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29.11.2011

17:38 Uhr

Börse Frankfurt

Dax dank guter US-Daten weiter im Aufwind

Nach dem fulminanten Auftakt in die Handelswoche hoffen Anleger auf weitere Gewinne am Aktienmarkt. Doch auch die Nervosität am Markt ist weiter deutlich zu spüren.

Der Euro und seine Zukunft bleiben das dominante Thema an der Börse. AFP

Der Euro und seine Zukunft bleiben das dominante Thema an der Börse.

DüsseldorfAuch nach dem gestrigen Kursfeuerwerk ist der Dax am Dienstag weiterhin im Aufwärtstrend. Der deutsche Leitindex schloss am späten Nachmittag vor allem aufgrund positiver US-Konjunkturdaten knapp ein Prozent höher bei rund 5.800 Punkten. Damit legte er seit seinem Tief am Freitag wieder um knapp acht Prozent zu und machte einen Teil seiner jüngsten Verluste wieder wett. Der MDax stieg um 0,3 Prozent auf 8.612 Punkte, der TecDax gewann 1,5 Prozent auf 685 Punkte.

Über weite Strecken allerdings spiegelte das deutsche Börsenbarometer insbesondere die Hoffnungen und Sorgen der Anleger in der Euro-Schuldenkrise wider: Während der Markt am Morgen noch positiv auf eine gut verlaufene Auktion italienischer Staatsanleihen reagierte, sorgte am Mittag der Antrag auf Gläubigerschutz durch den US-Konzern AMR und seine Tochter American Airlines für Unmut im Handel. Zudem verwiesen Börsianer auch auf die Nachricht, die EZB habe ihre Anleihe-Käufe nicht in dem Umfang wie geplant neutralisieren können. Die Notenbank hatte den Banken insgesamt 203,5 Milliarden Euro abnehmen wollen, bekam von den Instituten aber nur 194,199 Milliarden Euro.

Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im November überraschend deutlich aufgehellt. Der Index stieg auf 56,0 Punkte von revidiert 40,9 Zählern im Oktober, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte. Es ist der höchste Wert seit Juli, nachdem das Barometer im Oktober noch auf den niedrigsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren gefallen war. Analysten hatten im Schnitt für November nur mit 44,0 Punkten gerechnet. Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:45 Uhr)

Dax

+ 4,98 Prozent

Dow Jones

+ 3,6 Prozent

Nikkei

- 0,5 Prozent

CSI 300

+ 1,37 Prozent

Euro

1,3447 Dollar (+ 1,0 Prozent)

Gold

1.744 Dollar (+ 1,8 Prozent)

Öl (Brent)

111,52 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Der Sturm auf die britische Botschaft in Teheran durch Demonstranten und positiv aufgenommene US-Konjunkturdaten haben am Dienstagnachmittag den Ölpreis angeschoben. Das Fass der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,6 Prozent. Der Preis für US-Leichtöl legte um 1,4 Prozent zu. Börsianer verfolgen Meldungen aus dem Iran sehr aufmerksam, seitdem im Streit um das iranische Atomprogramm die USA, Großbritannien und anderer Länder neue Sanktionen gegen die islamische Republik verhängt haben.

Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone hat sich im November etwas stärker eingetrübt als erwartet. Der Index sank auf 93,7 Zählern von 94,8 Punkten, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für November mit einem Rückgang auf 94,0 gerechnet. Die Stimmung trübte sich in der Industrie, bei den Dienstleistern und bei den Verbrauchern ein. Das separat ermittelte Geschäftsklima im Währungsgebiet sank auf minus 0,44 Zähler von minus 0,19 Punkten. Experten hatten hier einen Stand von minus 0,30 Zählern vorhergesagt.

Börsen zwischen Hoffen und Bangen

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Die Ankündigung eines umfangreichen Restrukturierungsprogramm hat den Qiagen -Kurs am Dienstag gestützt. Die Aktien von Deutschlands größten Biotechkonzern legten im TecDax um 2,1 Prozent zu. Qiagen kündigte an, 300 bis 380 von weltweit rund 3800 Stellen zu streichen. Mit dem Maßnahmenpaket will das Unternehmen ab 2012 jährlich rund 50 Millionen Dollar vor Steuern einsparen. Der größte Teil davon soll in Wachstumsfelder wie die molekulare Diagnostik reinvestiert werden. Das Sparprogramm sollte dem Konzern helfen, sich auf die wichtigsten Geschäftsfelder konzentrieren und die Ebit-Ziele für 2013 erfüllen zu können, schrieb DZ-Bank-Analyst Michael Bissinger in einem Kommentar.

Kommentare (76)

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blindflieger

29.11.2011, 08:20 Uhr

politische börse,unübersichtlich.
z.zt.keine meinung,wohl bodennebel

Account gelöscht!

29.11.2011, 08:22 Uhr

Guten Morgen alle zusammen =) Darf ich mich ´nach einem Downrating der USA auf einen starken Downmove freuen? Oder bringt das solange nichts, bis wir einen Atomkrieg haben? Wäre schade, den erst anzetteln zu müssen

unstatthafte_konkretisierung

29.11.2011, 08:38 Uhr

Treffen sich zwei Freunde, der eine hat ein neues Fahrrad.
"Mensch", sagt der andere, "wo hast du das denn her?"
"War ganz nett. Ich gehe im Park spazieren, da kommt eine Frau auf einem Fahrrad, steigt ab, zieht sich nackt aus, legt ihre Sachen auf einen Stapel neben sich und sagt, ich könne alles von ihr haben."
"Gute Wahl", sagt der andere, "die Klamotten hätten dir ja eh nicht gepasst!"

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