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08.06.2015

17:41 Uhr

Börse Frankfurt

Dax fällt fast auf 11.000 Punkte

Ein Mix aus Griechenland, steigenden Anleiherenditen und einem starken Euro machen dem Dax zu schaffen. Seit seinem Allzeithoch hat er über zehn Prozent verloren. Doch es gibt auch einen Gewinner: Die Deutsche Bank.

Börse am Abend

Man setzt Hoffnung und Erwartung in den neuen Deutsche Bank Chef

Börse am Abend: Man setzt Hoffnung und Erwartung in den neuen Deutsche Bank Chef

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FrankfurtDer Dax beginnt die neue Handelswoche genau so, wie er die vergangenen beendete hatte. Nach einem wechselhaften Start baute der Leitindex seine Verluste am Nachmittag deutlich aus. Am Ende lag der Dax bei 11.065 Zählern 1,2 Prozent im Minus. Damit notierte er über zehn Prozent tiefer als bei seinem Allzeithoch von 12.391 Punkten im April. Börsianer sprechen dann von einer „Korrektur“.

Für Verkaufsdruck sorgen mehrere Faktoren. Zum einen ist weiterhin ungewiss, wann die Federal Reserve in den USA die Zinsen anheben wird. Zum anderen treiben der starke Euro, der am Abend bei 1,1213 Dollar 0,9 Prozent höher bewertet wurde, sowie Griechenland die Anleger aus den Aktienmärkten.

Noch immer ist unklar, wie das krisengeplagte Land die 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds bis Ende Juni zurückbezahlen möchte. Eigentlich hätte Griechenland bereits am vergangenen Freitag eine erste Tranche von 300 Millionen Euro bezahlen müssen. Doch IWF und Athen konnten sich darauf einigen, dass diese zusammen mit den 1,6 Milliarden Euro erst am Ende des Monats fällig werden.

Aktienarten

Inhaberaktie

Ein Eigentümerwechsel ist jederzeit möglich.

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Die Besitzer sind in ein Aktionärsregister eingetragen.

Stammaktie

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Vorzugsaktie

Der Aktionär erhält eine höhere Dividende, verzichtet aber auf Mitspracherechte.

Stückaktie

Der Aktionär ist mit einem prozentualen Beitrag am Grundkapital beteiligt.

Nennwertaktie

Der Aktionär ist mit einem bestimmten Euro-Betrag (mindestens ein Euro) am Grundkapital beteiligt.

Quelle

„Aktien für Dummies“, Autoren: Christine Bortenlänger und Ulrich Kirstein. ISBN: 978-3-527-71018-8

Der Zahlungsaufschub der Gläubiger im Schuldenstreit macht eine schnelle Lösung wenig wahrscheinlich. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker lehnte am Wochenende ein Telefonat mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras ab und zeigte sich verärgert. Tsipras hatte ein von der Euro-Zone und dem IWF vorgelegtes Kompromisspapier, das ihm Juncker Mitte der Woche erläutert hatte, im Parlament als „absurd“ zurückgewiesen.

Im Hintergrund sorgt auch die Inflation in der Euro-Zone für Unruhe und für eine anziehende Verkaufsdynamik bei Aktien. Denn der überraschend starke Anstieg der Teuerungsrate hat die Attraktivität von Staatsanleihen dramatisch erhöht. Bundesanleihen, die Anfang des Jahres lediglich mit 0,05 Prozent rentierten, verzeichnen derzeit eine Verzinsung von 0,862 Prozent. Einen so steilen Anstieg hat es bei den Staatspapieren seit 1999 nicht gegeben. Selbst die in diesem Zeitraum fallenden extremen Ereignisse wie die Dotcom-Blase, der 11. September, die Subprime-Krise und die Anfänge der Griechenland-Krise haben die Anleihemärkte nicht derart aus der Bahn geworfen.

Dass der Dax nicht noch tiefer im Negativen notiert, hat er vor allem den Aktien der Deutschen Bank zu verdanken. Nach massiver Kritik von Investoren und Mitarbeitern haben die beiden Vorstandschefs der Deutschen Bank am Sonntag überraschend das Handtuch geworfen. Der Aufsichtsrat nahm die Rücktrittsangebote von Anshu Jain und Jürgen Fitschen an und ernannte John Cryan zur neuen Nummer eins. Die Aktie reagierte prompt. Am Montag schossen bis zu acht Prozent ins Plus. Am Ende notierten die Papiere 3,6 Prozent fester.

Kommentare (7)

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Juan Garcias

08.06.2015, 07:38 Uhr

Ich gehe davon aus, dass wir diese Woche die 11.000er Marke testen und eventuell den SMA200 anlaufen. Schöne Gelegenheit sich für den Rebound einzudecken. Solange Draghi liefert, wird es keinen Crash geben.

Account gelöscht!

08.06.2015, 09:17 Uhr

"Das Zittern beim Dax geht weiter"

Also ich zittere nicht. Ich weiß nicht ob ich es schon mal erwähnte, aber da ich seit 50 Jahren an der Börse investiert bin, ist mir das tägliche auf und ab völlig egal.
Langfristig ist die Aktienanlage alternativlos.

Ob der Dax 12000,11000 oder 10000 notiert ist mir egal. In meinem Erfolgsdepot sind nur die Marketmaker der Branchen vertreten.
Aber natürlich auch die global player wie Coca Cola usw.
Bei Schwäche kaufen,Dividende kassieren und sich freuen wenn dieses tolle Forum mal wieder geöffnet ist.

Account gelöscht!

08.06.2015, 12:48 Uhr

Der schlaue Bauer hat das bestimmt vorher geahnt,spätestens nach der HV, und hat noch mal was ins Depot gepackt und freut sich heute über 5% Plus.

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