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13.08.2014

17:57 Uhr

Börse Frankfurt

Dax gelingt Erholung im zweiten Anlauf

Zur Wochenmitte fängt sich der Dax und legt anderthalb Prozent zu. Damit sind die Vortagsverluste aufgeholt, auch dank solider Unternehmensbilanzen. So verfehlt der Leitindex die 9200er Marke zum Ende hin nur knapp.

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FrankfurtDer Dax hat sich am Mittwoch von starken Vortagsverlusten erholen können. Im Frankfurt schloss der Leitindex mit 9198 Punkten 1,4 Prozent fester. Hoffnungen auf einen starken US-Einzelhandel waren am Mittag zwar enttäuscht worden, doch solide Quartalszahlen und eine Beruhigung im Ukraine-Konflikt sorgten für Auftrieb. Nicht zuletzt die positive Entwicklung an der Wall Street gab den Rückenwind für den Sturm auf die 9200er Marke.

Auf dem Parkett war von einem erneuten Erholungsversuch die Rede, nachdem der Leitindex seit Anfang Juli bis zum vergangenen Freitag rund 1000 Punkte eingebüßt und den tiefsten Stand seit Oktober 2013 erreicht hatte. Da die Krisenherde Ukraine und Naher Osten weiter schwelten, bleibe die Lage unsicher. Diese Themen seien augenblicklich zwar wieder etwas in den Hintergrund gerückt, aber nicht aus dem Blick geraten, hieß es.

Die Meilensteine des Dax

1. Juli 1988

Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

5. April 1991

In Frankfurt geht das „Interbank Informations System” - kurz Ibis genannt und eine Art Vorläufer des Xetra-Systems - an den Start.

19. Januar 1996

Die Börse führt den MDax ein, dem zunächst 70 mittelgroße Unternehmen angehören. Im März 2003 wird der MDax auf 50 Unternehmen verkleinert.

18. November 1996

Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.

10. März 1997

Start des Neuen Marktes. Nach einer Reihe von Skandalen wird das Segment am 21. März 2003 wieder abgeschafft. Am 24. März 2003 wird als inoffizieller Nachfolger der TecDax eingeführt, dem 30 Tech-Aktien angehören.

28. November 1997

Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für „Exchange Electronic Trading” - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an. Zunächst werden 109 Aktien auf Xetra gehandelt. Später öffnet die Börse Xetra für alle deutschen sowie für europäische und US-Aktien.

7. März 2000

Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht. Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Danach beginnt beim Dax eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2000

Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2003

Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.

1. Juni 2007

Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.

13. Juli 2007

Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab. 2009 beschleunigt der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate die Talfahrt des Dax.

21. Januar 2008

Der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate leitet die Talfahrt des Dax ein. Am 21. Januar fällt der Index um mehr als 500 Zähler oder sieben Prozent auf 6790 Punkte.

9. März 2009

Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: Mit 3588 Punkten erreicht der Dax zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es bergauf. Am 25. Oktober schafft der Dax zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

30.12.2010

Es reicht nicht ganz bis zur 7000-Punkte-Marke, aber mit 6.914 Punkten hat der Dax bis Ende 2010 schon wieder kräftig aufgeholt.

22. Mai 2013

Der Mai wurde für den Dax der Monat der Rekorde. Nachdem der Dax ein Rekordhoch nach dem anderen knackt, liegt das neue Allzeithoch bei 8.558 Punkten.

25. Oktober 2013

Der Dax schafft zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

30. Dezember 2013

Der Dax beendet seine Jahresendrally knapp über der Marke von 9500 Punkten.

21. Januar 2014

Der Dax startet stark ins neue Jahr und erreicht am 21. Januar mit 9794 Punkten abermals ein Rekordhoch. Börsianer hoffen, dass der Index nun über die 10000-Punkte-Markte springt. Damit müssen sie sich aber noch gedulden.

5. Juni 2014

Erstmals in seiner Historie ist der Dax fünfstellig. Um 14:33 Uhr knackt der deutsche Leitindex die magische Marke und steigt bis auf 10.014 Punkte .

20. Juni 2014

Der Dax markiert bei 10.051 Punkten sein neues Allzeithoch.

2. Dezember 2014

Der Dax knackt nach über vier Monaten wieder die 10.000-Punkte-Marke. In der Spitze erreicht der Dax einen Punktestand von 10.038 Zählern.

4. und 5. Dezember 2014

Der Dax springt im Verlauf der EZB-Pressekonferenz bei 10.084 Punkten auf ein neues Rekordhoch. Doch bereits Minuten später fällt der Leitindex wieder unter die Marke von 10.000 Punkten. Am folgenden Freitag erreicht er mit 10.093 Punkten ein neues Allzeithoch.

