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30.11.2012

17:47 Uhr

Börse Frankfurt

Dax geht mit Gewinnen ins Wochenende

Der Dax hat eine solide Woche hinter sich – doch für ein neues Jahreshoch reichte es nicht. Der Bundestag hat die neuen Griechenland-Hilfen genehmigt und Anleger waren so entspannt wie lange nicht mehr.

Händler an der Frankfurter Börse. Für ein neues Jahreshoch reichte es nicht. dapd

Händler an der Frankfurter Börse. Für ein neues Jahreshoch reichte es nicht.

FrankfurtDie Impulse für Anleger waren durchwachsen. Kauflaune kam deshalb nicht wirklich auf, doch schlecht war sie auch nicht. Der US-Haushaltsstreit sorgte für Optimismus wie auch für Besorgnis. Der Dax schloss deshalb mit einem moderaten Plus von 0,06 Prozent bei 7.405 Punkten. Damit schloss der Dax nahe seines Jahreshochs von 7.478 Punkten, das er am 21. September aufgestellt hatte. Auf Wochensicht hat der Dax rund 1,4 Prozent zugelegt.

Politische Börse vom Feinsten

„Im Mittelpunkt des Interesses stehen weiterhin die sich zwischen Demokraten und Republikanern mühsam gestaltenden Verhandlungen um den US-Haushalt“, sagte Aktienmarkt-Experte Gregor Kuhn vom Brokerhaus IG Markets. „Zuversichtliche Äußerungen von den politischen Verhandlungsführern manifestieren sich umgehend in Aufschlägen, relativierende bis skeptische Einschätzungen führen zu entsprechenden Rücksetzern an den Märkten.“ Das sei eine politische Börse „par excellence“.

Während Politiker am Mittwoch noch positive Signale ausgesandt hatten, warfen sich Republikaner und Demokraten am Donnerstag gegenseitig vor, keine ernsthaften Vorschläge für eine Einigung vorzulegen. In den USA laufen zum Jahreswechsel Steuererleichterungen aus und es stehen automatische Ausgabekürzungen an, sofern sich Präsident und Kongress nicht auf einen neuen Haushalt einigen.

Nach Ansicht der Experten könnte die weltgrößte Volkswirtschaft über diese sogenannte „Fiskalklippe“ in eine Rezession stürzen. Die meisten Analysten gehen aber nicht davon aus, dass es soweit kommen wird.

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Griechenland: Aufgeschoben, nicht aufgehoben

„Kicking the can down the road“, würden die Amerikaner sagen. Hierzulande würden wir es „auf die lange Bank geschoben nennen.“ Der Bundestag hat am Freitag dem neuen Hilfspaket für Griechenland mit breiter Mehrheit zugestimmt. Für das Maßnahmenbündel stimmten 473 Abgeordnete, mit Nein votierten 100 bei elf Enthaltungen, wie Parlamentsvizepräsident Hermann Otto Solms (FDP) mitteilte.

Vorgesehen sind ein Schuldenrückkaufprogramm, Zinssenkungen und längere Kreditlaufzeiten; mit dem Paket verbunden ist zudem die grundsätzliche Freigabe von Hilfszahlungen in Höhe von insgesamt 43,7 Milliarden Euro an Griechenland. Griechenland erhält damit mehr Zeit, und zwar bis 2014. Schäuble erklärte am Vormittag, dass es die eine große Aktion nicht geben könne. Anleger werden somit wohl weiter von Ast zu Ast hangeln müssen.

Kommentare (18)

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Account gelöscht!

30.11.2012, 09:13 Uhr

Nochmal - jeder Fondsmanager wäre am Jahresende 2012 froh hätte er bei 7400 seiene Positionen abgesichert...

Account gelöscht!

30.11.2012, 10:35 Uhr

Da wäre ich mir nicht so sicher. Woher nehmen Sie Ihre "Sicherheit"?

Ich halte auch 7.500 oder 7.600 zum Jahresultimo für möglich. Von der globalen Realwirtschaft, in der sich praktisch alle DAX-Unternehmen bewegen, sind die Kurse doch längst abgekoppelt. Diese Abkoppelung ist im Grundsatz mit dem ersten Rettungspakrt für Griechenland festgezurrt worden. Die Politik hat sich längst unumkehrbar auf Inflationierung festgeschrieben. Bei der Geldanlagee geht es doch inzwischen darum, wo man langfristig am wenigsten verliert .........!
Absicherung kostet Geld. Über lange Zeit abgesicherte Positionen zu halten, ist m.E. keine gute Strategie.

Der viel beschworene "Absturtz", wenn es denn einer wird, kommt frühestens im März; vielleicht erst nach der BT-Wahl.

zio

30.11.2012, 11:23 Uhr

und Eon nähert sich dem Tagestief....bloss raus aus E.on solange es noch 14€ wert is,nächstes Jahr steht ein Komma zwischen den beiden Ziffern

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