflohen. Charttechnische Kaufsignale lockten nun aber Käufer zusätzlich an den deutschen Aktienmarkt. Der EuroStoxx50 legte um 1,6 Prozent zu.

Auch an der Wall Street zogen die Kurse an: Zum europäischen Handelsschluss notierten der Dow-Jones und der S&P500 je 0,3 Prozent höher, nachdem sie zuvor mehrmonatige Höchststände markiert hatten.

„Die Stimmung an den Kapitalmärkten hat sich in der vergangenen Woche weiter aufgehellt“, schrieb Martin Lück, Leiter Kapitalmarktstrategie für Deutschland, Österreich und Osteuropa bei BlackRock in der Quartalsanalyse. Derzeit herrsche eine Gemengelage aus bescheideneren Erwartungen und der um sich greifenden Erkenntnis, dass das Ende der Welt nicht unmittelbar drohe. Laut Andreas Paciorek von CMC Markets waren die Prognosen für die Unternehmensentwicklung im ersten Quartal wohl etwas zu pessimistisch. Die bessere Stimmung spiegelte sich in der Umfrage des ZEW-Instituts unter Analysten und Anlegern wider, die besser als erwartet ausfiel.

Die wertvollsten Aktiengesellschaften der Welt

Platz 10

Wells Fargo

Börsenwert: 252 Milliarden Dollar

Alle Daten: Stand 2. Februar 2016

Platz 9

General Electric

Börsenwert: 286 Milliarden Dollar

Platz 8

Amazon

Börsenwert: 269 Milliarden Dollar

Platz 7

Johnson & Johnson

Börsenwert: 286 Milliarden Dollar

Platz 26

ThyssenKrupp

Gewichtung: 0,98 Prozent

Platz 5

Berkshire Hathaway

Börsenwert: 314 Milliarden Dollar

Platz 4

Facebook

Börsenwert: 326 Milliarden Dollar

Platz 3

Microsoft

Börsenwert: 428 Milliarden Dollar

Platz 2

Apple

Börsenwert: 530 Milliarden Dollar

Platz 1

Am 2. Februar 2016 löst der Suchmaschinenbetreiber Alphabet/Google den Smartphone-Hersteller Apple als wertvollste Firma der Welt ab.

Börsenwert: etwa 542 Milliarden Dollar.

Alle Daten: Stand 2. Februar 2016

Auch die Stabilisierung der Ölpreise beruhigte die Nerven der Anleger. Nach dem Scheitern der Verhandlungen am Wochenende zur Deckelung der Ölförderung setzten viele Börsianer nun auf einen neuen Anlauf im Sommer. Zudem löste ein Streik kuwaitischer Ölarbeiter Spekulationen auf Exportausfälle aus . Dies stützte die Ölpreise: Brent aus der Nordsee verteuerte sich um drei Prozent auf 44,24 Dollar je Barrel (159 Liter).

Noch im Januar hatte die an den Finanzmärkten als richtungsweisend geltende Sorte ein Zwölf-Jahres-Tief von 27,10 Dollar erreicht. Viele Börsianer hatten einen Dominoeffekt befürchtet, dass mit dem Preisverfall die ganze Branche unter Druck geraten könnte und damit auch die Banken als Kreditgeber in die Bredouille geraten könnten. „Diese Ängste sind nun in den Hintergrund getreten“, sagte ein Händler.

Für Kauflaune sorgten auch einige europäische Unternehmen - vor allem aus Frankreich. So steigerte L'Oreal seinen Umsatz unerwartet stark und äußerte sich zuversichtlich für das Gesamtjahr. Mit einem Plus von fünf Prozent führen die Titel der französischen Kosmetikfirma die Favoritenliste im EuroStoxx50 an. Die deutschen Konkurrenten Beiersdorf und Henkel zogen um je etwa 3,5 Prozent an, womit sie im Dax zu den größten Gewinnern zählten.

Ebenfalls oben im EuroStoxx50 standen Danone. Das brummende Geschäft mit Babynahrung in Asien und hohe Nachfrage nach Milchprodukten in Nordamerika hatten den Umsatz des französischen Lebensmittelkonzerns überraschend stark angeschoben. Danone legten um 3,5 Prozent zu.

In New York standen IBM hingegen auf den Verkaufszetteln. Der weltweit größte IT-Dienstleister hatte das 16. Quartal in Folge einen Umsatzschwund ausgewiesen. Die Aktien fielen um 5,6 Prozent. Die Aktien Netflix verbilligten sich sogar um mehr als zehn Prozent, nachdem die Online-Videothek mit ihren Prognosen enttäuscht hatte.

Die Börsenturbulenzen vom Jahresbeginn sorgten auch bei Goldman Sachs für lange Gesichter: Die US-Investmentbank hatte im ersten Quartal weniger verdient und auch im wichtigen Handel mit Anleihen, Rohstoffen und Devisen weniger eingenommen. Die Aktien stiegen dennoch um 2,1 Prozent. "Die Anleger sind froh, dass es nicht schlimmer kam", sagte ein Händler.

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