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28.11.2012

17:56 Uhr

Börse Frankfurt

Dax erkämpft sich den Weg ins Plus

Der heutige Handelstag stand ganz unter dem Zeichen des US-Haushalts. Die dortigen Verhandlungen gestalten sich zäh und für die Anleger nervenaufreibend. Am Ende reichte es für den Dax dennoch zum Plus.

Griechenland bekommt seine Milliarden. Jetzt steht wieder der US-Haushalt im Fokus der Finanzmärkte. dpa

Griechenland bekommt seine Milliarden. Jetzt steht wieder der US-Haushalt im Fokus der Finanzmärkte.

FrankfurtDer Dax schloss nach einer langen Hängepartie 0,2 Prozent höher auf 7.343 Punkte. Die zweite Reihe kam kurz vor Schluss ebenfalls in Schwung. Der MDax beendete den Handelstag 0,1 Prozent fester auf 11.446 Punkte und der TecDax reduzierte bei einem Kurs von 834 Zählern sein Minus auf 0,3 Prozent.

Fast den gesamte Handelstag über drohte der Deutsche Aktienindex in Bedeutungslosigkeit zu versinken. Der Kurs bewegte sich in sehr engen Grenzen. Mit Eröffnung der US-Börsen nahm dann die Abwärtsdynamik zu. Das Minus vergrößerte sich auf bis zu 0,9 Prozent.

Börse Frankfurt am Mittag

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Die Kurse sanken, da vielen Anlegern, nach Sicherstellung der Griechenland-Hilfen, der US-Haushalt den Angstschweiß auf die Stirn trieb. Noch immer streiten sich Demokraten und Republikaner um eine Lösung des Budgetproblems. Der Mehrheitsführer im US-Senat, Harry Reid, hatte am Dienstag nur von "wenig Fortschritt" in den Verhandlungen gesprochen. Eine Lösung drängt. Bis Jahresende müssen sich die beiden Seiten einigen, ansonsten driften die USA in die Rezession ab.

Kurz vor europäischem Börsenschluss gab dann der republikanische Mehrheitsführer John Boehner bekannt, dass er Kompromissmöglichkeiten in den Haushaltsverhandlungen mit US-Präsident Barack Obama signalisiere. Allerdings verbindet er diese mit einigen Eingeständnissen bezüglich der Staatsausgaben. Einige Experten führten den kurzfristigen Anstieg der Aktienmärkte auf diese Äußerungen zurück. Doch angesichts der geringen Umsätze und der Tatsache, dass die Aussage Boehners nichts an der derzeitigen Lage des US-Haushalts verändert hat, ist diese Argumentation nur bedingt stichhaltig.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:55 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

Die Börsianer sind sich jedenfalls sicher, dass die beiden Lager zu einem Konsens kommen werden. Wahrscheinlich wird es eine Einigung "in letzter Sekunde" geben, ähnlich wie bei den Verhandlungen über die weiteren Griechenland-Hilfen in Europa. Der Grund für dieses Hinauszögern dürfte politischer Natur sein. Denn weder Demokraten noch Republikaner sind in dieser frühen Phase des Streits zu Zugeständnisse bereit und halten solange an ihrer Position fest, bis einer nachgibt. Mit dieser Taktik wollen beide Lager so viele eigene Leitlinien durchsetzten wie nur möglich und vor allem die Republikaner US-Präsident Barack Obama zu Zugeständnissen gemäß ihrer Vorstellungen zwingen. Eine ähnliche Entwicklung konnte man schon im letzten Jahr beobachten, als der US-Haushalt schon mal auf de Kippe stand. Letztlich wird es zu einer Einigung kommen, da andernfalls sich Demokraten sowie Republikaner den Vorwurf gefallen lassen müssten, für das Abrutschen der USA in die Rezession verantwortlich zu sein.

EU will Ratingagenturen an die Kette legen

Video: EU will Ratingagenturen an die Kette legen

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Geldmenge in der Euro-Zone steigt stärker als erwartet

Die neuesten Inflationszahlen in der Euro-Zone sorgten heute für einen bitteren Nachgeschmack. Im dritten Quartal stieg die Geldmenge um 3,9 Prozent und damit so stark wie im April 2009 nicht mehr. Die hohe Zahl erwischte viele Experten auf dem falschen Fuß und dürfte sich auf die letzte Zinssitzung in diesem Jahr deutlich auswirken. Die Analysten rätseln nun, ob die EZB angesichts der Rezession in der Euro-Zone und der erhöhten Inflation im dritten Quartal den historisch niedrigen Leitzins von derzeit 0,75 Prozent weiter kappen wird oder still hält.

Kommentare (15)

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28.11.2012, 07:23 Uhr

... spannender Auftritt von DBK-Managern ...
mich würde anderes sehr viel mehr interessieren, liebes HB
http://www.bloomberg.com/news/2012-11-27/goldman-ceo-blankfein-said-to-meet-with-obama-tomorrow.html

Account gelöscht!

28.11.2012, 08:21 Uhr

Kursziel (von einer bekannten US-Investmentbank) für den EuroStoxx50 in 2013 bei 1600 Punkten !, dies wird auch der Dax nicht ignorieren können.

qwertz

28.11.2012, 09:34 Uhr

Mein convicted sell und short ist E.on.
1.dem abwaertstrend des dax der irgendwann einsetzt wird sich das papier nicht entziehen koennen.

2.inkl.rueckstellungen hoechst verschuldet.die zinsen sind schon bei 0.

3.E.on produziertet etwas was man nicht sieht.fuehlt.riecht.schmeckt.unter marketinggesichtspunkten eine katastrophe.ueber sinn und unsinn bzgl.sinnlosen markenartikeln à la adidas,beiersdorf,und sonstgen marken kann man streiten aber die leute zahlen einen premium dafuer.fuer "nichts" wollen die leute logischerweise auch nichts zahlen

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