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11.11.2016

18:31 Uhr

Börse Frankfurt

Dax bleibt im Trump-Modus

Die Woche der US-Wahl hat der Dax bravurös überstanden. Am Freitag schließt der deutsche Leitindex erneut im Plus. Auf Wochensicht ist es sogar der höchste Gewinn seit anderthalb Jahren. Doch Analysten raten zur Vorsicht.

Börsianer sind skeptisch, ob sich die Hoffnungen in Trump langfristig erfüllen werden. dpa

Börse in Frankfurt

Börsianer sind skeptisch, ob sich die Hoffnungen in Trump langfristig erfüllen werden.

FrankfurtSpekulationen auf einen Wirtschaftsboom unter dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump und ermutigende Firmenbilanzen haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag weiter angetrieben. Der Dax gewann 0,4 Prozent auf 10.668 Punkte. Damit legte er auf Wochensicht um vier Prozent zu, der größte Wochengewinn seit April 2015. An den übrigen Börsen Europas machten Anleger am Freitag überwiegend Kasse. Der EuroStoxx50 verlor 0,5 Prozent auf 3.030 Zähler.
Börsianer hoffen darauf, dass Trump dank Deregulierung und Steuersenkungen die Wirtschaft weltweit ankurbelt. Das könne nicht nur der Wall Street Rückenwind verleihen, sondern auch dem Dax weiter nach oben helfen, sagte Stratege Robert Greil von Merck Finck. Er mahnte jedoch auch zur Vorsicht: „Während aus heutiger Sicht Trumps Pläne für die US-Wirtschaft kurzfristig eher positiv sein könnten, dürften sie langfristig tendenziell negativ sein.“

Spekulationen auf ein groß angelegtes Konjunkturprogramm von Trump hatten den US-Standardwerteindex Dow Jones am Donnerstag auf ein Rekordhoch von 18.874 Punkten gehievt. Am Freitag ging den US-Börsen etwas die Puste aus. Der Dax ist von seiner Bestmarke noch knapp 2.000 Zähler entfernt.

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Angetrieben wurde der deutsche Aktienmarkt am Freitag von Kursgewinnen des Index-Schwergewichts Allianz. Die Aktien des Versicherers stiegen um 1,4 Prozent auf 150,80 Euro. „Operativer und Reingewinn sind eindeutig höher als erwartet“, schrieb DZ Bank-Analyst Thorsten Wenzel in einem Kommentar. Noch positiver sei, dass die Fondstochter Pimco den Mittelabfluss gestoppt habe. Ermutigende Absatzzahlen von Volkswagen und BMW verhalfen den beiden Autobauern von Kursgewinnen von 2,4 und 4,3 Prozent. Konkurrent Daimler gewann 1,7 Prozent.

Ein Gewinnrückgang drückte Innogy dagegen um 3,1 Prozent ins Minus. „So kurz nach dem Börsengang hatten alle mit einer positiven Überraschung gerechnet“, sagte ein Börsianer. Im Sog ihrer Ökostrom-Tochter verlor RWE 2,8 Prozent. Verkauft wurden auch Werte wie HeidelbergCement oder Siemens - die Börsenlieblinge der vergangenen Tage. Sie büßten 4,4 Prozent und rund ein Prozent ein.

Ein optimistischer Ausblick des spanischen Windturbinen-Bauers Gamesa trieb die Aktien an. Die Papiere kletterten an der Börse Madrid um knapp sechs Prozent. Damit führten sie die Gewinnerliste im spanischen Leitindex an.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

11.11.2016, 16:45 Uhr

"Frau Annette Bollmohr
Als gäbe es nicht mehr als genug Sinnvolleres zu tun, und zwar für jeden."

Wie zum Beispiel aber auch jeden Artikel zu kommentieren.....

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