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16.12.2011

19:14 Uhr

Börse Frankfurt

Dax beendet Hexensabbat im Minus

Der Dax kam heute nicht in die Gänge und schaukelte zwischen Minus und Plus. Die Kursturbulenzen blieben trotz Hexensabbat aus. Die Schuldenkrise verhindert bisher eine mögliche Jahresschlussrally.

Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfZum letzten Mal in diesem Jahr hieß es an der Börse Hexensabbat. Größere Ausschläge blieben jedoch am großen Verfallstag aus. Viele Investoren hätten dieses Kursniveau erwartet, sagte Aktienstratege Roger Peeters vom Bankhaus Close Brothers Seydler. Damit entfällt für diese Gruppe die Notwendigkeit, die Kurse mit größeren Käufen oder Verkäufen zum Verfall in eine günstige Richtung zu bewegen. Am Mittag liefen Futures und Optionen auf Indizes aus. Zum Xetra-Schluss waren Optionen auf einzelne Aktien an der Reihe.

„Die Anleger sind einfach nur froh, dass das Jahr vorbei ist und haben gleichzeitig Angst davor, was noch kommt“, sagte ein Händler. Auch nach Einschätzung des Aktienmarkt-Experten David Thebault von Global Equities verhindert die Schuldenkrise mit allen ihren Folgen eine Jahresendrally. „Über der Euro-Zone schwebt das Damoklesschwert einer Herabstufung durch die Ratingagenturen. Das macht es schwer, Vertrauen in die Märkte zu fassen“, betonte er.

Verlierer der Woche (HDax)

Xing AG

- 24,41 Prozent

Metro

- 23,74 Prozent

Sky Deutschland

- 18,84 Prozent

Adva AG

- 15,52 Prozent

Heidelberger Druck

- 15,43 Prozent

Leoni

- 15,02 Prozent

Wacker Chemie

- 14,86 Prozent

Boss

- 14,50 Prozent

RWE

- 13,07 Prozent

Commerzbank

- 13,01 Prozent

Die positive Eröffnung hatte auf den Dax keinerlei Wirkung. Er beendete einem impulslosen Zickzack-Handel mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 5.706 Punkten. Auf Wochensicht hat der Dax damit fünf Prozent eingebüßt. Erst kurz vor Handelsschluss ging es für den Dax abwärts, den Tag über war er nahezu unverändert. Die Dax-Kurve ist zwar ziemlich gezackt, allerdings stellt man sich nach den Kursschwankungen der letzten Monate unter "Turbulenz" etwas anderes vor.

Der Settlement-Kurs für Dax -Optionen ist am Freitag mit 5727,94 Punkten festgesetzt worden (13:00 Uhr), nach 5844,30 Zählern im Vormonat. Für MDax und TecDax lagen die Settlements am sogenannten Hexensabbat bei 8543,21 (November: 8652,63) beziehungsweise 664,45 (674,69) Stellen.

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Dass der Dax nicht zu großen Kursgewinnen ansetzte, war laut Börsianern aber auch der anhaltenden Furcht vor einer Eskalation der Schuldenkrise geschuldet. „Über der Euro-Zone schwebt das Damoklesschwert einer Herabstufung durch die Ratingagenturen. Das macht es schwer, Vertrauen in die Märkte zu fassen“, sagte David Thebault von Global Equities.

Ratingagenturen haben ihr Pulver verschossen

Die ständigen Meldungen von Herabstufungen zeigen bei Anlegern immer weniger Wirkung. Bei Androhungen bleiben viele mittlerweile kalt. Die Ratingagentur S&P hatte in der vergangenen Woche praktisch allen Ländern in der Euro-Zone und damit auch Deutschland mit einer Herabstufung gedroht. Am Dienstag wiederholte die Ratingagentur ihre Warnung: Auf der Liste für ein potenzielles Downgrade stünden inzwischen 25 staatliche Schuldner und 42 Banken aus Europa. „Inzwischen stellt sich allerdings ernsthaft die Frage, ob eine Herunterstufung überhaupt noch Auswirkungen auf die Kurse hätte - bei den Bankwerten ist diese ja sehr begrenzt“, sagte ein Händler.

Gewinner der Woche (HDax)

Solarworld

+ 18,66 Prozent

TUI

+ 7,40 Prozent

SGL Carbon

+ 5,41 Prozent

EADS

+ 4,24 Prozent

BB Biotech

+ 3,36 Prozent

Carl Zeiss Med

+ 1,99 Prozent

Merck

+ 1,94 Prozent

Morphosys

+ 1,59 Prozent

Brenntag AG

+ 0,59 Prozent

Deutsche Post

+ 0,22 Prozent

Gute Vorgaben aus Übersee

Unerwartet positive Konjunkturdaten und überraschend starke Quartalszahlen des Logistikkonzerns FedEx hatten den US-Aktienmärkten am Donnerstag Gewinne beschert. Die Wall Street beendete damit eine dreitägige Verlustserie, die vor allem von Sorgen über die Auswirkungen der Euro-Schuldenkrise auf die Weltwirtschaft geprägt waren. Zur positiven Stimmung trugen Arbeitsmarkt- und Industriedaten bei.

Der japanische Nikkei-Index hat am Freitag leichte Gewinne verzeichnet. Das Börsenbarometer legte zum Ende des Vormittagshandels 0,3 Prozent auf 8401 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index notierte kaum verändert bei 724 Punkten. Händlern zufolge verdrängten neue Zeichen der Stärke in der US-Wirtschaft etwas die Sorgen über die Euro-Schuldenkrise.

Hexensabbat: Dax-Turbulenzen bleiben aus

Video: Hexensabbat: Dax-Turbulenzen bleiben aus

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Kommt die Bankenkrise?

EZB-Ratsmitglied Yves Mersch warnte vor den Folgen einer neuen Bankenkrise und Kreditklemme in Europa. "Wir haben Angst vor einer Kreditklemme, die unsere Volkswirtschaften - inklusive der besten - wieder in eine Rezession stürzen könnte. Das werden wir nicht zulassen", sagte der luxemburgische Notenbankchef am Donnerstagabend im ZDF. Die Banken seien derzeit mit der "doppelten Last von Rekapitalisierung und Regulierung" konfrontiert. Hinzu komme die Finanztransaktionssteuer. Alle diese Belastungen könnten sich negativ auf die Kreditvergabe der Finanzinstitute auswirken.

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Kommentare (12)

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Bilanzanalyst

16.12.2011, 08:46 Uhr

Ein EZB-Vertreter warnt vor einer Bankenkrise?!

Der hat Zugriff auf Bankbilanzen und kann sie lesen und verstehen. Der Kurs Euro zum Dollar auf 1,25 ist für einige Banken definitiv nicht verkraftbar. Man darf gespannt sein, wie man dann damit umgehen wird.

Der Soffin ist ja bereits wieder auferstanden ......

Na los dann mal zur Jahresendrally. Vielleicht bis hinauf in schwindelnde Höhen von fast 5.900 ......?

Egal: Hauptsache fetzige Sprüche kloppen.

Vielleicht empfiehlt Daytrader ja etwas, was er selbst im engen Markt gerne verkaufen will .....

Account gelöscht!

16.12.2011, 08:56 Uhr

Was wird passieren, wenn Banken wanken? Man wird sie retten, wetten?

Was hat der Daytrader (DER daytrader?) empfohlen? Geht es um die Füchse?

Account gelöscht!

16.12.2011, 08:59 Uhr

Ich glaube nicht, dass wir eine Jahresschlussrally sehen werden...Die Stimmung ist immer noch zu angespannt.
Höchstens eine leichte Erholung.

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