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13.10.2011

18:06 Uhr

Börse Frankfurt

Dax, der Bruchpilot

Schwacher Monatsbericht der EZB, ernüchternde Zahlen von JP Morgan und eine reduzierte Wachstumsprognose für Deutschland setzten dem Dax zu. Da konnte auch die Zustimmung der Slowakei zum EFSF-Schirm nicht helfen.

Börse Frankfurt am Mittag

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DüsseldorfDie Kursrally ist vorbei: Während der letzten sechs Tage konnte der Dax noch 17 Prozent zulegen, heute ging es nach unten. Gründe für die Verluste gibt es viele: Der Monatsbericht der Europäischen Zentralbank zur wirtschaftlichen Lage des Euroraums konnte die Anleger nicht überzeugen und der Quartalsbericht der US-Großbank JP Morgan Chase erfüllte nicht die Erwartungen. Beides verleitete zu Gewinnmitnahmen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA waren zwar leicht besser als prognostiziert aber sie wirkten sich kaum auf den Kursverlauf des Dax aus. Selbst die Zustimmung der Slowakei zum EFSF-Rettungsschirm brachte keine Wende, da ein positiver Abschluss der Wahlen ohnehin erwartet wurde.

Am Ende des heutigen Handelstages notierte der Leitindex 1,3 Prozent im Minus auf 5.915 Punkte. Die zweite Reihe machte es dem Dax nach: Der MDax verlor 0,4 Prozent auf 8.902 Punkte und der TecDax rutschte um 0,8 Prozent ab auf 677 Zähler.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

+ 0,6 Prozent

Euro-Stoxx 50

+ 0,7 Prozent

Dow Jones

+ 0,3 Prozent (20.10.)

Nikkei

- 0,04Prozent

CSI300

- 0,5 Prozent

Euro

1,3774 Dollar (+ 0,01 Prozent)

Öl (Brent Barrel)

110,47 Dollar (- 0,3 Prozent)

Gold

1.621 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Euroraum wächst "sehr moderat"

Laut dem Bericht der EZB werde das Wachstum des Euroraums vermutlich „sehr moderat“ ausfallen. Ausschlaggebend seien unter anderem die schwächere globale Nachfrage und die Schuldenkrise im Währungsraum. Zudem verweist die Notenbank auf ungünstigere Finanzierungsbedingungen. Die Wachstumsrisiken seien damit weiter nach unten gerichtet, während die Inflationsgefahren in etwa ausgeglichen seien.

In dieses negative Stimmungsbild passte das Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute. Sie rechnen für das kommende Jahr für Deutschland nur noch mit einem Wachstum von 0,8 Prozent statt zuvor zwei Prozent. Als Grund für die pessimistischere Prognose nannten sie die europäische Schuldenkrise.

Banken benötigen dickeres Polster

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„Offenbar bekommen jetzt einige Angst vor der eigenen Courage und nehmen ihre Gewinne lieber mit“, sagte ein Händler. In den ersten drei Tagen der Woche hatte der Dax rund fünf Prozent gewonnen. „Wenn man die Situation fundamental betrachtet, sieht die Lage ja auch alles andere als rosig aus. Wir haben eine Schulden- und eine heraufziehende Bankenkrise und noch ist nicht wirklich klar, wie das ganze ausgeht.

Die US-Börsen zeigten sich nach Frankfurter Börsenschluss schwach: Der Dow-Jones verzeichnete ein Minus von 0,8 Prozent auf 11.430 Punkte und der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,9 Prozent auf 1.197 Zähler. Lediglich die Technologiebörse Nasdaq-100 konnte 0,4 Prozent auf 2.316 Punkte zulegen.

Kommentare (69)

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Account gelöscht!

13.10.2011, 07:33 Uhr

moin zusammen, meine grundtendenz brauch ich glaub ich nicht mehr zu erwähnen, denn die ist spätestens seit anfang letzter woche (5200/50) extrem bullish, und mein jahresend-ziel (ca. 6300) auf gutem wege.
was mir besonders gut an der rally gefällt ist, dass wir in den letzten tagen ohne gaps nach oben gelaufen sind (= solider aufwärtstrend), und unterstützung mit soliden volumina (im schnitt zw 180 - 200k fdaxe) haben. ausserdem positiv, der kontra-indikator leerverkäufe sind weiter gestiegen. somit ist viel pessimismus im markt, und damit auch contrary bullish, denn die shorties sind die käufer/kurstreiber von "morgen".
einen rücksetzer/konsolidierung in dem bereich 5500 - 5700 wäre aber momentan nicht nur wünschenswert, sondern auch äusserst gesund. ein schwächerer euro wäre dabei sehr hilfreich, da die korrelation weiter gilt, starker euro = starker dax, und umgekehrt.
nach der gestrigen liquidation von allianz und deutsche bank aus dem portfoliobestand (mit sattem gewinn von knapp 38 % in 3 wochen), verbleiben momentan nur noch basf und siemens (die in etwa 1 zu 1 mit dem dax seit letzter woche zugelegt haben). beide position hab ich aber seit gestern auch aufgrund des oben beschriebenen szenarios erstmal in einer options-hedge-box (short call out of the money, und long put at the money) mit ca - 1,5 % debit eingegepackt.
mein grober game-plan für heute, short versuche (wenn möglich) aus dem bereich 6020/40 mit ziel 5865/95. ansonsten, warten auf die jpm-zahlen um 13h und dann mit der dbk mittraden, da hervorragende korrelation zueinander.

ps: das borstentier bräuchte vllt mal so einen kleinen schubser von einer antilope von rechts....

http://video.handelsblatt.com/services/player/bcpid658482459001?bckey=AQ~~,AAAAGcjNdzk~,frkg37IPKqEkWAOaFsR_Sl9igLU9WiNm&bclid=0&bctid=1213683171001


happy trading :-)

oldTrader

13.10.2011, 08:36 Uhr

wie short bzw. long bist du denn bei siemens basf gegangen? wahrscheinlich auch nur ganz knapp out of the money?
bin neu hier, verfolge deine postings schon seit einigen wochen regelmäßig hier und kann eine gewisse bewunderung nicht absprechen. handel selbst größere volumina für mich und lebe im ausland (gott sei dank).

Account gelöscht!

13.10.2011, 08:47 Uhr

siemens call 80 short, und put 75 long. basf call 55 short, und put 50 long. alle dezember expiration.

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