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28.05.2015

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax geht auf Tauchstation

Die Politik bewegte den Dax am Donnerstag. Die Anleger richteten ihren Blick auf den griechischen Schuldenstreit und die ausstehende Einigung. Für Gewinne hat es nicht gereicht. Der Dax schließt im Minus.

Börse am Abend

Dax geht auf Tauchkurs

Börse am Abend: Dax geht auf Tauchkurs

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FrankfurtGriechenland und die Europartner kommen einfach nicht zur Ruhe - ebenso wenig wie die Börsen in ganz Europa. Noch am Mittwoch hieß es, es gebe eine Durchbruch: Der griechische Ministerpräsident, Alexis Tsipras, gab an, dass sein Land in den Schuldengesprächen mit den internationalen Gläubigern auf die Zielgerade eingebogen sei.

Die Details zur Einigung sollten bald vorliegen. Tsipras versicherte, dass in dieser Woche Löhne und Renten normal bezahlt würden und es kein Risiko für die Bankeinlagen gebe. Für die europäischen Anleger waren diese Aussagen ein klares Kaufsignal.

Fakten rund um den Dax

Die Anfänge

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung” fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Wer ist gelistet?

Im Dax sind die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse enthalten.

Wie wird der Dax berechnet?

Der Index wird sekündlich auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr berechnet und ist ein Performance-Index. Damit unterscheidet er sich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Wonach werden die Aktien gewichtet?

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Was entscheidet über die Aufnahme in den Dax?

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse nach diesen Kriterien eine Rangliste, die dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index dient. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Wie beeinflussen Dividenden den Index?

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Wer bestimmt über den Dax?

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt aber vier Mal im Jahr: im März, Juni, September und Dezember.

Heute fragten sich die Anleger allerdings, ob die Sache nicht ein Strohfeuer war. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Berichte einer baldigen Einigung der internationalen Gläubiger mit Griechenland im Schuldenstreit zurückgewiesen. „In der Sache sind die Verhandlungen zwischen den drei Institutionen und der griechischen Regierung noch nicht sehr viel weitergekommen“, sagte Schäuble am Rande des Treffens der Finanzminister und Notenbankgouverneure der G7-Staaten in Dresden. Er sei „immer ein wenig überrascht, dass aus Athen immer gesagt wird, wir stünden kurz vor einer Einigung“.

Auch IWF-Chefin Christine Lagarde gab sich skeptisch. Lagarde sagte am Donnerstag in der ARD, handfeste Ergebnisse der seit Monaten laufenden Verhandlungen gebe es noch nicht. Dagegen machte die Regierung in Athen weiter gute Stimmung – sie setzt nun auf einen Kompromiss über die Auflagen für neue Hilfen des IWF und der Euro-Zone bis zum Sonntag.

Die Börse reagierte mit Enttäuschung. Nach einem eher schlappen Handelstag ging der Dax 0,8 Prozent leichter bei 11.677 Punkten aus dem Handel.

Auch die andere Seite des Atlantik barg für die Anleger heute eher Enttäuschungen. Der Schwächeanfall der US-Wirtschaft zu Jahresbeginn spricht nach Ansicht des US-Notenbankers John Williams nicht gegen eine rasche Zinserhöhung. Die Entscheidung über den Zeitpunkt für eine geldpolitische Straffung stehe beim nächsten Treffen Mitte Juni ebenso an wie auf späteren Zusammenkünften, betonte der Chef der Notenbank von San Francisco am Donnerstag. Aus den Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung ging allerdings hervor, dass viele Notenbanker eine Abkehr von der langjährigen Nullzinspolitik im Juni für verfrüht halten.

Williams sagte, der schwache Start der US-Wirtschaft ins Jahr sei eine Anomalie - bedingt durch Sonderfaktoren wie die ungewöhnlich kalte Witterung. Williams ist dieses Jahr im FOMC stimmberechtigt und hat geldpolitisch ähnliche Ansichten wie Fed-Chefin Janet Yellen.

Kommentare (12)

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Juan Garcias

28.05.2015, 07:30 Uhr

Welcher "Anleger" sitzt denn den ganzen Tag vor der Daxkurve und kauft dann in 1 Minute 100 Punkte hoch?

Griechenland ist genauso wenig Grund dafür, wie für die Rücksetzer zuvor. Hört sich halt hübsch an als Begründung.

Account gelöscht!

28.05.2015, 08:33 Uhr

Rosige Aussichten für Anleger die wie ich schon seit Jahrzehnten dabei sind.

Wenn man die letzten 50 Jahre immer nur die Trendsetter einer Branche gekauft hat, bei allgemeiner Schwäche aufgestockt hat, dann ist einem das tägliche auf und ab im Dax egal.

Es gibt auch gute Aktien außerhalb des Daxes, ich weiß das und habe nur Gewinner im Depot. Dazu kommt noch die Dividende und man kann 500 Punkte runter oder 1000 rauf sehr gelassen sehen. Dafür bleibt dann Zeit für andere Dinge, z.Bsp. Kommentare schreiben über die Alternativlosigkeit der Aktienanlage.

Herr walter rehm

28.05.2015, 09:01 Uhr

Lieber Peter,

Sie haben es erkannt, das System verstanden!

natürlich sitzt da kein "Anleger"...wie soll der auch in Minuten...Nanosekunden reagieren.....der handel wird von Maschinen mittele Programmen...emotionslos...vollautomatisch gemacht...die spulen einfach nur ihre Gewinnprogramme ab

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