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22.07.2014

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Dax beendet dreitägige Verlustserie

Die Dax-Anleger atmen durch. Nach seiner dreitägigen Talfahrt schließt der Dax wieder im positiven Bereich. Begünstigt wurde der Erholungskurs von der Hoffnung auf eine Deeskalation in der Ukraine und starken US-Börsen.

Börse am Abend

Deutlich über 9 700 Punkte - Dax legt 1,3 Prozent zu

Börse am Abend: Deutlich über 9 700 Punkte - Dax legt 1,3 Prozent zu

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FrankfurtNach drei verlustreichen Handelstagen konnte der Dax am Dienstag wieder zulegen. Getrieben von Hoffnungen rund um den Ukraine-Konflikt und starken US-Börsen schloss der Dax 1,3 Prozent fester auf 9734 Punkten. In der zweiten Reihe ging der MDax mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 16.370 Punkten aus dem Handel. Der TecDax beendete den Tag satte 1,7 Prozent fester auf 1261 Zählern.

Trotz der weiterhin ungeklärten Schuldfrage hinsichtlich des Abschusses der malaysischen Passagiermaschine in der Ost-Ukraine, nutzten heute viele Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in die Börsen. Bereits am Morgen machten sich positive Tendenzen beim Dax bemerkbar. Ausgelöst wurde diese Gegenbewegung von Hoffnungen auf eine Entspannung der Krise in der Ost-Ukraine. „Kooperative Schritte der pro-russischen Rebellen dämpfen die Furcht vor einem Rückfall der Ost-West-Beziehungen in die Ära des Kalten Krieges“, schrieb Aktienhändler Jonathan Sudaria vom Brokerhaus Capital Spreads in einer Studie nach der Übergabe der Flugschreibers an malaysische Sicherheitsbehörden durch russische Separatisten.

Fünf Tage nach dem Flugzeugabsturz in der umkämpften Ostukraine haben die prorussischen Separatisten zudem die Leichen der Opfer freigegeben. Parallel zu den Beratungen der EU-Außenminister über weitere Strafmaßnahmen gegen Russland signalisierte dessen Präsident Wladimir Putin zudem ein teilweises Einlenken auf Forderungen des Westens.

Als weiterer Kurstreiber erwiesen sich die USA. Auch in Übersee hofft man auch eine Deeskalation im Ukraine-Konflikt. Darüber hinaus treiben größtenteils überzeugende Quartalszahlen die Wall Street an. Nach Frankfurter Börsenschluss lag der Dow Jones 0,5 Prozent im Plus auf 17.127 Punkte. Der S&P-500 legte 0,6 Prozent zu, der Nasdaq 0,7 Prozent.

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„Nach dem anfänglichen Schock über die Eskalation in den Konfliktherden Ukraine und Israel, scheint sich der Fokus der Marktteilnehmer in Übersee wieder auf US-Unternehmensergebnisse zu richten“, kommentierte Andreas Paciorek, Marktanalyst-CMC Markets, das Marktgeschehen.

Die US-Inflationsdaten fielen wie erwartet aus und änderten laut Börsianern nichts an den zinspolitischen Spekulationen. Der Druck auf die US-Notenbank Fed, verstärkt über eine Zinswende nachzudenken, werde sich in Grenzen halten. Dennoch blieb der Euro unter Druck: Die Gemeinschaftswährung rutschte um 0,4 Prozent auf 1,3469 Dollar ab und notierte damit so niedrig wie seit November nicht mehr.

Kommentare (41)

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Schwarzer Drache

22.07.2014, 07:45 Uhr

"Heute dürften beim Treffen der EU-Außenminister neue Sanktionen gegen Russland auf der Tagesordnung stehen."

Heute gibt's noch mal einen letzten moderaten Warnschuss. Zum einen liegt es daran, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind und zum anderen daran, dass die Aussenministerrunde nicht das hohe Gremium sind, indem über schärfere Sanktionen entschieden wird.

Sergio Puntila

22.07.2014, 08:09 Uhr

Wärmt das Feuerchen eigtl.?
Beim immer nochmal einen Scheit nachlegen scheinen Sie ja ganz vorne stehen zu wollen.

Schwarzer Drache

22.07.2014, 08:37 Uhr

"Beim immer nochmal einen Scheit nachlegen scheinen Sie ja ganz vorne stehen zu wollen."

Von wollen kann gar keine Rede sein... es tut mir ja auch leid, dass sich Putin in der Wahl seiner Ziele und Mittel sich so weit von rechstaatilichen und menschlichen Standards entfernt hat. Er ist eben mehr Kalter-Kriegs-Geheimdienstler als verantwortungsvoller Staatsmann und konstruktiver Anführer. Wie kann man nur so kläglich strategisch versagen wie Putin. Ein guter Stratege und Politiker hätte aus dem mit Rohstoffen und sonstigem Potizial gesegneten Russland blühende Landschaften erschaffen können. Ein Aufstieg wie in China wäre drin gewesen. Statt dessen richtet stürzt er Russland in die Autokratie... man könnte fast Mitleid haben.

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