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07.09.2012

17:44 Uhr

Börse Frankfurt

Dax erklimmt neues Jahreshoch

Draghis Droge hat die Märkte gestärkt. Das Versprechen des EZB-Präsidenten versetzte Anleger den zweiten Tag in Folge in Kauflaune. Der Leitindex knackte deshalb sein vorheriges Jahreshoch.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtDer Deutsche Leitindex hat seine Rally vom Donnerstag fortgesetzt und ein neues Jahreshoch erklommen. Das bisherige Höchststand datierte vom März und liegt bei 7.194 Punkten. Diese Marke übertraf der Dax mit Leichtigkeit und schloss gegenüber dem Vortag mit einem Plus 0,66 Prozent bei 7.214 Punkten. Draghis Versprechen sorgte für Kauflaune, daran konnte auch der US-Arbeitsmarktbericht vom Nachmittag nichts ändern.

Die Umsätze, die im Sommer überaus niedrig gewesen waren, zogen ebenfalls deutlich an. Bereits am Vortag war die Handelsaktivität deutlich gestiegen. Der Umsatz im Dax betrug am späten Vormittag bereits 73 Prozent des 90-Tages-Schnitts. Rund 105 Millionen Aktien wechselten bis um 11.15 Uhr den Besitzer, genauso viele wie am Mittwoch über den ganzen Tag.

Charts der Woche: Diese Aktien springen vor Freude

Charts der Woche

Diese Aktien springen vor Freude

Jenseits der Euphorie vom Donnerstag machten diese Woche viele Aktien Kurssprünge. Mal hievten Analysten die Titel hoch, mal die Unternehmen selbst. Doch manche Papiere floppten gewaltig. Die Charts der Woche.

In den USA sind im August 96.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden - deutlich weniger als die Prognose von 125.000. Zudem wurde die Statistik des Vormonats nach unten revidiert.

„Es ist zu einem unerwartet schwachen Stellenaufbau in den USA gekommen“, sagte Helaba-Analystin Viola Julien. Also dürfte die amerikanische Notenbank das Tempo des Stellenaufbaus weiterhin als zu langsam bezeichnen. „Da die Fed in ihrer letzten Sitzung deutlich gemacht hatte, dass sie ohne eine substanzielle Verbesserung der Datenlage die Notwendigkeit für weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen gegeben sieht, dürften sich QE3-Spekulationen im Markt festigen.“

Der Tag an den Märkten (Stand: 14:20 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Am Donnerstag war den Börsianern ein Stein vom Herzen gefallen, als die EZB angekündigt hatte, unter bestimmten Bedingungen an den Finanzmärkten unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Ländern zu kaufen.

„Das scheint ein Weg zu sein, um aus der Krise herauszukommen. Die Rally geht weiter, und wer noch nicht im Markt ist, steigt sicher noch ein“, sagte ein Händler. Die Analysten der BayernLB urteilten, die EZB habe die Märkte beeindruckt, obwohl vieles erwartet worden war. Ein nun möglich gewordenes, koordiniertes Vorgehen von EZB und Regierungen sei dazu geeignet, die Märkte für längere Zeit zu beruhigen.

„Heißer Herbst“ für die Euro-Retter - Der Fahrplan in der Krise

Ende September/Anfang Oktober

Die „Troika“ der internationalen Kreditgeber Griechenlands will ihren neuesten Bericht über die Fortschritte bei den Reformen veröffentlichen. Die Analyse der Experten von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) ist Grundlage für die Auszahlung der nächsten Kredittranche an Athen.

8. Oktober

Treffen der Euro-Finanzminister.

18. und 19. Oktober

EU-Gipfel in Brüssel. Dort könnten die Euro-Retter entscheiden, ob Athen weitere Kredite und möglicherweise mehr Zeit für sein Sparprogramm erhält oder ob der Geldhahn zugedreht wird. Im letzteren Fall droht Griechenland der Staatsbankrott mit anschließendem Euro-Austritt.

Die Entspannung an den krisengeschüttelten Rentenmärkten setzte sich ebenfalls fort. Insbesondere in Spanien, aber auch in Italien und Portugal waren die Risikoaufschläge zu deutschen Staatsanleihen am Freitag weiter rückläufig. In Spanien und Italien liegen die Zinsaufschläge, die private Investoren verlangen, mittlerweile so tief wie seit fast einem halben Jahr nicht mehr.

Trevor Greetham vom Fondsanbieter Fidelity gab zu bedenken: „Ein Haken an der Sache bleibt aber, dass niedrigere Refinanzierungskosten die Peripheriestaaten nicht wettbewerbsfähiger machen.“ Viele Ökonomen begrüßten die Entschlossenheit der Notenbank zur Rettung der Gemeinschaftswährung. Anleihenkäufe könnten „als indirekte Staatsfinanzierung interpretiert werden, zur Vermeidung von Staatsinsolvenzen sind sie aber unumgänglich“, kommentierte das Bankhaus Lampe.

Kommentare (38)

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Account gelöscht!

07.09.2012, 08:21 Uhr

"politische börsen haben kurze beine"

das lese ich hier seit monaten und nach einem anstieg von mehr als 1.000 punkten...

nichts für ungut aber die beine sind mittlerweile schon längst nicht mehr kurz - was auch immer in den kommenden tagen/wochen/monaten passiert.

Kenner

07.09.2012, 08:40 Uhr

immer dieses tägliche "es geht hoch,es geht runter weil..."
Ich wurde auch für wahnsinnig erklärt als ich im april Inditex um knapp 70 kaufte..."ohjeee,spanien,all-time high" und jetzt?Amazon um 140..."ohjeee,apple macht die kaputt,die verdienen kein Geld mit ihrer Hardware..." und jetzt? einfach mal ruhig bleiben und qualität kaufen....ja,über meine Total bin ich schon enttäuscht,aber da schnapp ich eben 5% Dividende im Jahr plus mickrige Kursgewinne

Klar kann man mit Bankia,Intesa,Coba oder so nem schrott mal 10% am Tag gewinnen,aber auch verlieren.

und diejenigen die mit nem Fdax seit 6000 auf fallende Kurse wetten hören wohl öfter ihren Broker:"Margin Call".mal kurz überschlagen,ein fdax short hat gestern bis zu 3k miese gebracht,nice

Account gelöscht!

07.09.2012, 09:08 Uhr

Jaja... der Herr Heidelberger ... *erinnerung steigt auf (ende der WOche ü. 7100, Ende das Jahres zw. 7500-8000)
und Ende 2013 gibts die 10.000 DAX? Why Not?!
*PENG,hahahahhaamburger

Aufjedenfall sind die Kritiker ersteinmal zurecht verstummt.

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