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25.09.2015

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Dax drei Prozent rauf - VW vier runter

VonIlias Stampoulis

Die Anleger suchen am Freitag den versöhnlichen Ausklang einer desolaten Woche. Nach den jüngsten Schocks stabilisieren sich heute vor allem die vielgeschundenen Auto-Titel. Mit einer Ausnahme: Volkswagen.

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FrankfurtDer Dax hat sich zum Wochenende hin kräftig erholt. Nachdem es im gestrigen Handel noch so ausgesehen hatte, als ob dem deutschen Leitindex ein unfreiwilliges Wiedersehen mit seinem Jahrestief bevorstehe, klarte die Stimmung heute auf. Vor allem bei den stark unter die Räder gekommenen Auto-Titeln nutzten die Anleger die Chance zum Wiedereinstieg. Mit einer Ausnahme: Volkswagen.

Als Topwert gestartet fielen die Wolfsburger früh zurück und waren schließlich mit einem Minus von 4,3 Prozent der größte Verlierer in Dax. Der Leitindex selbst lieferte hingegen einen starken Freitag ab und kam bis zum Handelsschluss auf 9688 Punkte, was ein Plus von 2,8 Prozent bedeutete.

Mitverantwortlich dafür zeigten sich auch gute Nachrichten aus den USA. Ein starkes Wirtschaftswachstum schmälert die Konjunktursorgen, womit das berüchtigte Zinsgespenst als Symbol für die nahende Zinswende viel von seinem Schrecken verliert. So beläuft sich das Dax-Minus in dieser Handelswoche, die ganz im Zeichen des Abgasskandals um Volkswagen steht, auf 2,3 Prozent.

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Ganz anders hingegen sah es bei den anderen Autotiteln in der Frankfurter Benchmark aus. Diese waren im Zuge der amerikanischen Abgasaffäre in Sippenhaft genommen worden. Stark zeigt sich BMW, deren Papiere sich um 4,2 Prozent erholten. Die Aktie war im gestrigen Handel heftig abgestürzt – zeitweise um bis zu neun Prozent – nach einem Artikel des Branchenblattes Autobild über erhöhte Abgaswerte eines Dieselfahrzeug aus dem Hause der Münchener. Der deutliche Ausverkauf offenbarte die Nerven der Anleger, die weitere Enthüllungen auch bei den anderen deutschen Autobauern nicht ausschließen können. Konkurrent Daimler rückte indes am Freitag wieder 3,5 Prozent vor.

Die Entspannung begrenzte sich aber nicht nur auf das wichtigste deutsche Marktbarometer. Auch in der zweiten Frankfurter Reihe konnte sich die Lage beruhigen. Die Nebenwerte des MDax schlossen 2,6 Prozent fester bei 19.300 Zählern. Der TecDax rückte 3,1 Prozent vor auf 1738 Punkte. Der gemeinsame Leitindex der europäischen Währungsunion, der Euro-Stoxx-50 gewann insgesamt 3,3 Prozent und kam auf 3119 Punkte.

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