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23.01.2014

18:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dax fährt Verluste ein

Selbst gute Nachrichten zur europäischen Konjunktur konnten nicht helfen. Der Leitindex blieb am Nachmittag im Minus. Unter den Unternehmern zählten K+S und die Commerzbank zu den Gewinnern. Allianz-Papiere fielen.

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FrankfurtDer deutsche Leitindex schaffte es am Donnerstag nicht ins Plus. Nach der Enttäuschung über schwache Konjunkturdaten aus China hätten positive Zahlen für die Eurozone den Handel nur kurzfristig etwas stützen können, sagten Börsianer. Ihre Hoffnungen wurden enttäuscht. Der Dax schloss mit 9631 Zählern 0,9 Prozentpunkte im Minus.

Bereits kurz vor dem Start sorgten negative Vorgaben von den US-Börsen für schlechtere Stimmung. Am späten Nachmittag verlor der d Leitindex 1,25 Prozent auf 9598 Punkte, er fiel damit auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Der MDax sank um 0,8 Prozent auf 16 739 Punkte. Der Index für Technologiewerte TecDax gab um 1,18 Prozent auf 1249 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sackte um 1,1 Prozent ab.

Dem Dax fehle nun mehr und mehr die Kraft für den Sturm auf die Marke von 10 000 Punkten, schrieb Jens Klatt von DailyFX: „Lediglich die Tatsache, dass es ihm bis jetzt immer wieder gelingt, die Marke von 9700 Punkten zurückzuerobern, ist ein positives Signal.“

Fakten zum Dax

Fakt 1

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Fakt 2

Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Fakt 3

Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Fakt 4

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Fakt 5

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Fakt 6

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Fakt 7

Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

Fakt 8

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

Fakt 9

Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,48 (Vortag: 1,47) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 133,27 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,40 Prozent auf 141,96 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3639 (Mittwoch: 1,3566) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7332 (0,7371) Euro.

Dass die Euro-Zone ihre Krise langsam hinter sich lässt, zeigten die am Nachmittag veröffentlichten Daten: Die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern legten im Januar zusammen so stark zu wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Das gab vor allem dem Euro Auftrieb. Die Gemeinschaftswährung kletterte in der Spitze auf ein Ein-Wochen-Hoch von 1,3646 Dollar.

Den Börsen in Deutschland und Europa half das nicht weiter: Sie ließen sich auch von positiven Nachrichten nicht aufwecken. Die Indizes entfernten sich nur wenig vom Vortagesschluss. Einzelwerte bewegten sich aber Dank Unternehmensnachrichten teils deutlich.

Kommentare (47)

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Programmierer

23.01.2014, 07:53 Uhr

Laßt ihn doch kurz fallen,die Maschinen sind weiterhin auf UP programmiert und werden den Markt schon durch diese Stopbuys wieder nach oben ziehen. Keinen interessieren die heutigen Zahlen,nur wichtig,das Geld der Notenbanken fliest also bleibt das Casino geöffnet.Auch gestern wieder Schnäppchen im Schattenmarkt und natürlich Siemens wie ich immer sage ein Kauf.

alexfiftyfour

23.01.2014, 08:11 Uhr

Natürlich geht es unter die 9700,warum soll es auch noch Leute geben die kaufen?
Da kommt eine Korrektur!
Die sieht aus wie eine Korrektur,die riecht wie eine Korrektur,die knallt wie eine Korrektur. Da hält man seinen Mund und geht einfach mit.Aber...nein,es gibt immer noch Leute die kaufen.
Ist mir total unverständlich.

Account gelöscht!

23.01.2014, 08:11 Uhr

Wann ist denn ihrer Meinung nach der Up-Modus mal beendet?
Irgendwann gab es in der Vergangenheit immer eine große Korrektur.

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