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19.01.2012

18:09 Uhr

Börse Frankfurt

Dax geht erneut mit Gewinnen aus dem Handel

Der Dax orientierte sich heute weiter nach oben. Positive Signale von den US-Märkten und erfolgreiche Anleiheauktionen in Südeuropa hievten den Leitindex in die Gewinnzone. Für eine Überraschung sorgte die Commerzbank.

Bullenzeit: Die Dax-Rally geht weiter. dpa

Bullenzeit: Die Dax-Rally geht weiter.

DüsseldorfDer zuletzt starke Dax hat auch heute wieder seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Nach einem zuversichtlich stimmenden Börsenbeginn stoppte er am Vormittag zwar seine Rally und rutschte für kurze Zeit in die Verlustzone. Bis zur Mittagszeit erholte sich der Leitindex jedoch wieder und beendete den Handelstag in Frankfurt mit einem Plus von rund einem Prozent bei 6.416 Punkten. Seit Jahresbeginn hat das Börsenbarometer damit rund acht Prozent hinzugewonnen.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:58 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Auch die Nebenwerte befinden sich im Aufwärtstrend. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Donnerstag 0,9 Prozent auf 9.838 Punkte, der Technologiewerte-Index Tecdax rückte um ein Prozent auf 752 Zähler vor. Der SDax kletterte ebenfalls um 0,7 Prozent auf 4.588 Stellen.

Für den positiven Trend machten die Börsianer vor allem zwei Ursachen aus: Positive und unerwartete Signale aus den USA und erfolgreiche Anleiheauktionen in Frankreich und Spanien führten zu vermehrten Käufen. Davon profitierten besonders deutsche Finanzwerte.

Commerzbank holt zum Befreiungsschlag aus

Video: Commerzbank holt zum Befreiungsschlag aus

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Größter Gewinner im Dax waren die Papiere der Commerzbank. Die Ankündigung des Geldhauses, seine Eigenkapital-Lücke von 5,3 Milliarden Euro aus eigener Kraft zu schließen, hat die Aktie kräftig angeschoben. Die Papiere zogen am Donnerstag um bis zu 14,8 Prozent auf 1,62 Euro an. In der Spitze waren die Aktien bis auf 15 Prozent und damit auf 1,62 Euro geklettert, den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Mit einem Minus von 1,7 Prozent gehörte die Aktie gestern noch zu den Verlieren des Tages im Dax.

Commerzbank-Chef Martin Blessing hatte erklärt, mit einem Maßnahmenpaket könne die Kernkapital-Decke bis Ende Juni sogar um 6,3 Milliarden Euro aufgebessert werden. „Das hört sich alles viel besser an als erwartet“, sagte ein Händler. „Für die Aktie heißt das: viel Luft nach oben.“ Die Aktionäre müssen jedoch wahrscheinlich erstmal auf Gewinnausschüttungen verzichten, da die Bank rund 1,2 Milliarden Euro aus dem Gewinn des vierten Quartals direkt in das Kernkapital fließen lassen will. Die Milliarden will die Commerzbank vor allem durch den Abbau von Risikogeschäften und das Einbehalten von Gewinnen zusammenkratzen.

Im Schatten der Commerzbank verzeichnete auch die Deutsche Bank Gewinne. Die Papiere von Deutschlands größtem Geldhaus legten um 8,4 Prozent auf 32,48 Euro zu. Auch in anderen europäischen Ländern gehörten Finanztitel zu den Profiteueren des heutigen Marktgeschehens. An der Mailänder Börse sprangen die Aktien der italienischen Bank Unicredit auf 13 Prozent. In Frankreich waren Titel von Société Général (+11,5 Prozent) und BNP Paribas (+8,2 Prozent) gefragt.

Zufrieden dürften auch Lufthansa-Aktionäre sein. Die Aktien des Luftfahrtkonzerns stiegen um 4,9 Prozent auf 10,17 Euro, nachdem Analysten der HSBC die Papiere von „neutral“ auf „übergewichten“ gestuft hatten.

Nicht ganz gut lief es heute für den Chiphersteller Infineon. Nachdem die Aktien des IT-Konzerns am Mittwoch nach Börsenschluss die Dax-Rangliste mit einem Plus von drei Prozent anführten, rutschten die Papiere heute mit 0,2 Prozent ins Minus.

Kommentare (29)

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daprode

19.01.2012, 08:17 Uhr

Klar, die steigenden Boersen haben nichts mit LTRO, dabei sowohl den vergangenen ca EUR 490 Mrd Liquiditaet und den kommenden ca EUR 1000 Mrd der EZB zu tun. Trichet und Draghi haben die EZB Bilanzsumme in den letzten 8 Monaten verdoppelt. Journalisten waren einmal kritische Beobachter, jetzt sind sie verkommen zu willigen Pressesprechern einer unfaehigen Politikerkaste der G7 und der reformunwilligen Kapitalmaerkte. Es scheint immer klarer, dass den G7 und deren Zentralbanken das schleichende Ende ihrer Vormachtstellung blueht; die ungelösten Schuldenkrisen und die unsinnigen Lösungsansätze kommen jetzt als kraeftige Brandbeschleuniger.

Account gelöscht!

19.01.2012, 08:35 Uhr

für die knallharten zocker, mit kein problem auf totalverlust oder 100 % in wenigen tagen (hat letzte woche schon einmal geklappt):

eastman kodak (wkn 850937). heute wieder sehr liquide hier in frankfurt

Account gelöscht!

19.01.2012, 09:13 Uhr

Wenn das HB schreibt der DAX steigt, so ist die Wahrscheinlichkeit, daß er fällt sehr hoch.
In den letzten Tagen wurde immer schwarz gemalt und der DAX ist mächtig hochgegangen.

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