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11.01.2012

18:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dax beendet zähen Handelstag im Minus

Gestern Euphorie heute Skepsis. Viele Anleger mieden am Mittwoch das Risiko. Die Zurückhaltung könnten aber schon morgen viele ablegen. Denn am Donnerstag werden sich Spanien und Italien wieder am Kapitalmarkt versuchen.

Börse Frankfurt: Keine Woche ohne neue Skepsis an den Märkten. dapd

Börse Frankfurt: Keine Woche ohne neue Skepsis an den Märkten.

Düsseldorf/FrankfurtWer nicht wagt, der nicht gewinnt. Vielen Anlegern schien dieses Sprichwort heute unbekannt. Nach dem gestrigen Kursfeuerwerk, an dem der Dax 2,4 Prozent zulegen konnte, neigten die Anleger heute statt zu Anschlusskäufen zu Gewinnmitnahmen.

Der Dax bewegte sich bis zum Nachmittag tendenziell nach unten, kurz vor Börsenschluss konnte er seine Verluste ein wenig eingrenzen und beendete den heutigen Handelstag mit einem Abschlag von 0,2 Prozent auf 6.152 Punkte. Die zweite Reihe schwankte im Tagesverlauf etwas stärker als der Leitindex, schloss aber im positiven Bereich. Der MDax gewann 0,7 Prozent auf 9.455 Punkte und der TecDax verzeichnete ein Plus von 0,8 Prozent auf 713 Punkte.

Der heutige Handelstag ist in seiner Aussagekraft jedoch begrenzt, da sich der Umsatz mit 2,4 Milliarden Euro auf einem niedrigen Niveau bewegte. Zum Vergleich: Gestern lag der Umsatz bei 3,8 Milliarden Euro.

Die US-Börsen präsentierten sich nach Frankfurter Börsenschluss schwach: Dow Jones notierte 0,4 Prozent tiefer auf 12.418 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 0,2 Prozent auf 1.287 Zähler und der Nasdaq-100 stieg nur um 0,2 Prozent auf 2.371 Punkte.

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Der Grund für die Zurückhaltung der Anleger ist wieder der gleiche, wie in den Wochen zuvor: Die europäische Schuldenkrise. Ohne überraschend gute Nachrichten, Zahlen oder Prognosen gerät die Euro-Krise immer wieder in den Vordergrund und mit ihr gewinnt die Skepsis die Oberhand an den Märkten.

Die Suche nach einer Lösung der Schuldenkrise gestaltet sich indes schwierig und langwidrig. Das im Vorfeld an den Ende Januar stattfindenden EU-Gipfel geführte Gespräch zwischen Angela Merkel, Nicolas Sarkozy und Mario Monti wirkte sich kaum auf die Märkte aus. "Mit einem neuen Konzept zur schnellen Lösung der Krise ist nicht zu rechnen, wodurch sich einige Marktteilnehmer enttäuscht zeigen könnten.", sagte Helaba-Analyst Christian Schmidt.

Doch es gab auch positive Stimmen zu dem Treffen der drei Staatoberhäupter. Die Aussage Merkels, eine schnellere Einzahlung in den dauerhaften Rettungsschirm ESM durchzusetzen, sei nach Ansicht eines Händlers ein gutes Signal.

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Für die niedrigen Umsätze am Mittwoch waren unter anderem die morgen stattfindenden Bondauktionen in Spanien und Italien verantwortlich. Viele Anleger nahmen in Hinblick auf die Anleiheauktion eine defensive Haltung ein. „Wenn die Auktionen gut laufen, werden die Investoren das Thema Schuldenkrise auf Eis legen und sich auf die Bilanzsaison konzentrieren", sagte Analyst Keith Bowman vom Brokerhaus Hargreaves Lansdown. Passiert das Gegenteil, also wenn die hochverschuldeten Euro-Staaten ihre Bonds nur mit hohen Renditen loswerden, könnte das die Euro-Krise weiter anheizen.

Die beiden Staaten werden auch in Zukunft richtungweisend für den Euro und den Dax sein. Denn im Laufe des Jahres werden Italien und Spanien versuchen sich mit weiteren Staatsanleihen in Höhe von mehreren Hundert Milliarden Euro zu refinanzieren.

Angesichts der stark angespannten Lage an den Märkten geht die Mehrheit der Marktteilnehmer davon aus, dass die Europäische Zentralbank eine weitere Leitzinssenkung in anpeilt. Doch nicht nur das: Experten erwarten auch, dass die EZB in der morgigen Tagung weitere monetäre Eingriffe in Form des Rückkaufs von Staatsanleihen – als „Quantitatives Easing" bezeichnet – ankündigt.

Insgesamt sind die Prognose der Experten im Hinblick auf die möglichen Schritte der EZB jedoch verhalten. "Der ein oder andere mag da aber vielleicht doch lieber abwarten, was Mario Draghi zu sagen hat", erklärte ein Händler. Mit der Zinssenkung im November hatte der Italiener die Märkte überrascht.

Kommentare (20)

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Trader_Kommando

11.01.2012, 09:01 Uhr

Gestern hatten wir ja morgens die Angst vor einer Kettenreaktion und prompt gewann der DAX über 2 % hinzu.

Heute erwarten die Insider, die wahren Experten, die Trader des HB und ihre Jünger, einen Rückschlag.

Das lässt einen guten Tagesschluss erwarten! Prost, Ihr Witzfiguren.

Passt auf, dass Ihr Eure paar Füchse, wer auch immer die für Euch erarbeitet haben mag, nicht zerrinnen! Ich freue mich zwar täglich mit deltomane, D2R2, KeepCopflos wenn die abends wieder ihre tollen Gewinne feiern und sich gegenseitig beglückwünschen, habe aber Zweifel, ob auch nur ein einziger die Wahrheit gesagt hat.

Account gelöscht!

11.01.2012, 09:44 Uhr

@Trader_Kommando: Ihre Beobachtungen sind ein wenig unpräzise.

Ich gehe davon aus, dass Sie mit KeepCopflos mich meinen. Ich bin jedoch weder Trader, noch beglückwünsche ich abends mich oder andere.

Ob die anderen von Ihnen Genannten tolle Gewinne machen, weiss ich nicht.

Account gelöscht!

11.01.2012, 11:25 Uhr

Prost um 09:01 h? Sie haben ernste Probleme, Birne weich und Leber hart gesoffen...

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