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11.05.2011

17:56 Uhr

Börse Frankfurt

Dax büßt Tagesgewinne wieder ein

Gute Quartalszahlen und optimistische Konjunkturdaten sorgten zunächst für steigende Kurse an der Börse. Der schlechte Handelsstart in den USA zog den Dax am Nachmittag ins Minus. Selbst Unternehmen mit Rekordbilanzen gehörten heute zu den Verlierern.

Gut gelaunt: Händler an der Frankfurter Börse. Quelle: dpa

Gut gelaunt: Händler an der Frankfurter Börse.

Frankfurt/DüsseldorfIm Sog schwacher US-Börsen schmolzen am Mittwochnachmittag die Tagesgewinne des Dax dahin. Der deutschte Leitindex, der im Tagesverlauf in der Spitze bis zu 0,7 Prozent zulegte, notierte zu Handelsschluss 0,1 Prozent niedriger bei 7491 Punkten. Auch die Werte in der zweiten Reihe mussten Einbußen hinnehmen. Der MDax schloss 0,1 Prozent niedriger bei 10.820 Punkten. Der TecDax notierte mit einem schwachen Plus von 0,1 Prozent auf 932 Punkte nahezu unverändert..

Vor Eröffnung der US-Börsen hatten starke Unternehmensergebnisse und optimistische Aussichten des IFO-Instituts für gute Stimmung an der deutschen Börse gesorgt. „Die US-Börsen ziehen uns mit“, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. „Der Kursrückgang dort ist nach den jüngsten Gewinnen aber nichts Ungewöhnliches.“ Der Dow Jones gab im frühen Handel 0,7 Prozent auf 12.674 Punkte nach, der S&P 500 büßte 0,6 Prozent auf 1.349 Zähler ein und der Nasdaq notierte 0,2 Prozent im Minus bei 2.405 Punkten.

Ifo-Aussichten fürs nächste Quartal positiv

Das vom Ifo-Institut berechnete Wirtschaftsklima verbesserte sich im zweiten Quartal erneut und liegt deutlich über dem langfristigen Durchschnitt, teilten die Münchner Forscher mit. Das Stimmungsbarometer stieg zum ersten Vierteljahr um 2,1 auf 118,9 Punkte. Die Konjunkturerholung in der Euro-Zone gewinnt an Fahrt, die hoch verschuldeten Länder hinken aber hinterher. Probleme bereiten der Euro-Zone allerdings die Schuldenländer und die Inflation. In Griechenland, aber vor allem in Portugal, signalisieren die Erwartungen für die nächsten sechs Monate jedoch eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. Wegen der anziehenden Preise erwarten die Experten 2011 im Jahresschnitt eine Teuerungsrate von 2,5 Prozent im Währungsraum: „Die Inflationsbefürchtungen sind weiter gestiegen.“ Die Europäische Zentralbank sieht stabile Preise aber nur bei einer Rate von knapp unter zwei Prozent gewährleistet und hat bereits mit einer Straffung der Geldpolitik die Zinswende eingeläutet.

K+S und E.on nach optimistischem Geschäftsbericht gefragt

Unter anderem lud heute der Düngemittelkonzern K+S zur Hauptversammlung. Dank des Agrar-Booms ist das Unternehmen optimistisch über die Geschäftsaussichten für das nächste Quartal. „Der Start in das neue Geschäftsjahr ist uns gelungen“, sagt Firmenchef Norbert Steiner im Vorfeld der Hauptversammlung. „Dies lässt uns zuversichtlich auf die kommenden Quartale blicken.“ Die Aktien des Düngemittel-Konzerns K+S profitierten zunächst als Dax-Spitzenreiter von den positiven Quartalszahlen, rutschten später aber ins Minus und schlossen 0,1 Prozent niedriger bei 53,94 Euro.

Bei der Hauptversammlung des Stromversorgers E.on gab es heute wenig Überraschungen. Der Versorger verzeichnete in den ersten drei Monaten wie erwartet einen deutlichen Gewinnrückgang. Wegen des Verkaufs des britischen Stromnetzes kürzte er zudem seine Gewinnprognose für 2011. Börsianer bezeichneten die Zwischenbilanz als durchwachsen. „Der Umsatz war gut, die Ertragskennziffern lagen aber allesamt leicht unter den Analystenprognosen“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Trotz des Gewinneinbruchs zu Jahresbeginn griffen Anleger heute bei den Aktien des Energiekonzerns zu. Die Papiere verzeichneten ein moderates Plus von 0,7 Prozent auf 21,45 Euro.

Gewinner und Verlierer im Dax

Neben E.on waren Fresenius, SAP und die Lufthansa heute zu Handelschluss mit einem Plus von jeweils 0,8 Prozent die größten Gewinner im Dax. Größter Dax-Verlierer waren zu Handelsschluss die Papiere von BASF, die 2,1 Prozent auf 64,87 Euro nachgaben.

Die Halbleiterbranche geriet heute unter Druck: Die Aktien von Infineon gaben 1,3 Prozent nach, die Anteilsscheine von Dialog Semiconductor verloren ebenfalls 1,1 Prozent. Nachdem bekannt wurde, dass Infineon Aktienrückkäufe plant hatten die Papiere beider Unternehmen in den letzten Tagen deutlich zugelegt.

Kommentare (5)

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aruba

11.05.2011, 07:13 Uhr

Guten Tag,.... Sie moegen Recht haben.... Hoffentlich. Aber irgendwie riecht es nach Lunte... Besten Dank

anonym

11.05.2011, 10:04 Uhr

Wenn mann immer den Vorgaben folgen würde...würde es immer in eine Richtung gehen gute vorgaben USA->steigende Kurse asien->steigende Kurse Europa->steigende Kurse USA->steigende Kurse Asien.
wer jetzt noch kauft hat wohl seine Hausaufgaben nicht gemacht

short

11.05.2011, 10:16 Uhr

steigende Energie und Rohstoffpreise implizieren einerseits(theoretisch) gestiegene Nachfrage und Wirtschaftswachstum,andererseits können führen höhere Preise auch zu höheren Kosten für die Firmen,die niedrigere Gewinne(bei gleich bleibenden Endverbraucherpreisen)ausweisen

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