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04.11.2013

18:11 Uhr

Börse Frankfurt

Dax beendet Handel mit neuem Schlussrekord

Der deutsche Leitindex geht zu Wochenstart mit einem Schlusskursrekord aus dem Handel. Die Anleger wetteten unverdrossen auf eine Senkung der Leitzinsen in der Euro-Zone. Gewinner des Tages: Die Aktien von K+S.

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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat die neue Woche mit freundlicher Tendenz begonnen. Der Dax schloss um 0,3 Prozent fester bei 9037 Punkten. Das ist ein neuer Schlussrekord. In der Vorwoche hatte der Leitindex bereits um 0,3 Prozent zugelegt und bei 9070 Punkten ein Allzeithoch erreicht. erreicht.

Der MDax gewann am Montag 0,6 Prozent auf 16.097 Punkte und verbuchte damit auf Schlusskursbasis ebenfalls ein Rekordhoch. Im Verlauf erreichte er ein Allzeithoch von 16.117 Zählern. Der TecDax stieg um 0,3 Prozent auf 1139 Punkte, was dem höchsten Stand seit mehr als elf Jahren entspricht. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, stieg um 0,3 Prozent auf 3060 Punkte.

„Eigentlich halten das alle für sehr unwahrscheinlich, dass die EZB schon in dieser Woche an der Zinsschraube drehen wird“, kommentierte ein Händler. Doch sei nicht auszuschließen, dass die Notenbanker angesichts der niedrigen Inflation im Währungsraum eine Zinssenkung zumindest signalisieren werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) entscheidet am Donnerstag über den Leitzins, der bei rekordniedrigen 0,5 Prozent liegt.

Die Meilensteine des Dax

1. Juli 1988

Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

5. April 1991

In Frankfurt geht das „Interbank Informations System” - kurz Ibis genannt und eine Art Vorläufer des Xetra-Systems - an den Start.

19. Januar 1996

Die Börse führt den MDax ein, dem zunächst 70 mittelgroße Unternehmen angehören. Im März 2003 wird der MDax auf 50 Unternehmen verkleinert.

18. November 1996

Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.

10. März 1997

Start des Neuen Marktes. Nach einer Reihe von Skandalen wird das Segment am 21. März 2003 wieder abgeschafft. Am 24. März 2003 wird als inoffizieller Nachfolger der TecDax eingeführt, dem 30 Tech-Aktien angehören.

28. November 1997

Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für „Exchange Electronic Trading” - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an. Zunächst werden 109 Aktien auf Xetra gehandelt. Später öffnet die Börse Xetra für alle deutschen sowie für europäische und US-Aktien.

7. März 2000

Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht. Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Danach beginnt beim Dax eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2000

Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2003

Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.

1. Juni 2007

Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.

13. Juli 2007

Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab. 2009 beschleunigt der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate die Talfahrt des Dax.

21. Januar 2008

Der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate leitet die Talfahrt des Dax ein. Am 21. Januar fällt der Index um mehr als 500 Zähler oder sieben Prozent auf 6790 Punkte.

9. März 2009

Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: Mit 3588 Punkten erreicht der Dax zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es bergauf. Am 25. Oktober schafft der Dax zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

22. Mai 2013

Der Mai wurde für den Dax der Monat der Rekorde. Nachdem der Dax ein Rekordhoch nach dem anderen knackt, liegt das neue Allzeithoch bei 8.558 Punkten.

25. Oktober 2013

Der Dax schafft zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

7. November 2013

Neuer Rekord: Der Dax steigt zwischenzeitlich auf ein Allzeithoch von 9193 Punkten, gab bis zum Handelsende aber einen Teil der Gewinne wieder ab. Zum Börsenschluss reichte es für 9081 Punkten. Die Anleger feierten die überraschende Senkung des Leitzinses durch die EZB auf 0,25 Prozent.

25. November 2013

Der Dax beginnt die neue Handelswoche mit einer Rekordjagd. Schon in den ersten Minuten springt der Index über das alte Rekordhoch von 9254 Punkten und pendelt bereits vormittags an der Marke von 9300 Punkten.

2. Dezember 2013

Trotz eines ruhigen Präsenzhandels konnte der Dax an diesem Montag eine neue Bestmarke setzen: Er stieg am Vormittag bis auf 9424,83 Punkte.

30. Dezember 2013

Der Dax beendet seine Jahresendrally knapp über der Marke von 9500 Punkten.

4. Februar 2014

Der Dax startet stark ins neue Jahr und erreicht am 17. Januar mit 9789 Punkten abermals ein Rekordhoch. Börsianer hoffen, dass der Index nun über die 10000-Punkte-Markte springt und werden enttäuscht: Gegen Monatsende geht dem Dax die Puste. Am 31. Januar schließt er bei 9349 Punkten und läutet den Februar mit fallenden Kursen ein.

Im Oktober waren die Preise im Euro-Raum nur noch um 0,7 Prozent gestiegen - deutlich geringer als noch im September mit 1,1 Prozent. Das hatte viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Vor allem der Euro geriet unter Druck und verlor in nur drei Handelstagen bis zu vier US-Cents. Zu Wochenbeginn fiel die Gemeinschaftswährung zeitweise auf ein Sieben-Wochen-Tief von 1,3441 Dollar, erholte sich bis zum Abend aber wieder auf 1,3520 Dollar.

Die meisten Analysten halten einen Zinsschritt schon am Donnerstag für verfrüht, schließen ihn für die nächsten Monate aber nicht aus. "Wir können uns aber gut vorstellen, dass es zu einer verbalen Ankündigung für eine Senkung im Dezember oder Januar kommt", erläuterten die Analysten der Metzler Bank in Frankfurt.

Kommentare (37)

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Programmierer

04.11.2013, 08:28 Uhr

Natürlich wird der Dax ins Plus gehievt,was auch sonst.
Die Maschinen sind weiterhin auf UP programmiert,die Anlage in Aktien ist für Pensionsfonds und große Instis alternativlos.
Alle negativen Einflüsse sind bekannt,aber solange die Notenbanken den Markt weiter fluten gibt es nur kleine Rücksetzer auf dem weiteren Weg bergauf,diese muss man nutzen,das sieht ja ein Blinder mit Krückstock.
Das Casino bleibt geöffnet und jeder darf eintreten.

Account gelöscht!

04.11.2013, 09:00 Uhr

Ein Tag wie jeder Ander.

7 % der Deutschen haben Aktien.

Der Trend wird anderswo gemacht.

Programmierer

04.11.2013, 09:12 Uhr

Quatsch, wen interessieren deutsche Anleger?
Die Umsätze werden hier an den Börsen von Ausländern gemacht,die kaufen den Dax.
Bitte mal nachlesen wieviel % des Daxes in ausländischer hand sind.
Der Trend ist hier.

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