22. Januar 2015

EZB-Präsident Mario Draghi beschließt ein Anleihekaufprogramm im Stile der Federal Reserve. Die Zentralbank wird bis September 2016 Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von 60 Millionen Euro aufkaufen. Insgesamt sollen so 1,14 Billionen in die Märkte gespült werden. Der Dax springt nach nervösen Pendelbewegungen auf ein Rekordhoch von 10.454 Punkten. In den folgenden Tagen hält die Hausse an, am 13. Februar springt der Dax das erste Mal über in seiner Geschichte über die 11.000-Punkte-Marke. Damit sollte die Rekordjagd aber gerade erst beginnen.

27. Januar 2015

Die mehrtägige Rekordjagd des Dax endet mit einem zwischenzeitlichen Allzeithoch von 10.810 Punkten.

13.Februar 2015

Ein Mix aus guten Konjunkturnachrichten und die lockere Hand der EZB hatten den Dax am Freitag, den 13. Februar 2015, das erste Mal in seiner Geschichte über die 11.000-Punkte-Marke springen lassen. Damit sollte die Rekordjagd aber gerade erst beginnen...

23. Februar 2015

Die neugewählte griechische Regierung sorgte mit ihrer unkonventionellen und forschen Art für mächtigen Aufruhr in der europäischen Politik. Vor allem die Unnachgiebigkeit, mit der die neuen starken Männer Griechenlands, Ministerpräsident Tsipras und Finanzminister Varoufakis, an ihren Wahlkampfversprechen festhielten, brachte die Verhandlungsparteien auf Konfrontationskurs. Nachdem sich die Finanzminister des gemeinsamen Währungsraumes am Freitagabend endlich auf eine Verlängerung der Hilfsprogramme für Hellas einigen konnten, markierte der Deutsche Aktienindex kurz nach seiner Eröffnung am Montag seinen aktuellen Höchststand von 11.158 Zählern.

10. April 2015

Und weiter geht die Rekordjagd. Der Dax kletterte zwischenzeitlich am 10. April zeitweise auf 12.390 Punkte. Seit Jahresbeginn hat der Index mehr als 25 Prozent zugelegt.

16.März 2015

Bereits wenige Wochen nach der Eroberung der 11.000-Punkte steht ein weiterer Meilenstein der Dax-Geschichte auf der Börsen-Agenda. Der Leitindex klettert zum ersten Mal über 12.000 Punkte. Weder der Konflikt in der Ostukraine noch der sich immer weiter zuspitzende Schuldenstreit scheinen die Börsenteilnehmer groß zu stören. Sie kaufen Aktien und befeuern die Hausse.

10. April 2015

Der Dax erreicht sein Allzeithoch: 12.390,75 Zähler.

29.April 2015

Nach Langem Hin- und Her beim Index der vergangenen Wochen stehen die Zeichen beim Dax nun endgültig auf Korrektur. Im Laufe des Tages verlor der Index satte 3,2 Prozent auf 11.433 Punkte - der größte Tagesverlust des Jahres.

08. März 2016

Der Dax rutscht deutlich unter die 9.000er-Marke – zum ersten Mal seit anderthalb Jahren. Schon von Beginn des Jahres sind die Aktienkurse geschwächt. Als wesentlicher Grund gilt unter Beobachtern der stark gesunkene Ölpreis und der derzeit immer noch enge Zusammenhang zwischen dessen Entwicklung und der Aktienbörse.

31. März 2016

Das Minus im ersten Quartal 2016 beläuft sich auf gut sieben Prozent. Schon im März dreht aber die Stimmung zum Besseren, denn die US-Notenbank Fed verschiebt auch aus Rücksicht auf die nahende Brexit-Abstimmung ihre Zinserhöhungen.

24. Juni 2016

Die Briten haben sich für den Austritt aus der EU entschieden und lösen an den Märkten einen allerdings kurzen Ausverkauf aus. Der Dax fällt um fast sieben Prozent, holt in den Folgewochen aber rasch wieder auf.

9. November 2016

Die Amerikaner haben Donald Trump zum Präsidenten gewählt. An der Wall Street schieben die Anleger vorher geäußerte Bedenken beiseite und setzen auf sinkende Steuern für Unternehmen und massive Infrastrukturmaßnahmen. Der Dow-Jones geht auf Rekordkurs. Nach und nach zieht auch der Dax an und etabliert sich wieder in der Fünfstelligkeit.

14. Juni 2017

In Erwartung einer positiven Zinsentscheidung der US-Notenbank knackt der Dax das erste Mal im Laufe seiner Geschichte die 12.900 Punkte und erreicht schließlich sein Allzeithoch von 12.921 Punkten. Schon in den Monaten zuvor hatte der Dax im Anschluss an den Erfolg des europafreundlichen Politikers Emmanuel Macron bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich seinen Höchststand mehrfach verbessert.

Die Ängste vor einer erneuten Abschwächung der Konjunktur vor allem in der Eurozone ließen den deutschen Leitindex zum Spielball von kurzfristig agierenden Marktteilnehmern werden, sagte Niall Delventhal vom Brokerhaus FCXM. Die eine Hälfte setze auf weiter fallende Kurse, die andere Hälfte auf eine Erholung. Nach zwei Aufs und einem Ab ist zur Wochenmitte kein klarer Trend erkennbar.

