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01.10.2012

17:58 Uhr

Börse Frankfurt

Dax beendet Talfahrt

Der Dax hat sich von seiner verlustreichen Vorwoche erholt. Laut Analysten sorgten am Montag gleich mehrere Gründe für Kauflaune bei den deutschen Anlegern. Freude bereitete vor allem Infineon seinen Aktionären.

Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfNach der Talfahrt vergangene Woche hat sich der Dax am Montag eindrucksvoll zurückgemeldet. Dank guter Nachrichten aus Europa notierte der Leitindex bei Handelsschluss 1,5 Prozent fester bei 7326 Punkten. In der vergangenen Woche hatte das Marktbarometer mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent den größten Wochenverlust seit gut vier Monaten verbucht. Und auch die zweite Reihe konnte zulegen. Der MDax schloss bei 11.132 Stellen und damit 1,4 Prozent besser, der TecDax notierte 1,2 Prozent fester bei 819 Zählern.

„Es gibt zwei Gründe für den Anstieg heute“, sagte ein Börsianer. „Zum einen startet ein neues Quartal, und da stocken Anleger üblicherweise ihre Portfolien auf. Zum anderen sieht es technisch sehr gut aus. Vor allem die Tatsache, dass die Marke von 7200 Punkten gehalten hat, hat wohl einige auf dem falschen Fuss erwischt, und die müssen jetzt nachkaufen.“ Marktanalyst Gregor Kuhn von IG Markets begründete die Gewinne zudem mit dem besser als erwartet ausgefallenen Stresstest für den spanischen Bankensektor.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:55 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Gestützt wurde die Erholungsbewegung auch durch erfreuliche Konjunkturdaten aus Europa. Die Stimmung der spanischen, italienischen, französischen und deutschen Einkaufsmanager aus der Industrie hatte sich im September überraschend etwas aufgehellt. Der entsprechende Index für die Eurozone stieg auf den höchsten Stand seit sechs Monaten. Insgesamt geht die Talfahrt der Industrie im Währungsraum jedoch mit kaum gebremster Geschwindigkeit weiter. Der Einkaufsmanagerindex stieg laut Markit-Daten zwar im September um einen Zähler auf 46,1 Punkte. Das Barometer verharrte damit aber den 14. Monat in Folge unter der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird.

Uneinig waren sich die Investoren, wie sie mit den neuesten Daten zu Chinas Industrie umgehen sollen. Der amtliche Einkaufsmanagerindex (PMI) legte im September zwar auf 49,8 Punkte zu, blieb damit aber ebenfalls unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Börsianer bezweifelten denn auch, dass sich die gute Stimmung an den Märkten hält. Die Situation in Spanien wie auch in Griechenland bleibe ein großer Sorgenfaktor, sagte ein Händler. Spanien wird nach Angaben der Regierung zwar seine Haushaltsziele für dieses Jahr erreichen. Die Lücke im Haushalt steige aber auf 7,4 Prozent des BIP, wenn die Bankenhilfen mit eingerechnet würden, sagte Finanzminister Cristobal Montoro am Samstag. Die spanische Regierung hat angekündigt, um Hilfen in Höhe von etwa 40 Milliarden Euro für den maroden Bankensektor zu bitten

Ähnlich schätzen die Experten von Barclays Research die Lage ein. Sie vertrauen zwar auf die Ankündigungen der Notenbanken zum Kauf problematischer Wertpapiere. Aber nach den jüngsten Gewinnen erwarten sie im vierten Quartal etwa bei europäischen Aktien und Unternehmensanleihen nur noch moderate Steigerungen.

Eine gewisse Vorsicht legen auch die jüngsten Daten nahe. Am Freitag wurde ein Geschäftsklimaindex für den Mittleren Westen der USA veröffentlicht. Und der schrumpfte im September zum ersten Mal seit drei Jahren. Das US-Wirtschaftswachstum für das zweite Quartal war schon am Tag zuvor drastisch gesenkt worden.

Kommentare (19)

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hinundweg

01.10.2012, 07:35 Uhr

DAX-Sturz bis Ende Oktober auf 4.300, dann Anstieg auf 5.600 um dann wieder auf 1.340 zu fallen - bis Ende 2012. Im neuen Jahr, wo alle ihre Fondsanteile gierig oder enttäuscht oder steuertechnisch verkaufen, weiterer Absturz auf 565 Punkte im DAX - nicht TDAX! Lange Rezession - März 2015 erster Anstieg nach gesamteuropäischer Revolution gegen die EU-Eurokratie.

wegundhin

01.10.2012, 07:54 Uhr

Solche Leute wie sie, glauben auch an den Maya-Kalender. Haben sie es schon mal beim Arzt versucht?

hinundweg

01.10.2012, 08:13 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

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