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30.09.2011

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Bonanza endet tief im Minus

Gewinnmitnahmen und anziehende Konjunktursorgen vermiesten dem Dax einen erfreulichen Wochenausklang. Der Leitindex schloss tief im Minus. Daran konnten auch positive US-Wirtschaftsdaten nichts ändern.

Börse Frankfurt: Der letzte Wochenhandelstag verlief nicht so erfreulich wie der Rest der Woche. dpa

Börse Frankfurt: Der letzte Wochenhandelstag verlief nicht so erfreulich wie der Rest der Woche.

FrankfurtBis Donnerstag verzeichnete der Dax noch einen Zuwachs von mehr als acht Prozent. Der Freitag machte der durchaus positiven Woche jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Der Dax schloss mit einem Minus von 2,44 Prozent bei 5.502 Punkten. In der Spitze fiel der Dax heute auf ein Tagestief von 5.438 Punkten. Auf Wochensicht macht dies nun ein Plus von 5,9 Prozent. „Nach der Aufwärtstendenz der vergangenen Tage nahmen einige Anleger heute ihre Gewinne mit“, sagte ein Frankfurter Händler.

Für Verkaufsstimmung an den europäischen Finanzmärkten sorgte auch schwache Konjunkturdaten aus Deutschland, Frankreich und China. Die deutschen Einzelhändler verzeichneten im August den stärksten Umsatzeinbruch seit mehr als vier Jahren. Die französischen Konsumausgaben fielen niedriger aus als erwartet und in China schrumpfte die Industrie den dritten Monat in Folge. „Das deutet alles darauf hin, dass sich die Verbraucher eher zurückhalten“, kommentierte der Händler. Besonders stark lasteten Sorgen um die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft.

Unerwartet gute US-Wirtschaftsdaten verpufften

Wie es um die wirtschaftliche Lage in der weltgrößten Volkswirtschaft USA bestellt ist, haben heute einige Konjunkturdaten gezeigt. Die um 14:30 veröffentlichten US-Konsumausgaben sind um knappe 0,2 Prozent im August angestiegen; die des Vormonats wurden von 0,8 auf 0,7 Prozent Anstieg korrigiert. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Heute stand noch der Chicago-Einkaufsmanagerindex (15.45 Uhr) auf der Agenda. Dieser hat sich überraschend aufgehellt: Er stieg von 56,5 auf 60,4 Punkte.

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung hat ebenfalls zugelegt. Der entsprechende Index von Thomson Reuters und der Universität Michigan legte nach endgültigen Berechnungen vom Freitag auf 59,4 Zähler von 55,7 Punkten im Vormonat zu. Die erfreulichen US-Daten verhalfen dem Dax jedoch nur kurzfristig seine hohen Verluste zu verringern.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

+ 0,6 Prozent

Euro-Stoxx 50

+ 0,7 Prozent

Dow Jones

+ 0,3 Prozent (20.10.)

Nikkei

- 0,04Prozent

CSI300

- 0,5 Prozent

Euro

1,3774 Dollar (+ 0,01 Prozent)

Öl (Brent Barrel)

110,47 Dollar (- 0,3 Prozent)

Gold

1.621 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Ebenfalls drückte auf die Stimmung, dass die Verbraucherpreise in der Euro-Zone im September unerwartet stark gestiegen sind. Die jährliche Inflationsrate kletterte auf ein drei Jahreshoch 3,0 Prozent von 2,5 Prozent im August, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mit. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 2,5 Prozent gerechnet.

Schwarzes Quartal geht zu Ende

Viele Anleger dürften sich wohl freuen, dass mit dem Freitag das dritte Quartal endlich überstanden ist und zu den Akten gelegt werden kann. Vor allem die Angst vor einer Rezession und vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise vermieste den Investoren die Stimmung und trieb sie aus Aktien heraus.

Dax, EuroStoxx50, der französische CAC40 , der britische FTSE und der spanische Ibex verzeichneten die größten Quartalsverluste seit neun Jahren. Dieser Kursverfall schmälerte den Börsenwert allein der im EuroStoxx50 gelisteten Konzerne um 424 Milliarden Euro. Der Dax büßte auf Quartalssicht rund 25 Prozent ein.

Kommentare (74)

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Account gelöscht!

30.09.2011, 08:48 Uhr

"expertenprognosen"? prozentangaben?

viel erfolg damit ;-)

Arbitrage

30.09.2011, 08:53 Uhr

Wenn man die Vorzeichen gegen ein - tauscht mags vielleicht stimmen.

Account gelöscht!

30.09.2011, 08:54 Uhr

"Experten", die in die Zukunft sehen können und sogar noch Prozentangaben machen... :D sehr glaubwürdig ;-)

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