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04.10.2013

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Dax folgt der Wall Street ins Plus

Der Haushaltsstreit dauert weiter an. In den USA konnten sich die Kurse dennoch erholen. In Frankfurt folgten die Anleger den richtungsweisenden US-Börsen. Der Dax geht mit einem leichten Plus ins Wochenende.

Börse am Mittag

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DüsseldorfIm Zweifelsfall einfach der Wall Street folgen. In Deutschland dürften sich die Anleger genau das gedacht haben. So gab der Dax bis zur Eröffnung der US-Börsen kein Lebenszeichen von sich. Erst am Nachmittag setzt sich der Deutsche Aktienindex in Bewegung und folgte der Wall Street ins Plus. Am Ende konnte der Leitindex ein Plus von 0,3 Prozent auf 8623 Punkte ins Wochenende retten.

In der zweiten Reihe schloss der MDax 0,1 Prozent fester auf 15.130 Punkte. Der TecDax legte ebenfalls 0,1 Prozent zu auf 1095 Zähler.

Die US-Börsen notierten nach Frankfurter Börsenschluss im Plus. Der Dow Jones stieg um 0,2 Prozent auf 15.024 Punkte. Der S&P-500 legte 0,3 Prozent zu, der Nasdaq 0,4 Prozent. Die Aktien von Facebook stiegen um 1,6 Prozent. Das Unternehmen will über Instagram künftig Werbung vermarkten.

Viele skeptische Anleger blicken mit Sorge auf die Geschehnisse in den USA. Noch immer hält der US-Haushaltsstreit die Märkte in Atem. Mittlerweile sind hunderttausende Beamte in den USA im Zwangsurlaub. Der größte Konfliktpunkt der Parteien ist die Anhebung der Schuldenobergrenze. Sollte diese nicht bis zum 17. Oktober angehoben werden, droht der größten Volkswirtschaft der Welt die Zahlungsunfähigkeit. Sollte dies eintreffen, wären die USA nicht mehr ohne weiteres in Lage ihre Anleihen zu bedienen.

„Die Situation ist so verfahren, dass keiner mehr nachgeben kann, ohne das Gesicht zu verlieren“, sagte Marktstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co. Deshalb steige das Risiko, dass es tatsächlich zu einem Zahlungsausfall der weltgrößten Volkswirtschaft kommt. „Wenn man jetzt nicht eine ganz kreative Lösung findet, außerhalb der bisherigen Konfliktsphäre, dann geht es keinen Millimeter vorwärts“, prognostizierte Rahn.

Fakten zum Dax

Fakt 1

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Fakt 2

Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Fakt 3

Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Fakt 4

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Fakt 5

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Fakt 6

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Fakt 7

Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

Fakt 8

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

Fakt 9

Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.

Optimistische Börsianer schenken dem derzeitigen Stillstand an den Aktienmärkten kein Interesse. Sie setzen auf eine Einigung in letzter Minute und wollen dann dabei sein, wenn im Anschluss an die Lösung im US-Etatstreit die Kurse wieder anziehen sollten.

Francois Savary, der die Investitionsentscheidungen des Vermögensverwalters Reyl verantwortet, glaubt an eine solche Erleichterungsrally. Ein anderer Aktienhändler äußerte sich ähnlich. „Das aktuelle Gezänk ist nichts anderes als das übliche Säbelrasseln.“

Allerdings ist an den Börsen keine Verkaufswelle zu erkennen, von der sie sich erholen könnten, sollten sich die Parteien in den USA einigen. Der Dax hat sich seit Monatsbeginn kaum vom Fleck bewegt, der US-Standardwerteindex Dow Jones büßte weniger als ein Prozent ein. Unter Druck geriet lediglich die US-Währung. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, fiel zeitweise auf ein Acht-Monats-Tief. Ein Euro kostete am Freitag mit 1,3589 Dollar einen knappen US-Cent mehr als zu Monatsbeginn.

Kommentare (34)

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Programmierer

04.10.2013, 07:30 Uhr

Lächerlich, die paar Punkte. Die Maschinen sind weiter auf UP programmiert.Jeden Rücksetzer muß man nutzen. Der Markt ist von der Technik bestimmt.
Außerdem muß er noch das ausserbörsliche high von vorvorgestern nachbilden.
Auch gestern hat sich der US-Markt nach Xetraschluß wieder beruhigt.
Geld verdient man international nur am Finanzplatz Deutschland.

Account gelöscht!

04.10.2013, 07:41 Uhr

8.100 wir kommen! Jetzt geht es rund!

Troja

04.10.2013, 07:55 Uhr

Den Quatsch haben sie gestern schon geschrieben, dass der Dax die 8700 erreicht um das low abzuarbeiten. Auch da lagen sie wieder falsch.

Ihnen sei zu wünschen, dass sie noch rechtzeitig aufwachen. Übrigens verdienen die Instis genauso viel mit fallenden Kursen. Denken sie mal drüber nach

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