In der zweiten Reihe rückten die Indizes nur mäßig vor. Die Mid-Caps im MDax stiegen um 0,9 Prozent auf 15.664 Punkte, der TecDax rückte 0,3 Prozent vor auf 1186 Zähler. Auch der Leitindex der Euro-Zone, der Euro-Stoxx-50, erholte sich merklich - 3058 Stellen bedeuteten einen Aufschlag von 1,2 Prozent.

Eine entspanntere Einschätzung der Lage in der Ukraine ließ auch die Wall Street leicht vorrücken. Die Worte des polnischen Außenministers über die gesunkene Wahrscheinlichkeit einer russischen Intervention veranlasste Schnäppchenjäger zu billigen Einkäufen. Der Dow-Jones-Index legte zum Frankfurter Handelsschluss 0,6 Prozent zu auf 16.656 Punkte.

Der am Nachmittag veröffentlichte US-Einzelhandelsumsatz ist überraschenderweise zurückgegangen. Nach einem Plus von 0,2 Prozent im Vormonat steht nun eine schwarze Null bei den sogenannten „Retail Sales“. Experten hatten mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent gerechnet.

Eine im Juni gesunkene Industrieproduktion der Eurozone tat der freundlichen Stimmung am Markt keinen Abbruch tun. Die Nachricht der abermals gesunkenen Inflation in Deutschland indes blieb ignoriert. So sank die Teuerungsrate im Juli auf 0,8 Prozent, dem tiefsten Stand seit 2010.

Kommentare (30)

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Herr Edi Haas

13.08.2014, 08:00 Uhr

"Dax in Lauerstellung"
natürlich ist er das,was soll er denn sonst auch tun,etwa Stillstand?
Gestern gab es zwar kein neues ausserbörsliches Hoch oder Tief,damit muss heute nichts bestätigt werden
aber mal sehen was VOR Handelsstart so passiert,meist gibt es da die besten Kurse sowie gestern wieder NACH
Handelsschluss in einigen Calls ohne Risiko.
Das Casino bleibt geöffnet und jeder darf mitspielen.
Nirgends kann man so einfach Geld verdienen,also mitmachen nicht jammer und streiten,übrigens kann man auch mehrmals am Tag wetten.

Herr Bernado La Borsa (IT)

13.08.2014, 08:06 Uhr

Ihre "Meilensteine des Dax" sind unvollständig. Typisches Schönschreiben der Geschichte. Typisch Handelsblatt.

Die Bundsbank Zeitreihen rechnen den Dax Performance-Index bis zum Dezember 1959 zurück. Kurs damals 418 Punkte. Bis 1987, also 28 Jahre später, etwas mehr als Verdoppelung auf 1.000 Punkte. Nicht mal 3,5 % Brutto p.a. über 28 Jahre!! Alles vergessen, Handelsblatt?

Diese Zeiten werden selbst bei Langzeitbetrachtungen von den Aktien-Apologeten gerne weggelassen, weil wenig rühmlich.

In Langfristbetrachtungen schneidet der Dax nämlich immer nur mäßig ab: 5,75 % p.a. vor Abzug der Kosten von 1959 bis heute. Über Alles, also auch die Hochzinsphasen mit mehr als 9 % auf erstklassige Grundschulden. Über alle Krisen und Niedrigzinsphasen.
Abgesehen von den letzten Jahren, die ja eine gezielte Entwertung von Geldvermögen anstrebt, waren Aktien im "Dax-Format" per se keine gute Geldanlage. Im Gegenteil.
Nur durch selektives Auswählen von Aktien, als Beimischung in größere Portfolios, sind Dax-Aktien auf lange Sicht attraktiv. Für den Normalbürger also NIE.
Für Banken und Hochfrequenzhändler immer, denn der schöpfen mit quasi unlauteren Mitteln nur eine "Einklink-Rendite" ab. Auch die medialen Schönschreiber z.B. des Handelsblattes, leben gut vom Schönschreiben der Aktien.

Höchste Zeit, den Hochfrequenzhandel zu unterbinden! Würde man diese Abzocke der Banken und Händler beenden, wäre das schon ein großer Attraktivitätsfgewinn für Aktien. Es kann doch nicht sein, dass ich einen Onlineauftrag gebe und sich irgend welche Nerde schnell "dazwischen klicken" um wie Hyänen und Aasgeier einen Anteil zu erhaschen. Stopp dem Hochfrequenzhandel.
Bis auf Weiteres sollten Kleinanleger generell die Finger von Aktien lassen!

Herr Edi Haas

13.08.2014, 09:28 Uhr

Auch heute wieder wie üblich beste Kurse
VOR Handelsstart.
Man muss ja nicht unbedingt den Dax wetten,aber die
Calls auf MüRü und Linde jetzt schon verdoppelt,jetzt schön Stops setzen und der Tag wird schön,ohne zanken und jammern.
Nie war es so einfach an der Börse Geld zu verdienen

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