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14.04.2011

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax bleibt in der Verlustzone hängen

Nach Verlusten am Vormittag hat sich der Dax im späten Handel leicht erholt. Aus der Verlustzone schaffte es der Leitindex aber nicht. Zu den Verlierern am Markt zählten erneut Finanzwerte.

Der Dax gibt deutlich nach. Quelle: dpa

Der Dax gibt deutlich nach.

DüsseldorfDer große Kapitalhunger der Banken hat am Donnerstag die Anleger am deutschen Aktienmarkt in Atem gehalten. Nach der vorgezogenen Aktienplatzierung der Commerzbank, mit der Deutschlands zweitgrößte Bank innerhalb einer Woche 4,3 Milliarden Euro eingesammelt hat, zapft nun die Aareal Bank die Investoren um frisches Geld an. Der Dax fiel in der Spitze auf 7.099 Punkte. Am Nachmittag stieg er wieder und lag zum Handelsschluss bei 7.146 Punkten noch 0,4 Prozent unter Vortagsniveau. „Die Banken brauchen viel Geld, das drückt etwas auf die Märkte“, erklärte ein Börsianer. Auf der Stimmung lasteten am Nachmittag zudem die wöchentlichen US-Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die schlechter ausfielen als angenommen

Größter Verlierer im Dax nach der Daimler-Aktie, die allerdings mit Dividendenabschlag gehandelt wurde, war die Deutsche Bank. Sie verlor 2,5 Prozent auf 41,60 Euro. „Dass es heute an der Kapitalerhöhungs-Front gedonnert hat, hilft der Deutschen Bank nicht“, sagte ein Händler. Zudem verwiesen Börsianer neben Gewinnmitnahmen auf eine Herunterstufung der Societe Generale auf „hold“ von „buy“.

Auch Commerzbank-Papiere gaben erneut 1,8 Prozent auf 4,61 Euro nach, nachdem sie in den vergangenen Tagen bereits um mehr als 20 Prozent eingebrochen waren. Zeitweise hatten sich die Aktien leicht erholt, nachdem die Bank eine Pflichtwandelanleihe gut bei Anlegern untergebracht hatte. Am Nachmittag setzten die Verkäufe aber wieder ein.

Aktien von RWE verloren ebenfalls knapp ein Prozent an Wert und beendeten den Handel bei 114 Euro. RWE-Chef Jürgen Großmann hat als einziger Betreiber gegen das Atom-Moratorium von Bundeskanzlerin Angela Merkel Klage eingereicht. "Zum jetzigen Zeitpunkt Klage zu erheben, ist kurzfristig ökonomisch vermutlich sinnvoll. Auf langfristige Sicht schadet ein derartiges Handeln gegen die öffentliche Meinung aber massiv dem Image des Konzerns", kritisiert Aktionär Simon Breuker in seinem Gegenantrag zur Hauptversammlung in der kommenden Woche.

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählten die Autoaktien. Die Anteilsscheine von BMW und VW gewannen jeweils 0,6 Prozent und schlossen bei 57,94 bzw. 112,30 Euro. Die Analysten von Goldman Sachs sehen bei europäischen Autowerten angesichts der schlechteren Entwicklung des Sektors seit November als attraktive Kaufgelegenheit.

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