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27.05.2011

18:08 Uhr

Börse Frankfurt

Dax geht mit Gewinnen ins Wochenende

US-Märkte sorgten auch in Deutschland für eine Erholung am Aktienmarkt. Metro war nach einem Analystenkommentar heiß begehrt. Anleger trennten sich von Telekom- und Commerzbank-Aktien.

Börse Frankfurt: Die Stimmung am letzten Wochenhandelstag war überwiegend freundlich. Quelle: dapd

Börse Frankfurt: Die Stimmung am letzten Wochenhandelstag war überwiegend freundlich.

Frankfurt/DüsseldorfAm letzten Wochenhandelstag hat der Dax doch noch an Schwung gewonnen. Erfreuliche Börsenkurse in den USA stützten heute überwiegend den Dax. Der deutsche Leitindex ging mit einem Plus von 0,69 Prozent auf 7163 Punkte aus dem Handel. Der MDax legte 0,65 Prozent auf 10.694 Punkte zu. Der TecDax kletterte zum Ende hin um 0,45 Prozent auf 897 Punkte.

Sorgen um die Griechenlandkrise ließen jedoch die Nervosität nicht weichen. Für eine gedämpfte Stimmung am Nachmittag sorgte vor allem die von Fitch angedrohte Herabstufung Japans. Die Ratingagentur verwies vor allem auf die noch unwägbaren Kosten für den Wiederaufbau nach dem Jahrhundertbeben im März und die Sanierung des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima.

In der Liste der größten Dax-Gewinner herrschte ein fröhliches „Bäumchen-wechsle-Dich“: Auf den ersten drei Plätzen tauschten Metro, Volkswagen und Merck regelmäßig die Plätze, später gesellten sich noch HeidelbergCement und Allianz dazu. Spitzenreiter waren zu Handelsschluss jedoch die Werte von Metro mit einem Kursgewinn von 2,4 Prozent auf 45,46 Euro. Ein Analystenkommentar von JPMorgan sah eine gute Einstiegsmöglichkeit bei der Aktie. Seit Jahresbeginn haben Metro knapp 18 Prozent an Wert eingebüßt.

Telekom-Aktie auf der Verkaufsliste
Entgegen dem allgemeinen Trend verlor jedoch die Telekom-Aktie und schloss 0,2 Prozent schwächer bei 10,14 Euro. Im Laufe des Tages drohte sie sogar unter die 10 Euro-Marke zu fallen. Grund dafür waren Spekulationen über ein mögliches Scheitern des Verkaufs der US-Mobilfunktochter an AT&T.Börsianern zufolge führten sowohl von demokratischen als auch republikanischen US-Politikern formulierte Bedenken zu neuer Skepsis bei den Anlegern, ob das 28-Milliarden-Euro-Geschäft wie geplant durchgehe. Die Politiker hatten am Donnerstag erneut vor allem kritisiert, dass der Wettbewerb leiden würde. Hinzu kam ein Angebot Griechenlands weitere Anteile von OTE zu kaufen. „Griechenland bittet uns um Gespräche über die weitere Privatisierung von OTE“, sagte ein Telekom-Sprecher am Freitag. Groß verhandeln müssen die Griechen, die noch 20 Prozent an OTE halten, eigentlich nicht: Die Telekom, die für 3,9 Milliarden Euro schon 30 Prozent an OTE erworben hat, ist durch eine Put-Option verpflichtet, Griechenland weitere zehn Prozent an OTE zum festgeschriebenen Preis abzunehmen. Beim derzeitigen OTE-Aktienkurs wären gut 400 Millionen Euro fällig.

Schlusslicht im Dax war die Aktie der Commerzbank. Sie schloss 0,84 Prozent schwächer bei 3,14 Euro. Zeitweise hatte sie bis zu 2 Prozent verloren. Offenbar waren Gewinnmitnahmen nach der deutlichen Erholung an den Vortagen für den Kursrutsch verantwortlich.

Fresenius-Werte gehörten mit einem Abschlag von 0,38 Prozent auch zu den großen Verlieren. Fresenius hatte in den USA ein Gerichtsverfahren verloren. Dem weltgrößten Dialyse- Anbieter war vorgeworfen worden, der staatlichen amerikanischen Krankenkasse Medicare zu hohe Kosten in Rechnung gestellt zu haben. Ein Richter ordnete nun an, dass das Untenehmen aus Bad Homburg 82,6 Mill. Dollar zahlen muss.

