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08.03.2012

18:03 Uhr

Börse Frankfurt

Dax feiert Schuldenschnitt mit Kurssprung

Die drohende Pleite Griechenlands scheint vom Tisch zu sein. Die Chancen auf eine Umschuldung des Landes stehen kurz vor der Entscheidung gut. An der Börse sorgt das für gute Laune - der Dax legt kräftig zu.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

FrankfurtMit einem Endspurt verabschiedet sich der Dax in den Feierabend. Die Nachricht der griechischen Regierung, dass mehr als 75 Prozent der privaten Gläubiger inzwischen zugesagt hat, sich freiwillig an dem geplanten Schuldenschnitt zu beteiligen, ließ den Dax kurz vor Börsenschluss noch einmal zum Steilflug ansetzen. Nach zwei schlechteren Börsentagen setzten sich am Donnerstag damit wieder die Optimisten durch.

Getrieben von der guten Nachricht aus Athen verzeichnete der Dax bei Handelsschluss ein Kursplus von 2,5 Prozent und taxiert bei 6834 Punkten. Der EuroStoxx gewann 2,2 Prozent und auch die Nebenwerte legen zu. Der MDax schloss 3,2 Prozent fester bei 10.431 Zählern, der TecDax kletterte 1,1 Prozent auf 759 Stellen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Am Donnerstagabend endet die Frist für die Abgabe von Tauschangeboten der Privatgläubiger für griechische Anleihen. Mit der Zustimmung von 75 Prozent der Gläubiger könnte Griechenlands Regierung sogenannte Umschuldungsklauseln (CACs) in den Anleihenverträgen - aber nur bei denen nach griechischem Recht - aktivieren und damit das Tauschangebot verbindlich für alle Gläubiger machen.

Durch den Schuldenschnitt verlieren Kleinanleger, aber auch Banken, Versicherer und Fondsgesellschaften Milliarden. Sie sollen „freiwillig“ ihrer Enteignung zustimmen, andernfalls droht ihnen der Totalverlust. Denn immerhin dürfen die Anleger, wenn sie dem Geschäft zustimmen, hoffen, einen Teil ihres Investments zu retten.

Positiv an der Börse aufgenommen wurden am heutigen Handelstag auch Daten aus Deutschland, wo die Gesamtproduktion im Januar stärker als erwartet gestiegen war. Kaum berührt zeigte sich der Markt hingegen vom Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und den wöchentlichen US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe.

Börse Frankfurt am Abend

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Für zusätzlichen Optimismus sorgte außerdem ein Bericht des „Wall Street Journals“. Dem Blatt zufolge erwägt die US-Notenbank Federal Reserve weitere Schritte zur Stimulierung der Wirtschaft. Im Gespräch sei ein neuartiges Programm zum Kauf von Anleihen, von dem keine neuen Inflationsgefahren ausgehen sollen. Die Spekulation auf eine solche Ausweitung der sogenannten Quantitativen Lockerung (QE) der Geldpolitik gab sowohl den US-Börsen als auch den asiatischen Aktienmärkten Auftrieb.

Bislang hat die Fed zwei Programme von Anleihekäufen aufgelegt, die Experten als QE1 und QE2 bezeichnen. „In den nächsten zwei oder drei Monaten ist ein QE 2.5 oder QE3-light möglich“, sagte Analyst Shun Maruyama von BNP Paribas in Tokio.

Kommentare (18)

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Wacken

08.03.2012, 09:22 Uhr

eher leichte Konsolidierung im Abwärtskanal

Frieden_Freiheit

08.03.2012, 09:48 Uhr

Siehe Link oben!

Abwärts sieht anders aus.

Sonnenschein

08.03.2012, 10:03 Uhr

Politische Börsen orientieren sich daran sowieso nicht...übrigens...wer ist denn diese unseriöse/unbekannte Firma "traducer"? Lächerlich

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