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02.11.2012

17:56 Uhr

Börse Frankfurt

Dax bleibt im Vorfeld der US-Wahlen in Lauerstellung

Der Dax beendet die Woche mit einem moderaten Plus. Angeschoben wurde er von guten US-Daten. Allerdings hielt sich die Beteiligung der Anleger am Börsengeschehen in Grenzen. Vor den US-Wahlen bleiben viele in Deckung.

Dax legt im Wochenverlauf ordentlich zu - T-Aktie gebeutelt

Video: Dax legt im Wochenverlauf ordentlich zu - T-Aktie gebeutelt

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FrankfurtDer Dax beendet die Handelswoche leicht im Plus. Unterstützung erhielt er heute aus den USA. Dort fiel Arbeitsmarktbericht besser aus, als die Experten im Vorfeld errechnet hatten. Am Ende notierte der Deutsche Aktienindex 0,4 Prozent fester auf 7.364 Punkte. Die zweite Reihe schloss kaum verändert. Der MDax sowie der TecDax gingen mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 11.617 Punkte beziehungsweise 808 Punkte aus dem Handel.

Im Oktober wurden in den USA 171.000 neue Stellen geschaffen. Experten gingen nur von 125.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen. Allerdings stieg die Arbeitslosenquote von 7,8 auf 7,9 Prozent. Dennoch kann man von erfreulichen Daten sprechen, die im Rennen um die US-Präsidentschaft Amtsinhaber Barack Obama sehr gelegen kommen dürften.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:45 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

"Der Arbeitsmarkt macht kleine Schritte nach vorn, " sagte Scott Anderson, Chefökonom der Bank of West in San Francisco, "Der Fakt, dass die Konsumenten wieder mehr ausgeben ist eine wichtige Unterstützung. Die Binnennachfrage hat ein großes Gewicht und deswegen können erhöhte Ausgaben neue Jobs schaffen."

Gold erhielt durch den überraschend starken Stellenaufbau in den USA einen Dämpfer. Am Abend kostete eine Feinunze Gold 1.680 Dollar und damit zwei Prozent weniger. Investoren zogen sich angesichts der verbesserten Konjunkturaussichten aus dem "sicheren Hafen" Gold zurück und steckten ihr Geld in vermeintlich renditeträchtigere Anlagen wie Aktien.

Verlierer der Woche

Fresenius Med. Care

- 9,2 Prozent

Kontron

- 8,2 Prozent

Fresenius

- 6,1 Prozent

SMA Solar

- 5,1 Prozent

Drägerwerk

- 3,6 Prozent

Negative Impulse für die Aktienmärkte kamen indes aus Europa. Sowohl der Einkaufsmanager der deutschen Industrie als auch der der Euro-Zone sanken im Oktober. Grund für die Entwicklung war die Nachfrageschwäche im In- und Ausland. "Die Talfahrt der Euro-Zonen-Industrie hat sich zu Beginn des vierten Quartals 2012 wieder beschleunigt - das ist eine herbe Enttäuschung", sagte Markit-Ökonom Rob Dobson. Besonders die schwache Nachfrage aus Südeuropa und die geringen Investitionen in Asien belasten die Industrie in der Euro-Zone sowie die exportabhängig deutsche Ökonomie. Die Unternehmen strichen deshalb Stellen. Der Arbeitsplatzabbau war der zweitstärkste seit Januar 2010.

Die Aktionäre der Deutschen Telekom müssen sich auf magere Zeiten einstellen. Der Bonner Konzern prüfe eine Kürzung der Dividende um bis zu ein Drittel, berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf Informationen von der Kapitalseite im Aufsichtsrat.

Gewinner der Woche

Lufthansa

+ 12,5 Prozent

Cancom

+ 11,3 Prozent

Hugo Boss

+ 8,6 Prozent

Gerry Weber

+ 8,4 Prozent

Beiersdorf

+ 6,8 Prozent

Mit dem Schritt sollen dem Blatt zufolge mehr finanzielle Mittel freigesetzt werden - etwa für den Ausbau schneller Glasfaser- und Mobilfunknetze sowie für Investitionen in neue Geschäftsfelder. Die für dieses Jahr geplante Dividende von 0,70 Euro je Titel sei aber sicher. Im Sommer hatte der spanische Rivale Telefonica wegen der hohen Schuldenlast die Dividende für 2012 gestrichen. Da es bei den Papieren des Bonner Konzerns seit Jahresanfang wenig Bewegung gab, hatten viele Aktionäre das Papier nur noch aufgrund der hohen Dividende in ihren Portfolios. Mit dem Plan diese zu kürzen sehen viele keinen Grund mehr die T-Aktie zu halten. Die Papiere fielen heute um 2,6 Prozent auf 8,66 Euro.

Kommentare (31)

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Logical

02.11.2012, 08:14 Uhr

Telekom: Jetzt wollen die auch noch die Dividende kürzen, nachdem die Anleger Verluste ohne Ende hinnehmen mussten?
Die Dividende war bisher das einzige, was die Anleger in der Aktie hielt. Wird sie gekürzt, stürzt die Aktie ins Bodenlose - was man durch die Dividendenkürzung glaubt zu gewinnen, wird durch den stürzenden Kurs wieder verloren. Milchmädchenrechnung!

Stula

02.11.2012, 08:57 Uhr

@Logical: Der Schritt wäre längst überfällig. Die Dividende stand doch in keinem Verhältnis zum Gewinn. Die traditionelle Bedienung der Dividende aus der Substanz kann doch nicht ewig weitergehen.

Account gelöscht!

02.11.2012, 09:30 Uhr

Ich hoffe sie halten nicht wirklich Aktien, denn ihre Aussage spricht Bände über ihr Unwissen:
- Zum Einen zahlt die Telekom mehr aus als Ihr Gewinn, was auf Dauer nicht gut geht. Das bedeutet auf Dauer Konkurs.
- Zum anderen: Der Kurs der Telekomaktie kann dem Unternehmen relativ egal sein. Den zahlt das Unternehmen ja nicht. Die Dividende hat hingegen zahlt sie aus ihrem Bargeldbestand. Ein hoher Aktienkurs ist nur Prestige und Schutz vor einer Feindlichen Übernahme.
Bei der Marktkapitalisierung und Marktlage, ist eine Feindlichen Übernahme mehr als Unwahrscheinlich. ÜBer das Prestige brauchen wir glaube ich nicht mehr zu reden. Eine Aktie die von 100 auf Einstellig gefallen ist, hat es verdammt schwer wieder Prestige über den Kurs zu gewinnen.
- Zum nächsten Ins Bodenlose fällt die Aktie hierdurch nicht. Die Telekom ist ein Substanzwert, ihre Leitungen sind Bares Geld wert. Ein Wertverlust der Aktie wird es geben (bzw gab es diesen Monat schon von 10%) wird aber zwischen den aktuellen 10% und 30% liegen.
Bodenlos ist das nicht.

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