Aufgrund des Dividendenabschlags bildete die Praktiker-Aktie zu Handelsschluss das Schlusslicht. Wacker Chemie wurden heute zwar auch ex Dividende gehandelt, gewannen jedoch 4,17 Prozent auf 148,80 Euro dazu. Händler verwiesen auf eine Kurzstudie von Cheuvreux, in der die Aktien als Kaufgelegenheit empfohlen wurden. Anleger sollten sich die Papiere vor der Investorenveranstaltung in der kommenden Woche ins Depot legen, hieß es den Angaben zufolge. Die aktuellen Nachfragesorgen in der Solarbranche beträfen Wacker Chemie nicht, da das Unternehmen seine Produktion des Solarzellen-Rohstoffs Polysiliziums bis ins Jahr 2015 bereits verkauft habe.

Spitzenreiter im TecDax: Pfeiffer Vacuum

Trotz eines Dividendenabschlags von 2,90 Euro haben sich Pfeiffer Vacuum zu Handelsschluss an die Spitze des TecDax gesetzt. Die Papiere des Vakuumpumpen-Herstellers verteuerten sich um 3,35 Prozent auf 86,92 Euro - ohne den Dividendenabschlag belief sich das Plus sogar auf zeitweise 7,5 Prozent. Händler begründeten den Anstieg mit einer charttechnisch bedingten Erholung, nachdem die Titel seit Monatsanfang über zehn Prozent an Wert eingebüßt hatten. Die pessimistischen Aussagen des Vorstandes vom Donnerstag zur Profitabilität im laufenden Jahr seien zudem schon eingepreist gewesen, fügte ein Börsianer hinzu.

KWS-Aktie wurde von Gewinnmitnahmen gedrückt

Die gestiegenen Preise für Mais, Weizen und andere Agrarprodukte ließen beim Saatguthersteller KWS die Kassen klingeln. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 um 15 Prozent auf 136,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Einbeck in Niedersachsen am Freitag mitteilte. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 656,2 Millionen. Die Börse belohnte das im SDax gelistete Unternehmen jedoch nicht. Die Aktien schlossen 1,67 Prozent schwächer. "Das Unternehmen hat seine Gewinnprognose in diesem Jahr Anfang Mai bereits zum zweiten in die Höhe geschraubt, da hauen die Zahlen jetzt keinen mehr vom Hocker“, sagte ein Händler. Stattdessen würden die Anleger lieber ihre Gewinne mitnehmen.

Kommentare (7)

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Dax

27.05.2011, 09:47 Uhr

Same as every Dax."Vorgaben" sind gut,morgens wird der DAX abervkauft und USA ziehen ihn wieder hoch.DOW schloss mit 0,1% Plus gestern,der DAX muesste,da er von den USA soooo abhängig ist in etwa bei 7220 stehen.steht aber wieder auf dem Niveau von gestern 22.00 Uhr.50 Ounkte unter Tageshoch

Krachabaeus

27.05.2011, 10:33 Uhr

Wenn ich das schon wieder höre, DAX fährt Gewinne ein! Nach der strammen Glaterske von zwei Monaten, wo es hieß Herr "Ramadan von Ottenbronn" geht auf Schlichtungskurs zur vorübergehenden Zwangsschmurkose dachte ich mir schon: "Hotz Potz"! Bei aller Welt, was zum Henker ist denn bei den Maiyanern los? Da reicht es nicht aus, dass der Indianerhäuptling vom Stamm der Kaschonen in den Wald brüllt und meint er müsse auf fallende Kurse setzen.Ich denke alle wissen wer gemeint ist. Und selbst wenn die internationale Bankenlandschaft einen Riegel vor die hetzerischen Molebar-Teufeleien vorgesetzt bekommt. was juckt das einen Ackergaul? Genau, nichts!
Vielen Dank.

anonym

27.05.2011, 10:56 Uhr

DAX 7150....das nennt man Gewinne wenn er am morgen bei 7210 stand,bzw. gestern morgen auch bei 7210.
Man shortet morgens immer bis ca.16-17 uhr und geht dann wieder long.
ganz einfach,denn der DAX hat kein Eigenleben sondern folgt nur den USA bzw.den US futures.
Wo ist die vielgenannte Liquidität?
Die Superanalysten und deren Blabla?
In was denn investieren wenn Griechenland fällt?Spanien?Italien?deren Bonds?deren Aktien?Mahlzeit....

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