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07.04.2017

18:03 Uhr

Börse Frankfurt

Dax geht kaum verändert ins Wochenende

Die von den Investoren mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten fielen enttäuschend aus. Der Dax reagierte dennoch positiv auf die Nachrichten und machte sein zwischenzeitliches Minus nahezu wett.

Börse am Abend

Dax im Minus: Investoren setzen auf „Krisenwährung“ Gold

Börse am Abend: Dax im Minus: Investoren setzen auf „Krisenwährung“ Gold

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FrankfurtDie US-Konjunktur hält am Freitag schlechte Nachrichten für die Anleger bereit. Das Wachstum des US-Arbeitsmarktes hat im März unerwartet nachgelassen. Statt von den Ökonomen erwarteten 180.000 Jobs, konnten die US-Arbeitgeber lediglich 98.000 Stellen neu schaffen, meldet das US-Arbeitsministerium. Die Job-Wachstumsrate war damit die schwächste seit Mai 2016. Zugleich ist die Arbeitslosigkeit im Land auf 4,5 Prozent und damit auf ein neues Tief gefallen.

Der deutsche Leitindex verlor 0,05 Prozent und endete damit auf seinem Tageshoch bei 12.225,06 Punkten. Daraus resultierte ein Wochenverlust von 0,7 Prozent. Vor dem Arbeitsmarktbericht hatte der US-Raketenangriff auf Syrien für Zurückhaltung unter den Anlegern gesorgt. Der Index mittelgroßer Werte MDax rückte am Freitag um 0,38 Prozent auf 24.202,32 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,58 Prozent auf 2.046,28 Punkte.

Patrick Hussy, Geschäftsführer des Forschungsunternehmens Sentix, sieht für den Dax die Gefahr einer kurzfristigen Korrektur um fünf bis zehn Prozent. „Das Vertrauen in Aktien schwindet“, stellte Hussy fest und verwies darauf, dass US-Präsident Donald Trump als Treiber von Konjunkturerwartungen und Aktienkursen erst einmal an Wirkung verloren habe.

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Die US-Arbeitsmarktdaten bestehen aus zwei unabhängig ermittelten Komponenten. Die Arbeitslosenquote ist demnach auf den niedrigsten Stand seit 2007 gefallen. Doch neue Jobs wurden überraschend wenige geschaffen.

Die Anleger hatten bereits am Morgen sich von Aktien getrennt – der Angriff eines syrischen Raketenstützpunktes durch die USA verunsicherte die Anleger. „Jetzt gilt es, die politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen des US-Alleingangs zu bewerten“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

„Umso spannender wird jetzt, wie sich US-Präsident Donald Trump beim Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in der Nordkorea-Politik positioniert.“ Hier drohe ein Konflikt mit China. Dessen Nachbarland Nordkorea hatte in den vergangenen Tagen mit Raketentests provoziert.

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Die Aktie der Deutschen Bank rutschte nach einem leichten Plus am Mittag am Abend um 0,83 Prozent tiefer. Die größte deutsche Bank hatte mitgeteilt, ihre acht Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung unter Dach und Fach gebracht zu haben. Dabei seien 98,8 Prozent der Bezugsrechte ausgeübt worden. Die restlichen Aktien würden von den begleitenden Investmentbanken über die Börse verkauft.

Die Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall setzten ihre Rekordrally mit plus 1,6 Prozent zunächst fort. Jedoch ebbte das Kurwachstum am Nachmittag ab, sodass die Aktie lediglich 0,3 Prozent im Plus notierte. Hier setzen die Anleger ohnehin bereits auf steigende Militärausgaben.

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Die Papiere des österreichischen IT-Konzerns S&T kamen auf dem höchsten Niveau seit 2004 weiter voran. Der Großaktionär der schwächelnden Kontron zeichnet deren Kapitalerhöhung und kommt damit dem Ziel näher, Kontron mit ihrer eigenen Deutschlandtochter zu verschmelzen.

Im SDax schossen Biotest um mehr als fünf Prozent nach oben. Die chinesische Investmentgruppe Creat hat sich mit dem Biotest-Mehrheitsaktionär auf die Grundzüge des Kaufs der hessischen Pharmafirma geeinigt. Eine Prognoseanhebung schob Aktien des Waschanlagenbetreibers Washtec zeitweise auf ein Rekordhoch. Sie schlossen 4,9 Prozent fester.

Kommentare (1)

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Herr Hofmann Marc

07.04.2017, 08:12 Uhr


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