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21.01.2014

17:51 Uhr

Börse Frankfurt

Dax erkämpft sich ein kleines Plus

Die Geldspritze der chinesischen Notenbank lässt schwache Quartalszahlen in den Hintergrund rücken. Gegenwind kam hingegen aus den USA. Die Wall Street kämpft mit größeren Verlusten schmälerte die Gewinne des Dax.

Börsenausblick für Mittwoch, 22.01.2014

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FrankfurtDer Dax geht nur mit leichten Gewinnen aus dem Handel. Am Ende reichte es lediglich für ein Plus von 0,2 Prozent auf 9730 Punkte. In der zweiten Reihe sah es ähnlich aus. Der TecDax konnte nur 0,3 Prozent zulegen auf 1253 Zähler, der MDax verlor sogar 0,1 Prozent auf 16.899 Punkte.

Zu Handelsbeginn sah es noch besser aus. Eine Liquiditätssprite der People's Bank of China (PBoC) in Höhe von 31 Milliarden Euro sorgte an den Börsen für Kaufstimmung. In Fernost stiegen die Indizes um bis zu einem Prozent und hierzulande markierte der Dax ein neues Rekordhoch bei 9794 Punkten.

„Die Spekulationen um eine Kreditklemme und die jüngsten Konjunkturdaten haben am Markt die Befürchtung genährt, dass die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft an einem Wendepunkt angekommen ist“, sagte Aktienhändler Johnathan Sudaria vom Brokerhaus Capital Spreads.

Unterstützung bekam der Dax heute auch vom ZEW-Konjunkturindex. Zwar fielen in Deutschland die Konjunkturerwartungen leicht um 0,3 Punkte auf 61,7, auf europäische Ebene stiegen sie allerdings um satte fünf Zähler auf 73,3 Punkte. „Insgesamt verfestigen die Januar-Daten unser Bild einer Konjunkturbelebung im Euro-Raum zum Jahreswechsel. Die bisher veröffentlichten Daten deuten einen Anstieg der Wirtschaftsleistung in den Krisenländern bereits im Schlussquartal 2013 an und auch der Start ins neue Jahr dürfte positiv ausfallen. Die deutsche Wirtschaft profitiert von dieser Stabilisierung im Euro-Raum, da sich die Absatzperspektiven der deutschen Unternehmen dadurch verbessern“, erklärte Stefan Kipar von der Bayern LB.

Die schwachen US-Börsen hingegen trübten die Stimmung und schmälerten die Gewinne des Dax. Nach Frankfurter Börsenschluss notierte der Dow Jones 0,7 Prozent leichter auf 16.339 Punkte. Gerüchte, die Fed könnte ihr Anleihekaufprogramm früher als gedacht um weitere zehn Milliarden Dollar reduzieren verstärkte in den USA die Verkaufsdynamik.

Bei den Einzelwerten schauen die Anleger heute auf SAP. Der Softwarekonzern plant 2014 mit weniger Wachstum als im Jahr zuvor. 2013 hatten SAP Übernahmen zu einem Plus von elf Prozent verholfen – Währungseffekte und andere Faktoren herausgerechnet. Nun soll das Wachstum nur noch bei sechs bis acht Prozent liegen. Dabei sind die Vorzeichen gut. Der Marktforscher Gartner geht von einem weltweiten Plus im Geschäft mit Unternehmenssoftware von 6,8 Prozent aus. An seinen mittelfristigen Umsatzplänen halte der Softwarekonzern fest, sagte McDermott. Bis 2015 will SAP mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz schaffen. Die Anleger zeigten sich dennoch enttäuscht. SAP schloss 1,7 Prozent niedriger.

Kommentare (29)

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Wachstums-Mythos

21.01.2014, 08:20 Uhr

Shell, Deutsche, SAP - alle mit rückläufigen Gewinnen. Nicht representativ? Dann schauen wir mal auf P&G, MCD, Exxon.

Und ob so, das Wachstum in den USA aussieht?

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Denk_mal_drueber_nach

21.01.2014, 08:23 Uhr

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Programmierer

21.01.2014, 08:46 Uhr

Was interessieren die Unternehmensdaten? Die Wetten laufen auf Dax und da
der Dax die 10000 irgendwie feiern will, steigen eben andere Aktie entsprechend wenn
dt. Bank oder SAP schwächeln (auch nur solange wie computergesteuerte Kaufsignale) wieder
automatisch einkaufen. [...]

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