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01.03.2017

17:59 Uhr

Börse Frankfurt

Dax bleibt auf Rekordkurs

Wieder einmal verschafft US-Präsident Donald Trump auch der deutschen Börse Rückenwind. Das deutsche Aktienbarometer schließt so hoch wie seit zwei Jahren nicht. Vor allem Bankwerte zogen den Dax nach oben.

Börse am Abend

Neues Jahreshoch beim Dax

Börse am Abend: Neues Jahreshoch beim Dax

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FrankfurtMit einer versöhnlichen Rede vor dem US-Kongress hat Donald Trump den Anlegern auch in Europa wieder mehr Mut gemacht. Zwar blieb der US-Präsident weiter vage und verriet nicht, wie er beispielsweise seine als „phänomenal“ angekündigte Steuerreform umsetzen will. Doch waren die Anleger erleichtert, dass er mildere Töne auch etwa bei der Einwanderung anschlug.

Das genügte, um den deutschen Aktienindex auf Rekordkurs zu schicken. Der Dax schloss zwei Prozent höher als am Dienstag bei 12.067 Punkten – der höchste Schlusskurs seit zwei Jahren. Nachdem das Börsenbarometer seinen Rückschlag vom Freitag im Handelsverlauf wettgemacht hatte, nahm es nun wieder Kurs auf sein Rekordhoch von 12.390 Punkten aus dem April 2015.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax gewann ein Prozent und ging bei 23.605 Punkten aus dem Handel. Für den Technologie-Index TecDax ging es gut ein Prozent nach oben auf 1.926 Punkte. Der europäische Aktienindex Euro Stoxx 50 stieg um gut zwei Prozent auf 3.388 Punkte.

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Bei den Einzelwerten stand die Bayer-Aktie im Fokus. Knapp eineinhalb Jahre nach dem Börsengang von Covestro ist Bayer bei seiner Kunststoff-Tochter auf dem Rückzug. Binnen vier Stunden brachte der Leverkusener Chemie- und Pharma-Konzern in der Nacht zum Mittwoch 22 Millionen Covestro-Aktien bei Investoren unter und reduzierte seine Beteiligung damit auf 53,3 von 64,2 Prozent. Das spülte Bayer fast 1,5 Milliarden Euro in die Kasse, Geld, das der Konzern nach eigenen Angaben für die Tilgung von Schulden nutzen will. Für Covestro verbessern sich damit die Perspektiven auf einen Aufstieg in den Leitindex Dax. Der Konzern ist an der Börse mehr als 13 Milliarden Euro wert. Fast die Hälfte der Aktien ist nun im Streubesitz. Die Covestro-Papiere verloren wegen der Platzierung zeitweise mehr als sechs Prozent. Die Bayer-Aktie gewann mehr knapp zwei Prozent.

Bayer schlug das Aktienpaket in der Nacht zu je 66,50 Euro los, das waren 6,4 Prozent weniger als der Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch. Angesichts des Volumens der Platzierung sprach Bayer-Finanzvorstand Johannes Dietsch von einem Erfolg: Er zeige „das Vertrauen des Kapitalmarktes in das noch junge Unternehmen Covestro“. Bayer hatte die Tochter im Herbst 2015 abgespalten und an die Börse gebracht. Damals hatte Covestro noch Mühe, die Aktien an den Mann zu bringen. Letztlich wurden Papiere für 1,5 Milliarden Euro verkauft - ebensoviel, wie Bayer jetzt in einer Nacht erlöste. Der Leverkusener Konzern kann das Geld gut gebrauchen. Er muss die mehr als 60 Milliarden Euro schwere Übernahme von Monsanto finanzieren.

Organisiert worden war der Blitz-Verkauf von den Investmentbanken Deutsche Bank und UBS. Die Aktie der Deutschen Bank zog am Mittwoch zeitweise um rund fünf Prozent an und war größter Tagesgewinner im Dax. Von der Aussicht auf eine baldige Leitzinserhöhung in den USA haben die Kurse von Banktiteln in Deutschland am Mittwoch profitiert. Die Aktie der Commerzbank kletterte um vier Prozent.

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Bei den Werten aus der zweiten Reihe interessierten sich Anleger besonders für die Aktie von Rheinmetall. Rüstungsgeschäfte haben den Gewinn von Rheinmetall im vergangenen Jahr angeschoben. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um 23 Prozent auf 353 Millionen Euro. Dies teilte der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Firmenchef Armit Papperger sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. „Organisches Wachstum und die weitere Verbesserung unserer Ergebnisse bleiben auch im gerade angelaufenen Geschäftsjahr unsere Ziele.“ Weitere Details zum Ausblick sollen auf der Bilanzpressekonferenz am 23. März veröffentlicht werden. Die Aktie von Rheinmetall notierte im Handelsverlauf mehr als vier Prozent im Plus.

Kommentare (2)

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Baron v. Fink

01.03.2017, 19:31 Uhr

Für die Finken-Tipps-Anhäger; Achtung bei amerikanischen Kohle-Aktien mit
denen wir letztes Jahr ordentlich kassiert haben 30% plus 10% Dividende.
Wir sollten das Boot verlassen Kasse !! Ha Ha Ha

Enrico Caruso

01.03.2017, 19:59 Uhr

Ja edler Buana, wir folgen Deinem Rat.

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