Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2015

18:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dax behält seine Gewinne

Die neue Woche startete der Dax gleich mit einem Rekord und kletterte auf 10.293 Punkte. Die Anleger warten auf billiges Geld der Europäischen Zentralbank und fragen sich, wie die Staatsanleihenkäufe aussehen werden.

Börsenausblick auf Dienstag

Börsenausblick auf Dienstag

Die Dax-Rally ist wieder im vollen Gange und der Dax jagt zum Wochenbeginn von einem Hoch zum nächsten. Ein neues Allzeithoch hat der Index am Nachmittag bei 10.293 Punkten erklommen. Auch im Laufe des Tages gab er kaum gewinne ab und schloss 0,73 Prozent höher auf 10.242 Punkten.

Grund für die Börsen-Euphorie sind die erwarteten Staatsanleihenkäufe der EZB. Die Anleger rechnen damit dass EZB-Chef „Super“-Mario Draghi am Donnerstag den Aufkauf von Staatsanleihen - im Fachjargon „Quantitative Easing“ (QE)- ankündigen wird. Dieser soll die niedrige Teuerung im Euro-Raum künstlich anheizen und eine ruinöse Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen, nachlassendem Konsum und zurückgehenden Investitionen verhindern, was Volkswirte als Deflation bezeichnen.

Die Börsianer fragen sich inzwischen nicht mehr, ob QE kommt, sondern wie die Details der Anleihenkäufe aussehen werden. Geklärt werden muss zum Beispiel, ob die EZB alle Staatsanleihen kauft oder ob auch die Zentralbanken der Länder auf eigenes Risiko Titel erwerben. Noch unklar ist zudem, welche Bonität die Papiere haben dürften und wie groß das Volumen der Anleihenkäufe ausfallen könnte.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Die neuen Rekordkursen wurden von den Anlegern lange herbeigesehnt, entsprechend selbstgefällig und erleichtert ist die nun Stimmung unter den Anlegern. Das ergibt sich aus dem aktuellen Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine wöchentliche Umfrage unter knapp 1500 Marktteilnehmern zur Börsenstimmung. Und die Umfrage zeigt, dass aufgrund der optimistischen Jahresprognosen die meisten Anleger die nun angelaufene Rally noch ein wenig mitmachen wollen. „Zum Kaufen ist es jedoch in den Augen der Mehrheit nun zu spät“, meint Stephan Heibel vom Analysehaus Animusx, der die wöchentlichen Umfrageergebnisse interpretiert.

An der Währungfront ist unterdessen etwas Ruhe eingekehrt. Die Freigabe des Franken scheint zumindest an der Schweizer Börse zunächst verdaut: Sie hat zum Wochenstart einen Erholungskurs eingeschlagen, nachdem es im Swiss-Market-Index (SMI) seit dem überraschenden Schritt der Notenbank am vergangenen Donnerstag um insgesamt rund 14 Prozent abwärts gegangen war. Am Montagmorgen stieg der Leitindex in Zürich wieder um 3,58 Prozent auf 8182,41 Punkte.

Kommentare (66)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rocco Siffredi (Riesenarschloch)

19.01.2015, 07:25 Uhr

Nachbörslich war der Dax bereits Freitag bei 10.300.

Das wird eine historische Woche. Geldverdienen mit Ansage. Draghi wird nicht enttäuschen & wir sehen die 11.000 im Dax.

Alle Mahner & Crashpropheten müssen sich dann neue schlaue Gründe überlegen, warum der große Crash kommt.

Die 12.000 sollten locker drin sein dieses Jahr.

Herr Pom Muc

19.01.2015, 08:41 Uhr

Wir haben einen Verschuldungsgrad erreicht bei dem die Staaten keine normalen Marktzinsen mehr bezahlen können. Deshalb müssen sie sich das Geld zukünftig selbst drucken.
Die Flucht in Sachwerte setzt ein. Zumindest bei den Marktteilnehmern die den Überblick behalten.

Herr Pom Muc

19.01.2015, 08:45 Uhr

Aus diesen Sachwerten wird man zukünftig höhere Steueraufkommen ziehen müssen da die Zinsen kaum noch Steueraufkommen erbringen.
Bei Immobilien und Aktien von Kleinsparern ist dies problemlos über 1-2% Grundsteuern (Grüne) und 35% Abschlagssteuer auf Aktien (SPD) möglich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×