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13.08.2015

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax erholt sich vom China-Schock

Der Schrecken der Yuan-Abwertung scheint erst einmal verdaut zu sein. Das half dem Dax, der bis zu zwei Prozent zugelegt hat. Doch US-Daten bringen die Zinswende zurück auf den Plan, was die Stimmung wieder dämpft.

Börse am Abend

Dax erholt sich

Börse am Abend: Dax erholt sich

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FrankfurtDie Anleger atmeten am Donnerstag erstmal durch. Nach zwei turbulenten Tagen und sechs Prozent an Dax-Verlusten beruhigten sich die Gemüter und die Anleger kehrten aufs Parkett zurück. Sie zeigten sich erleichtert darüber, dass die chinesische Notenbank nun Wort hält, ihre konjunkturpolitisch motivierte Abwertung des Yuans nicht weiter forciert und die Währung mehr dem freien Spiel der Märkte überlasst. So konnten sich die Börsianer dem Ende der Bilanzsaison zuwenden. Der deutsche Leitindex rückte zeitweise über zwei Prozent vor. Doch mit der Wall Street trat die US-Zinswende wieder ins Geschehen, am Ende schloss der Dax 0,8 Prozent fester bei 11.014 Punkten.

Aus Washington kam die Nachricht, dass die wöchentlichen Erstanträge für Arbeitslosenhilfe auf ein 15-Jahres-Tief gefallen sind. Insgesamt meldeten 274.000 Menschen in den letzten sieben Tage staatliche Hilfe an, was einen Vier-Wochen-Schnitt von 266.250 Anträgen bedeutet. Hinter der monatlichen Zahl neu geschaffener Stellen außerhalb der Landwirtschaft und der separat ermittelten Arbeitslosenquote sind die wöchentlichen Erstanträge der wichtigste Indikator für den Beschäftigungsstand in den Staaten.

Yuan vs. Renminbi: Das Einmaleins zu Chinas Währungen

Yuan vs. Renminbi

Das Einmaleins zu Chinas Währungen

Die chinesische Notenbank hat mit ihrem Eingriff die Währung auf ein Vierjahrestief gedrückt. Doch sprechen wir vom Yuan, oder doch vom Renminbi? Und was steckt überhaupt hinter dem Eingriff in die Devisenwelt?

Dieser ist im momentanen Marktgeschehen deswegen so wichtig, weil er maßgeblich ist für die Geldpolitik der US-Notenbank. Noch lässt sich Fed-Chefin Janet Yellen mit einer ersten Erhöhung der Leitzinsen Zeit. Doch mit jeder guten Nachricht aus den USA wächst der Druck der Falken auf die oberste Geldpolitikerin des Landes. Wenig Aufschluss gaben heute die Umsätze im amerikanischen Einzelhandel. Diese landeten genau auf den positiven Prognosen.

Nichtsdestotrotz war die Erholung an den europäischen Aktienmärkten deutlich. Der Leitindex der Währungsunion, der Euro-Stoxx-50 gewann 0,8 Prozent bei 3512 Stellen. Auch in der zweiten Frankfurter Reihe setzte eine stärkere Erholung ein. Im MDax holten sich die Nebenwerte knapp zwei Prozent zurück und notierten 20.638 Zähler. Der TecDax schloss 2,4 Prozent fester bei 1755 Punkten. In New York lief der Dow-Jones-Index von Zinssorgen betroffen zum Frankfurter Handelsschluss minimal leichter bei 17.395 Stellen.

Der nur noch gebremste Kursverfall des chinesischen Yuan habe die Anleger etwas beruhigt, sagten Händler. Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK sprach bei Dax-Abschlägen von knapp fünf Prozent von einer Übertreibung. Um die Exporte im Reich der Mitte wieder anzukurbeln hatte die Pekinger Notenbank den Yuan-Kurs in Fremdwährungen drastisch gesenkt. In Zeiten ultralockerer Geldpolitik in Europa, Japan und – auch wenn sie dort demnächst ein Ende findet – in den USA befürchten Börsianer mit China einen weiteren Akteur im globalen Abwertungswettlauf, der mit Blick auf die Wechselkurse derzeit stattfindet.

Am Donnerstag stieg der Wechselkurs des Dollars nur noch gering – um 0,2 Prozent auf 6,398 Yuan, der offiziell Renminbi heißt. Damit konnten die Anleger in Deutschland heute erst mal ihren Blick auf die heimische Wirtschaft richten. Denn die Bilanzsaison verabschiedete sich mit einem höchst unterschiedlichen Trio. Unter den Blue-Chips der ersten Börsenliga präsentierten RWE, K+S und Thyssen-Krupp ihre Quartalsergebnisse.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.08.2015, 12:46 Uhr

"...übersteht China-Schock"


da kann ich nur Müde lächeln.
Wer wie ich seit 50 Jahren dabei ist, und nur in Schwächephasen die internationalen Branchenführer kauft, sieht diese Schwankungen sehr gelassen.

Ein bißchen Gold, zum Glück hatte ich das auch schon vor Jahren gekauft, eine selbstgenutzte Immobilie, aber schon bezahlt, und die ein oder andere vermietete Immobilie,natürlich in guter Lage, und man kann bei so einem Wetter relaxt am Baggersee liegen.

In diesem Sinne, alle einen entspannten Tag.

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